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Erziehung Was macht eine "gute" Mutter aus?

Mutterliebe ist ein erstaunliches Gefühl aber heißt es auch grenzenlos Geduld, Leidensfähigkeit und Opferbereitschaft zu zeigen? Was macht eine "gute" Mutter aus? Muss man alles geben oder vielleicht auch etwas Distanz halten um sich selbst zu schützen? Wir möchten wissen, was in Ihren Augen eine gute Mutter auszeichnet.
Erziehung: Was macht eine "gute" Mutter aus?
© Anatoliy Samara

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie sich schon gefragt, ob Sie eine gute Mutter sind? Ob Sie genug für Ihr Kind oder ihre Kinder da sind, ihnen ausreichend Liebe, Zeit und Fürsorge schenken. Sie gut fördern, mit ihnen spielen, basteln und mit ihnen zum Turnen gehen, damit sie sich zu reifen Persönlichkeiten entwickeln können, die ihre Möglichkeiten voll auschöpfen?

Das deutsche Mutterbild ist auch heute noch von einer selbstlosen, aufopfernden Frauenrolle geprägt. Die französische Feministin und Philosophin Elisabeth Badinter sieht eine Gefahr darin, sich als Mutter für die Kinder aufzugeben und auch sein Berufsleben für Jahre oder sogar für immer an den Nagel zu hängen: "Frauen sind keine Schimpansen", sagt die Feministin und Hochschullehrerin und spielt dabei auf Empfehlungen an, nach denen Mütter möglichst lange stillen und bei ihren Babys bleiben sollten.

Die Frauenrechtlerin, die selbst dreifache Mutter ist und deren Buch "Der Konkfikt. Die Frau und die Mutter", soeben erschien ist, hat für sich eine ganz eigene Definition von einer guten Mutter gefunden: "Eine gute Mutter ist eine, die es schafft, eine gewisse Distanz zu ihrem Kind zu halten, nicht zu nah, nicht zu weit weg zu sein, ihm zu geben, was es braucht, es nicht zu unterdrücken, nicht zu abwesend und nicht ständig anwesend zu sein. Irgendetwas genau dazwischen, aber das ist leider extrem rar."

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