Weihnachten
 
"Kling Glöckchen" - aber bitte von Herzen!

Wenn die lieben Kleinen "Stille Nacht" schrammeln, werden bei Oma schnell die Augen feucht. Hat das Kind aber keine Lust aufs Musizieren, kullern schnell bei ihm die Tränen. Deshalb hier ein paar Tipps vom Experten, wie man Frust beim Nachwuchstalent vermeidet.

Weihnachtliches Flötenspiel? Gerne - aber bitte ohne Zwang!

Weihnachten: "Kling Glöckchen" - aber bitte von Herzen!

Das Weihnachtslied auf der Blockflöte (hier finden Sie übrigens eine Auswahl der schönsten Weihnachtslieder) , das Gedicht vor dem Tannenbaum - klar, solche kindlichen Darbietungen sind an Weihnachten besonders rührend. Eltern sollten ihre Kinder jedoch nicht zum weihnachtlichen Vorspiel im Familienkreis drängen. "Kinder haben selbst oft einen inneren Impuls zu zeigen, was sie gelernt haben", sagt der Erziehungsexperte Albert Wunsch aus Neuss. Übe man zu viel Druck auf den Nachwuchs aus, bestehe die Gefahr, dass die Lust am Vortragen des Erlernten verloren gehe.

Auf gar keinen Fall sollten Eltern das Musizieren oder andere Vorführungen zur Vorgabe machen und möglicherweise noch strikt festlegen, wann und wie lange etwas einstudiert werden müsse, warnt Wunsch. "Tabu sein müssen außerdem leider nicht selten eingesetzte Argumente wie 'Ich zahle schließlich Deinen Unterricht'", fügt er hinzu. Ebenso rät er davon ab, die Kinder mit dem Versprechen zu locken, dass sie zunächst die Geschenke auspacken dürfen. Denn: "Danach wollen sich Kinder ihren Geschenken widmen - da bleibt kaum Zeit und Konzentration für andere Dinge", sagt der Experte.

Gemeinsam musizieren macht mehr Spaß

Hilfreich könne es stattdessen laut Wunsch sein, wenn andere Geschwister oder die Eltern mitmusizieren beziehungsweise ebenfalls etwas vortragen. "Kinder haben ein sehr feines Gespür, wenn sie als Akteur oder Alleinunterhalter missbraucht werden", sagt der Pädagoge. "Kinder sollen etwas einbringen, weil es ihnen Freude macht, ihr Können unter Beweis zu stellen, und nicht, weil sie die Oma oder Erbtante verzücken sollen."

Wunsch rät Eltern, vorher gemeinsame Absprachen mit den Kindern zu treffen, wie lange und welche Stücke sie vorspielen oder vortragen. "Dabei sollten Eltern ihr Anliegen als Wunsch formulieren und - ganz wichtig - auch das Kind fragen, was es möchte und was nicht", sagt der Erziehungsexperte.

Bei schüchternen Kindern genau hinschauen

Wenn Kinder sich dennoch zierten, müssten Eltern genau hinschauen. "Hinter Scheu steht nicht selten ein Mangel an Selbstbewusstsein, und zwar nicht nur im Hinblick auf das weihnachtliche Vorspielen, sondern ebenso in anderen Lebenslagen", erläutert Wunsch.

Wie selbstbewusst Ihr Kind wirklich ist und ob es eine starke Persönlichkeit ist, können Sie auch bei uns herausfinden. Hier geht's zum Test.

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