Kopfläuse
 
Keine Chance für Nissen, Läuse und Co.

Alles andere als ausgestorben sind auch heute noch Kopfläuse. Gerade in Kindergärten und -krippen sind sie aufgrund des nahen miteinanders der Kinder nach wie vor Thema. Doch es gibt Mittel und Wege, wie man die lästigen Parasiten wieder los wird.

Inhalt: 
Was ist eine Laus?Wie bekommt man Läuse?Was tun bei Lausbefall?

Was ist eine Laus?

Kopfläuse: Keine Chance für Nissen, Läuse und Co.
iStock, Jovanmandic

Kopfläuse sind flügellose Insekten. Sie sind nur etwa drei Millimeter groß, besitzen drei kräftige Beinpaare und sind mit dem bloßen Auge nur schwer auszumachen. Kopfläuse sind Parasiten, die nur den Menschen befallen und sich ausschließlich von dessen Blut ernähren. Dabei stechen sie mit ihrem Rüssel in die Kopfhaut, was einen starken Juckreiz verursacht. Dieser Juckreiz tritt besonders im Nacken, hinter den Ohren und am Hinterkopf auf und ist ein gutes Anzeichen für einen Läusebefall. Wenn sie gerade Blut gesaugt haben, sind sie rotbraun oder auch rötlich. Wenn sie hungrig sind, sehen sie eher blassgrau aus. Eine Laus hat eine Lebenserwartung von 30 bis 40 Tagen. In dieser Zeit können die Weibchen bis zu 300 Eier legen.

Nissen - die Eier der Läuse

Waschen mit Läuseshampoo alleine reicht nicht - kämmen ist ebenso wichtig

Die Kopflaus legt längliche Eier, die sogenannten Nissen. Nissen sehen anfangs weißlich glänzend aus, später eher gelblich. Von Kopfschuppen sind sie gute zu unterscheiden, denn man kann sie nicht abstreifen. Das Weibchen klebt seine Eier mit einem wasserunlöslichen Kitt am Haar nahe der Kopfhaut fest. Bevorzugte Niststellen sind dabei der Haaransatz im Nacken, an den Schläfen und hinter den Ohren. Nach acht bis zehn Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven. Sie sind wiederum nach gut einer Woche geschlechtsreif und vermehren sich. Je wärmer es dabei ist, desto schneller läuft dieser Zyklus ab.

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Wie bekommt man Läuse?

Kopfläuse können weder springen noch fliegen und überleben ohne Kontakt zu einem Menschen höchstens 2-3 Tage. Von Mensch zu Mensch werden sie durch direkten Körperkontakt übertragen, zum Beispiel beim gemeinsamen Spielen oder wenn Kinder die Köpfe zusammenstecken. Aufgrund dieser Übertragungsart sind gemeinschaftliche Einrichtungen wie Kindergärten, Kinderkrippen und Schulen diejenigen Orte, an denen sich Kinder besonders oft anstecken. Aber auch über gemeinschaftlich benutzte Gegenstände wie Kämme, Bürsten, Spielzeug oder Kopfbedeckungen können die Übertragung von Läusen fördern. Vorsicht ist auch bei Kindersitzen, Fahrradhelm oder generell bei Kopfstützen geboten. Auch hier können Läuse übertragen werden.

Was tun bei Lausbefall?

  • Sag zunächst im Kindergarten oder der Schule Bescheid, wenn du feststellst, dass dein Kind Läuse hat, und ruf die Eltern der Spielkameraden an.
  • Lass dir sich vom Kinderarzt eines der gängigen Läusemittel verschreiben.
  • Wasch mit dem Lausschampoo die Haare der ganzen Familie und kontrollier das Haar immer wieder mit einem speziellen Läusekamm (in der Apotheke erhältlich). Dieser hat sehr viele feine Zähne, mit denen die abgetöteten Nissen aus dem Haar gekämmt werden können.
  • Vor dem Kämmen empfiehlt es sich, die Haare mit Essigwasser zu befeuchten (zwei Esslöffel auf einen Liter Wasser). Läuse können Essig nicht ausstehen.
  • Wichtig: Kleidung, Bettwäsche, Haarbürsten, Kämme, Spielzeug und andere Gegenstände, mit denen man in engem Kontakt ist, müssen ebenfalls entlaust werden.
  • Textilien, die eine 60 C-Wäsche vertragen, kommen in die Waschmaschine. Alles andere wie Wollmützen, Stofftiere oder Kuschelkissen sollten 24 Stunden in der Tiefkühltruhe eingefroren werden.
  • Was nicht in den Gefrierschrank passt, kommt für vier Wochen in einen fest verschlossenen Plastiksack.
  • Ein bis zwei Wochen nach dem Läusebefall und seiner Behandlung muss man eine genaue Nachkontrolle vornehmen, ob sich vielleicht neue Nissen oder Läuse gebildet haben. (Eine einizige verbliebene Nisse oder Laus genügt für einen erneuten Befall!)