"Babysitter-Diplom"
 
Kindermädchen mit Garantie

Früher oder später sind sie da: Die ersten Stunden ohne Mama und Papa - und allein mit einem Babysitter. Eltern können sich bei der Wahl des richtigen Kindermädchens auf eine wertvolle Entscheidungshilfe verlassen.

Den richtigen Babysitter finden - gar nicht so einfach

"Babysitter-Diplom": Kindermädchen mit Garantie

Welche frisch gebackenen Eltern kennen das Problem nicht: Ist der Nachwuchs erst einmal da, beansprucht er uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Füttern, windeln, trösten - da bleibt kaum Zeit für ungestörte Momente zu zweit. Erst wenn das Kind älter wird, wagen viele Eltern zaghafte Schritte zurück in die Zweisamkeit. Aber selbst dann kostet es sie oftmals große Überwindung, sich ohne schlechtes Gewissen für einen Abend vom Kleinen loszureißen. Vor allem, wenn keine Oma oder Tante in der Nähe ist, die sich kümmert und der man vertraut, plagt die Eltern eine Sorge mehr: Ist mein Kind bei dem fremden Babysitter auch wirklich gut aufgehoben? Wird es gut behandelt? Und was geschieht, wenn es beim Spielen hinfällt oder sich verletzt: Weiß das Kindermädchen, was zu tun ist?

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Beruhigend - Babysitter mit "Diplom"

Ein gutes Gefühl gibt vielen Eltern die Entscheidung für eine "ausgebildete" Betreuung - jemand mit dem so genannten "Babysitter-Diplom": Jugendliche (zumeist ab 14 oder 16 Jahren) können es in einem mehrtägigen Seminar, einem Wochenend- oder Abendkurs erwerben. Angeboten wird der Lehrgang beispielsweise von vielen Familienbildungsstätten oder dem Deutschen Roten Kreuz (eine Liste, welche Landesverbände Babysitter ausbilden, finden Sie hier).

Die Preise variieren je nach Anbieter: Manche sind bereits für rund 20 Euro buchbar, das Deutsche Rote Kreuz verlangt je nach Region zwischen 31 und 45 Euro. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses gibt es ein Zertifikat.

Was Eltern von diplomierten Kinderbetreuern erwarten können: Kenntnisse über die Entwicklung des Kindes, Säuglingspflege, kindgerechte Beschäftigungen (Basteln, Spielen usw.), das Verhalten in Notfällen und Erste Hilfe sowie Basic-Infos zur arbeitsrechtlichen Situation als Babysitter.

Wichtig - sich erst mal beschnuppern

Sehen Sie genau hin: Stimmt die "Chemie" zwischen Kind und Betreuer?

Was Eltern außerdem tun können: Bevor Sie ein Kindermädchen einstellen, bitten Sie es, Sie einige Male zu besuchen. Beobachten Sie aus dem Hintergrund, wie es mit dem Kind umgeht. Denn auch ein Babysitter-Diplom oder langjährige Erfahrung allein sind noch kein hundertprozentiger Garant dafür, dass sich Ihr Kleines wohl fühlt. So banal es klingt, ein Babysitter sollte jemand sein, der Kinder liebt und nicht nur an einem schnellen Euro interessiert ist. Und: Nicht nur Mädchen eignen sich, auch Jungen gehen gut mit Kindern um.

Sehen und hören Sie auf jeden Fall genau hin: Stimmt die "Chemie" zwischen Kind und Betreuer? Was erzählt Ihr Kind von der Zeit, in der Sie nicht da waren? Vertrauen Sie im Zweifelsfall Ihrem Gefühl: Wenn es "Nein" sagt, scheuen Sie sich nicht, sich nach einem anderen Kandidaten umzusehen.

Und wenn dann der große Abend naht? Hilfreich für beide Seiten ist, wenn alle Details genau abgesprochen werden - welche Einschlafrituale hat das Kind? Wo sind Sie im Notfall zu erreichen? Sie können dann den Abend beruhigt genießen und auch Ihr Babysitter ist optimal vorbereitet. Ideal dafür ist eine Checkliste mit allen wichtigen Punkten - hier können Sie sich eine als PDF-Dokument herunterladen.