Kindergarten
 
Das solltest Du vor der Anmeldung in den Kindergarten wissen

Dein Kind soll bald in den Kindergarten? Glücklich, wer sich einen Platz aussuchen kann. Falls Du Dir noch nicht schlüssig bist, ob es eine Eltern-Kind-Intitiative sein soll, ein Waldkindergarten oder eine Montessori-Einrichtung, kann sich über die unterschiedlichen Kindergärten hier informieren.

Artikelinhalt

Gut zu wissen:

Kindergarten: Das solltest Du vor der Anmeldung in den Kindergarten wissen

Egal, für welchen Kindergartentyp Du Dich entscheidest - Du solltest es möglichst früh tun. Die Wartelisten können je nach Region sehr unterschiedlich sein. Meist gibt es im Frühjahr Einschreibetage, an denen Du Dich vormerken lassen kannst. Ob Du dann tatsächlich einen Platz bekommst, erfährst Du einige Wochen später. Es kann auch passieren, dass man erst im Nachrückverfahren zum Zuge kommt.

Folgende Punkte solltest Du bedenken:

  • Wohnortnähe: Ist es Dir wichtig, dass Du das Kind schnell - möglichst zu Fuss - bringen kannst und seine Kindergartenfreunde in der Nähe wohnen?
  • Mitarbeit der Eltern: Wieviel Zeit kannst und willst Du im Monat für Elternarbeit aufbringen?
  • Öffnungszeiten: Wie lange sollte die Einrichtung mindestens geöffnet haben?
  • Eintrittsalter: Die meisten konfessionellen und städtischen Kindergärten nehmen erst Kinder ab vollendetem dritten Lebensjahr auf, und meist auch nur dann, wenn diese Kinder windelfrei sind. Manche Kindergärten in freier Trägerschaft nehmen auch kleinere Kinder und eine begrenzte Zahl von Wickelkindern.
  • Welcher Typ ist Dein Kind? Kann es sich in einer größeren Gruppe gut behaupten? Oder braucht es eher jemanden, der es an die Hand nimmt - dann solltest Du eine kleine Gruppe suchen.

Städtische oder Gemeindekindergärten

Die Leitungen dieser Kindergärten geben sich ihr pädagogisches Konzept selbst - es lohnt sich also, die in Frage kommende Einrichtung vorher genau anzuschauen und nach einer schriftlichen Ausführung des Konzepts zu fragen. Zunehmend werden reformpädagogische Ansätze verwirklicht: Freispiel, Integrationsgruppen und altersgemischte Gruppen sind in vielen Kindergärten heute die Regel. Die Gruppenstärke beträgt liegt häufig bei 25 Kindern, Öffnungszeiten und Gebühren sind regional unterschiedlich. Die Mitarbeit der Eltern beschränkt sich auf die Wahl des Elternbeirates und Elternabende, die etwa zweimal im Jahr stattfinden. Räumlichkeiten und Garten müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

singlePlayer

Kirchlicher Träger

Die Gruppen sind meist genauso groß wie in städtischen Einrichtungen. Gebete, Bibelgeschichten und Gottesdienste sind in den Tages- und Wochenablauf integriert, variieren aber stark von Einrichtung zu Einrichtung. Elternmitarbeit ist bei Elternabenden und der Vorbereitung von Basaren oder Festen erwünscht. Die Eltern und Kinder müssen nicht Kirchenmitglieder sein, um einen Platz zu bekommen, sollten aber die Erziehungsarbeit im Kindergarten unterstützen.

Eltern-Kind-Initiativen

Diese Kindergärten entstehen entweder aus der Not heraus, weil Eltern nicht genügend freie Plätze finden konnten, oder als Gegenentwurf zu den Konzepten der bestehenden Kindergärten. Auch möchten einige Eltern mehr Mitsprachemöglichkeiten bei der Besetzung der Erzieher-Stellen oder bei der Gestaltung des Tagesablaufes.
Bei einer Eltern-Kind-Initiative im klassischen Sinne machen die Eltern alles selbst: Finanzverwaltung, Einziehen der Beiträge, Aufstellen des pädagogischen Konzeptes, oft auch putzen und kochen. In regelmäßigen Abständen finden Elternabende statt - meist einmal im Monat. Aktives Einbringen ist in diesen Einrichtungen nicht nur erwünscht, sondern die einzige Möglichkeit, den Betrieb am Laufen zu halten. So müssen die Eltern auch mal die Vetretung für kranke Erzieherinnen übernehmen. Der Umfang der Elternarbeit ist von Einrichtung zu Einrichtung verschieden, ebenso die Öffnungszeiten, Gebühren und Essensangebot.
In Eltern-Kind-Initiativen wird jedoch öfter vegetarisch und vollwertig gekocht - das schlägt sich dann auch auf die Gebühren nieder. Generell gilt, dass solche privaten Kindergärten etwas teurer sind als die städtischen Angebote. Doch auch wenn man sein Kind in einem privaten Kindergarten unterbringen will, kann man bei bestimmten Einkommensgrenzen Unterstützung vom Jugendamt beantragen. Die Gruppenstärke beträgt bei diesen Einrichtungen meist um die 15 Kinder bei zwei Betreuungspersonen. Die pädagogischen Konzepte sind unterschiedlich, meist liegt der Schwerpunkt jedoch auf freiem Spiel. Freiwillige Zusatzangebote wie musikalische Früherziehung oder Meditation mit Musik werden oft angeboten, manchmal auch Projektarbeit oder Waldtage. Durch den persönlichen Einsatz kann ein sehr familiäres Gruppengefühl unter den Mitgliedern entstehen - jedoch auch Konflikte und lange Diskussionen, wenn unterschiedliche Vorstellungen der Eltern aufeinandertreffen.