Kindergartenbeitrag
 
Kita-Gebühren: Was kostet ein Kindergartenplatz?

Von kostenlos bis ganz schön teuer – was ein Kitaplatz kostet, kann je nach Ort enorm unterschiedlich sein. Wir wissen nicht, wie viel ihr auf den Tisch legen müsst. Aber wir können euch sagen, wie sich die Kitakosten zusammensetzen, wo ihr erfahrt, was an eurem Wohnort gilt, und was ihr steuerlich geltend machen könnt.

Kindergartenbeitrag: Was kostet ein Kindergartenplatz?
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Kindergarten, Kita, Tagesmutter oder Großeltern?

Jede Familie entscheidet für sich selbst, welche Betreuungsform und zu welchem Zeitpunkt sie die Kinderbetreuung für ihr Kind in Erwägung zieht. Dabei sind Kriterien wie die finanzielle Situation, die Rückkehr in den alten Job, aber auch der Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes für eine Entscheidung wichtig. Manche Familien werden durch die Großeltern bei der Kinderbetreuung unterstützt, andere suchen sich beizeiten eine Tagesmutter oder entscheiden sich für einen Kindergarten. Die Frühförderung von Kleinkindern ist entscheidend für den späteren schulischen Erfolg oder Nichterfolg. Das heißt nicht, dass ein Kindergartenkind bereits Yogakurse belegt oder Chinesisch lernt. Das soziale Miteinander im Kindergarten ist Herausforderung genug für die Kinder. Kinder lernen von anderen Kindern deutlich effektiver. Gerade für Migrationskinder ist der Kindergarten eine tolle Chance sich früh zu integrieren in die neue Gesellschaft. Zu dem erleben sie im Spiel mit anderen Kindern im Kindergarten eine vorurteilsfreie Zone. Gerade die sprachliche Entwicklung ist für Kinder aus anderen Kulturen entscheidend besser durch den Besuch einer Kita.

Wonach richten sich die Kindergartengebühren?

Die Höhe des Kindergartenbeitrags variiert je nach Bundesland, Kommune und Träger. Zusätzlich spielt das Alter des Kindes, die Betreuungsform und die Betreuungszeit eine Rolle bei der Höhe der Gebühren. Allgemein lässt sich sagen, dass der Kindergartenbeitrag für private Kindergärten höher liegt als der Kindergartenbeitrag für kommunale Kindergärten. Kommunale Kindergärten werden zu 100 Prozent aus öffentlichen Geldern finanziert. Die Zuschüsse des Bundes und der Kommunen sind nur unterschiedlich hoch. Somit ist der Wohnort ganz entscheidend für die Höhe der Kindergartengebühr.

Komplizierte Rechenmodelle: Wer blickt denn da noch durch?

Viele Kommunen versuchen Eltern nach ihrer Leistungsfähigkeit an den Betreuungskosten zu beteiligen. Einige setzen Einkommensstufen fest, andere richten sich nach dem Netto- oder Bruttoeinkommen. Dadurch sind komplizierte Rechenmodelle entstanden, die sich nur schwer nachvollziehen lassen.

Welche Betreuungskosten entstehen, wenn ich mein Kind in einen Kindergarten gebe?

Die Kindergarten-Kosten teilen sich in Betreuungs- und Verpflegungskosten auf:

  • Die Betreuungskosten unterteilen sich dabei noch mal in Betreuungsgrundsatzkosten und Betreuungszusatzgebühren.
  • Die Betreuungsgrundsatzkosten decken die Betreuung eines Kindes während der Regelöffnungszeiten des Kindergartens ab.
  • Die Betreuungszusatzgebühren werden für besonders frühe oder späte Betreuungszeiten fällig, wenn die Eltern im Früh- oder Spätdienst tätig sind und deshalb gesonderte Betreuungszeiten in Anspruch nehmen müssen.
  • Die Verpflegungskosten decken eine Milch- und Getränkemahlzeit, sowie die Teilnahme am Kindergartenessen ab.

Zusätzliche Kosten kann eine Kita für z.B. besonders gesundes Essen erheben, aber auch für Bastelmaterial oder ein spezielles Angebot, wie die musikalische Früherziehung. Jeder Kindergarten legt die Höhe dieser Zusatzkosten selber fest.
 

Welche Einkünfte musst du bei der Berechnung des Kindergartenbeitrags angeben?

Sobald du dein Kind in einer Kita anmelden willst, benötigt das Jugendamt einen Nachweis des Familieneinkommens zur Berechnung des Elternbeitrags. Folgende Einkünfte werden hierbei miteinberechnet:

  • Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit
  • Einkünfte aus selbstständiger oder freiberuflicher Arbeit
  • Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung sowie Kapitalvermögen
  • Erhaltene Unterhaltsleistungen
  • Rente
  • Leistungen nach dem Arbeitsförderungsgesetzt inklusive Krankengeld
  • Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld

In der Regel wird das Bruttoeinkommen des letzten Kalenderjahres der gesamten Familie  als Grundlage für die Berechnung des Elternbeitrages herangezogen. Sollte das Einkommen sich für das beantragte Kindergartenjahr deutlich ändern, so wird für die Berechnung das Zwölffache des letzten Monatseinkommens verwendet. Finanzielle Änderungen zum Vorjahr können sich schnell ergeben, wenn z.B. das Elterngeld über zwei Jahre bezogen wird und somit beim Kindergarteneintritt mit einem Jahr, ein Elternteil noch ein Jahr lang verringerte Einkünfte bezieht. Oder du wirst nach dem Wiedereinstieg in den Job befördert und erhältst nun ein höheres Gehalt. Nach steuerlichem Abschluss des Jahres erfolgt rückwirkend eine Prüfung des Jugendamtes anhand des Steuerbescheids, ob die angegebenen Einkünfte auch den tatsächlichen entsprachen. Das ist vor allem bei Selbstständigen wichtig, da hier oft nur eine Schätzung der Einkünfte abgegeben werden kann. Nachzahlungen oder auch Rückzahlungen sind die Folge.

Sind private Kindergärten teurer als kommunale?

Der Kindergartenbeitrag für private Kindergärten liegt oft höher als die Gebühr für kommunale Kitas. Private Kindergärten werden von freien Trägern unterhalten. Bekannte Träger sind Caritas, das Rote Kreuz, aber auch Elterninitiativen. Eine Einkommensstaffelung für den Elternbeitrag ist hier nicht immer gegeben. Private Kindergärten finanzieren sich auch teilweise aus öffentlichen Mitteln, aber auch Spenden, Sponsoren und Mitgliederbeiträgen. Um eine genaue Kostenaufstellung zu erfahren, wende dich direkt an die Leitung oder den Träger der Einrichtung.

Wie können wir den Kindergartenbeitrag steuerlich absetzen?

Die Kosten für die Kinderbetreuung können als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung zu zwei Dritteln und bis zu einer Höhe von 4.000 Euro pro Kind und Jahr geltend gemacht werden.
Für Familien mit nur geringem Einkommen lohnt sich in jedem Fall die Nachfrage beim Jugendamt nach Ermäßigungen für die Kinderbetreuungskosten.

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Sind Kindergartengebühren in Unterhaltsbeiträgen enthalten?

Nein, in den Unterhaltsbeiträgen sind die Kinderbetreuungskosten nicht enthalten. Die Betreuungskosten für den Kindergarten können als Mehrbedarf geltend gemacht werden.  Dabei muss beachtet werden, dass die Verpflegungskosten nicht als Mehrbedarf gelten, sondern lediglich die Betreuungskosten.
Die Unterhaltsverpflichteten beteiligen sich zusätzlich zum Unterhalt an den Elternbeiträgen für den Kindergarten. Anteilig zum Einkommen der beiden Eltern werden die Kosten aufgeteilt. Jedes Elternteil hat Anspruch auf einen Selbstbehalt von ca. 1000 Euro. Sollte ein Elternteil einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen und der andere ein dementsprechend höheres Einkommen haben, muss der Geringverdiener gar nichts an Betreuungskosten zahlen.Nur die Verpflegungskosten werden dabei nicht berücksichtigt.
Allgemein lässt sich sagen, ist erst mal der Kindergarten der Wahl gefunden worden, so erfährst du über die Internetwebsite des Kindergartens oder über die Website der jeweiligen Stadt, welche Gebühren dafür anfallen.

Wo bekommen wir detaillierte Infos zu Kindergartenbeiträgen?

Kinderbetreuung kostet als vergleichbare Dienstleitung in Deutschland unterschiedlich viel. Gesellschaftlich und politisch gibt es in allen Bundesländern Bestrebungen, die Kosten für Familien zu senken und zugleich die Quantität und vor allem die Qualität der Kitaplätze zu erhöhen.
Um aktuelle Entwicklungen der Kinderbetreuung nachzulesen, empfehlen wir dir das Portal Frühe Chancen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wie viel muss ich für die Kita zahlen?

Wie du bereits erfahren hast, kann das von Region zu Region und von Familie zu Familie sehr unterschiedlich sein. Wir zeigen dir deshalb anhand einiger Beispiele von Kiel bis München, wo du wie viel zahlen musst, welche besonderen Regelungen in den einzelnen Bundesländern gelten und wo die Kita nichts kostet. Aber Achtung: Kostenfrei heißt nicht automatisch, dass du gar nichts zahlen muss. Es können sowohl bei der kostenpflichtigen als auch bei der kostenlosen Betreuung individuelle Gebühren für Verpflegung oder Extraleistungen hinzukommen. Andererseits können bestimmte Faktoren auch dazu führen, dass du, obwohl in deiner Region Kitagebühren zu entrichten sind, weniger zahlen musst oder von der Gebühr befreit werden kannst.
 

Kita-Gebühren Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg müssen Eltern unterschiedlich tief in die Tasche greifen. In Heilbronn ist der Besuch ab drei Jahren beispielsweise kostenlos, in Stuttgart werden Gebühren fällig. In Stuttgart können Familien mit einem Jahreseinkommen bis 70.000 Euro eine FamilienCard erhalten, die die Kita-Gebühren reduziert. Mit der FamilienCard zahlt eine Familie mit einem Einkommen von 50.000 Euro pro Jahr für die 30-Stunden-Betreuung ihres 18 Monate alten Kindes in einer städtischen Einrichtung beispielsweise 144 Euro. Bei einem Jahreseinkommen von 90.000 Euro beträgt die Gebühr 182 Euro.
 

Kita-Gebühren Bayern

Auch in Bayern gibt es keine einheitliche Regelung. In München gilt die Gebührensatzung, die die Rahmenbedingungen festlegt, zum Beispiel nur für städtische Einrichtungen. Diese sieht unter anderem eine Ermäßigung bei Einkommen unter 60.000 Euro vor. Die Ermäßigung kann unter bestimmten Voraussetzungen aber auch in Einrichtungen freier Träger gewährt werden. Bei einem Einkommen von 50.000 Euro und 35 Stunden Betreuungszeit eines 18 Monate alten Kindes liegt der Beitrag dann beispielsweise bei 231 Euro, bei 30.000 Euro Einkommen sind es 91 Euro. Wer über ein Einkommen von 90.000 verfügt, zahlt 328 Euro.
 

Kita-Gebühren Berlin

Seit dem 1. August 2018 ist die Kindertagesbetreuung in Berlin beitragsfrei. Eltern zahlen lediglich einen Verpflegungsanteil und für eventuelle Extraleistungen wie besondere Sportangebote oder Sprachunterricht.
 

Kita-Gebühren Brandenburg

In Brandenburg ist das letzte Kindergartenjahr gebührenfrei. Für die Betreuung jüngerer Kinder gibt es jedoch keine einheitliche Regelung, der Elternbeitrag kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich hoch ausfallen. In Potsdam zahlen Eltern mit einem Einkommen von 50.000 Euro für die 40-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes beispielsweise 135 Euro, 64 Euro bei 30.000 Euro Einkommen und 276 Euro bei 90.000 Euro Einkommen.
 

Kita-Gebühren Bremen

In Bremen soll ab August 2019 die Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen in einem Umfang von 8 Stunden täglich beitragsfrei werden. Für die Betreuung jüngerer Kinder gibt es mehrere Beitragsstufen. Aktuell liegt der Betrag für die 35-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes bei 146 Euro, wenn die Familie ein Einkommen von 50.000 Euro hat, bei 65 Euro, wenn das Haushaltseinkommen bei 30.000 Euro liegt und bei 335 Euro, wenn die Familie über ein Einkommen von 90.000 Euro verfügt.
 

Kita-Gebühren Hamburg

In Hamburg ist die Betreuung im Umfang von 5 Stunden am Tag inklusive eines Mittagessens für die Eltern kostenfrei. Wer eine umfangreichere Betreuung in Anspruch nimmt, zahlt einen Beitrag, der nach Einkommenshöhe, Familiengröße und Betreuungsumfang gestaffelt ist – zum Beispiel 123 Euro bei 40 Stunden wöchentlicher Betreuung und einem Einkommen von 50.000 Euro. Das Alter des Kindes spielt keine Rolle. In Hamburg richten sich die Elternbeitrage nach dem Netto- und nicht nach dem Bruttoeinkommen.
 

Kita-Gebühren Hessen

Ab drei Jahren ist in Hessen die Kita-Betreuung bis zu sechs Stunden am Tag gebührenfrei. Für die Betreuung jüngerer Kinder gibt es keine landesweit verbindlichen Vorgaben. In Wiesbaden zahlen Eltern für die Betreuung eines 18 Monate alten Kindes beispielsweise 124 Euro bei einer Betreuungszeit von 37,5 Stunden und einem Einkommen von 50.000 Euro, 220 Euro bei 90.000 Euro Einkommen und 61 Euro bei 30.000 Euro Einkommen.
 

Kita-Gebühren Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern können die Gebühren sehr unterschiedlich ausfallen. In der Landeshauptstadt Schwerin gibt es beispielsweise auch innerstädtisch keine einheitlichen Gebührensätze. Als Richtschnur gilt jedoch, dass die Träger die Gebühren sozialverträglich gestalten sollen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es seit 2019 die Geschwisterkindregelung. Alle Eltern zahlen maximal einen Eltern­beitrag. Für alle weiteren Kinder ist der Besuch der Kita kostenfrei. 
 

Kita-Gebühren Niedersachsen

In Niedersachsen ist der Kita-Besuch ab drei Jahren gebührenfrei. Das gilt für eine Betreuungszeit von bis zu acht Stunden am Tag. Für Kinder unter drei Jahren werden die Gebühren in der Regel gestaffelt erhoben. In Hannover werden zum Beispiel 216 Euro für die 30-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes fällig, wenn das Familieneinkommen (Netto) bei 50.000 Euro liegt, bei einem Einkommen von 30.000 Euro fallen hingegen keine Gebühren an.
 

Kita-Gebühren Nordrhein-Westfalen

Das letzte Kindergartenjahr ist in Nordrhein-Westfalen gebührenfrei. Davor sind die Gebühren von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich hoch. In Köln liegt der Beitrag beispielsweise bei 298,49 Euro für die 35-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes bei einem Einkommen von 50.000 Euro. In Bochum zahlen Eltern bei gleichen Voraussetzungen 199,73 Euro, in Düsseldorf 125 Euro. Dort ist sogar bereits die Betreuung ab drei Jahren gebührenfrei.
 

Kita-Gebühren Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gilt eine vollständige Gebührenfreiheit ab dem zweiten Geburtstag. Im ersten Lebensjahr richten sich die Gebühren nach Einkommen und Kinderzahl. In Mainz sind das beispielsweise 203 Euro bei 50.000 Einkommen (Netto) und einer 35-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes, 95 Euro bei 30.000 Euro Einkommen und 351 Euro bei 90.000 Euro Einkommen.
 

Kita-Gebühren Saarland

Im Saarland ist das letzte Jahr teilweise gebührenfrei oder vergünstigt. In der Hauptstadt Saarbrücken können sich die Gebühren je nach Träger unterscheiden. Es gibt keine Staffelung nach Einkommen, Zuschüsse für Familien mit niedrigem Einkommen sind aber möglich. Die Gebühr richtet sich hauptsächlich nach dem Betreuungsumfang und dem Alter des Kindes. Eine Familie mit einem Einkommen von 50.000 Euro zahlt in den städtischen Einrichtungen beispielsweise 258 Euro für die 35-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes und später für ein 42 Monate altes Kind 122 Euro. Für Geschwisterkinder reduziert sich der Beitrag.
 

Kita-Gebühren Sachsen

Auch in Sachsen ist der Elternbeitrag regional unterschiedlich hoch. Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern zahlen jedoch landesweit reduzierte Gebühren. In Leipzig müssen Familien 164,22 Euro für die 35-Stunden-Betreuung eines 18 Monate alten Kindes entrichten und 101,20 Euro für die 35-Stunden-Betreuung eines 42 Monate alten Kindes. Eine Staffelung nach Einkommen gibt dort es nicht. Die Gebühr richtet sich nach dem Betreuungsumfang und dem Alter des Kindes. Ermäßigungen für Familien mit niedrigem Einkommen sind jedoch möglich.
 

Kita-Gebühren Sachsen-Anhalt

Seit 2019 werden Geschwisterkinder in Sachsen-Anhalt kostenlos betreut. Eltern zahlen nur für das älteste Kind Kita-Gebühren. In Magdeburg sind das beispielsweise 169 Euro für ein 18 Monate altes Kind in der 35-Stunden-Betreuung. Eine Gebührenstaffelung nach Einkommen ist in Magdeburg nicht vorgesehen. Für Familien mit niedrigem Einkommen ist jedoch ein Gebührenerlass möglich.
 

Kita-Gebühren Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein können Eltern einen Zuschuss, das sogenannte Kita-Geld, für die Betreuung eines Kindes unter drei Jahren beantragen, wenn das Kind in einer öffentlich geförderte Kindertagesbetreuung oder Tagespflege betreut wird. Die Höhe hängt von den individuellen Betreuungskosten ab und beträgt maximal 100 Euro. In Kiel richten sich die Betreuungskosten nach dem Nettoeinkommen. Für Familien mit niedrigem Einkommen oder mit mehreren Kindern sind Beitragsermäßigungen möglich. Eine Familie mit einem Einkommen von 50.000 Euro zahlt für 35 Stunden Betreuungszeit 280 Euro für ein 18 Monate altes Kind. Bei einem Einkommen von 30.000 Euro fallen keine Gebühren an.
 

Kita-Gebühren Thüringen

Das letzte Kindergartenjahr ist unabhängig von der Betreuungszeit gebührenfrei. Davor zahlt man beispielsweise in Erfurt 136 Euro für die Ganztagsbetreuung eines 18 Monate altes Kindes bei einem Einkommen von 50.000 Euro, keine Gebühr bei 30.000 Einkommen und 400 Euro bei 90.000 Euro Einkommen. Einkommensabhängige Beiträge werden in Erfurt auf Antrag gewährt. Wenn kein Einkommensnachweis eingereicht wird, beträgt das Entgelt für die Betreuung von Kindern unter zwei Jahren 400 Euro.
 
Quelle: Zusammenstellung der konkreten Elternbeiträge auf Basis des IW-Reports 50/18 (Stand 2018/Abweichungen sind möglich/nicht alle Werte von der Stadt bestätigt)
 

Kita-Gebühren im Deutschland-Vergleich

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, ausgehend von einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro und 35 Stunden Betreuung pro Woche