Kitas sollen Eltern melden
 
Kommt bald auch bei uns die Impf-Pflicht?

Zukünftig sollen Kitas Eltern verpflichtend beim Gesundheitsamt melden, wenn diese sich weigern an einer Impfberatung teilzunehmen. Was macht das mit dem Vertrauensverhältnis zwischen Kita und Eltern?

Kitas sollen Eltern melden: Kommt bald auch bei uns die Impf-Pflicht?
Istock, Gajus

Eine verpflichtende Impfberatung existiert bereits seit dem Präventionsgesetz 2015. Wenn sich Eltern, die ihr Kind in einer Kita anmelden, hartnäckig weigern, die verpflichtende Impfberatung durchführen zu lassen, kann das Gesundheitsamt schon jetzt eine saftige Strafe von 2.500 Euro an die Eltern verhängen. Bisher mussten die Kitas betroffene Eltern aber nicht beim Gesundheitsamt melden.
 
In der Nacht zum 02. Juni 2017 verabschiedete der Bundestag den Gesetzesentwurf zur Überwachung übertragbarer Krankheiten. Damit sollen nun auch Kitas in die Meldepflicht genommen werden. Können Eltern bei der Anmeldung in einer Kita keine Impfberatung vorweisen, wären Kitas dazu verpflichtet, diese Eltern beim Gesundheitsamt zu melden.
 
Das „Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten“ sieht eine erweiterte Meldepflicht vor, um Krankheiten schneller wieder einzudämmen. So müsste der Ausbruch von Krätze in einem Pflegeheim oder anderen Gemeinschaftsunterkünften zukünftig auch dem Gesundheitsamt gemeldet werden.
Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

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