Kinder erzählen
 
Wie war's in der Kita? So packt Ihr Kind aus!

Ihre Dreijährige will nie etwas vom Kindergarten erzählen? Dann fragen Sie doch mal etwas anders. Sieben Vorschläge für gute Gespräche mit Ihrem Kind.

Mutter und Tochter unterhalten sich
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Erst mal ankommen lassen

Sie werden auch nicht gerne an der Türschwelle mit Fragen oder Wünschen überfallen. Kindern geht’s genauso. Nach einem anstrengenden Kindergartentag oder einem Besuch bei Freunden brauchen sie erst mal Ruhe – auch wenn Mama vor Neugier fast platzt. Danach fangen die meisten Kinder irgendwann von allein an zu plaudern.

Konkret werden

Wer langweilig fragt, bekommt eine langweilige Antwort: "Wie war’s im Kindergarten?" "Gut." Wer etwas präziser wird, erfährt definitiv mehr: "Und, was hast du heute im Garten gespielt?" Was meistens wirkt: Fragen Sie nach Höhepunkten und auch nach Tiefpunkten: "Was war das Tollste heute im Kindergarten?" und "Was war am aller blödsten?"

Selbst erzählen

Sie vermuten, dass Ihr Kind Kummer hat? Dann locken Sie es vielleicht aus der Reserve, wenn Sie etwas von sich erzählen. Zum Beispiel, wie es Ihnen geht, wenn Sie sich mit jemandem streiten. Oder wie es für Sie früher als Kind war, wenn jemand Sie geärgert hat.

Nicht alles kommentieren

Kommunikationsexperten wissen: Oft ist es besser, einfach den Mund zu halten. Wer immer gleich jede Aussage seines Kindes bewertet - ob positiv oder negativ - der riskiert, das Gespräch im Keim zu ersticken. Fassen Sie den Mut, fantasievolle Erzählungen Ihres Kindes auch einfach mal so stehen zu lassen. Und falls Sie wirklich mal nachfragen müssen, halten Sie es knapp.

Das Thema wechseln

Statt an der gleichen Stelle immer wieder nachzuhaken, besser vom eigentlichen Thema ablenken und etwas ganz anderes machen. Viele Kinder sind beim Spielen oder bei einem kleinen Ausflug sowieso viel redseliger.

Wegschauen

Vergessen Sie den alten Spruch "Guck mich an, wenn ich mit dir rede!" Das Gegenteil funktioniert oft besser. Forscher der schottischen Stirling University fanden nämlich heraus, dass es vielen Kindern beim Reden leichter fällt, sich zu konzentrieren, wenn sie dabei nicht mit den Augen fixiert werden.

Nicht beleidigt sein

... wenn Ihr kleiner Schweiger wirklich gar nichts rauslässt. Sie können nicht mehr tun als immer wieder signalisieren, dass Sie für ein Gespräch bereit sind. Auch Kinder haben ein Recht auf kleine Geheimnisse. Und oft interpretieren wir Erwachsene in das Schweigen unserer Lämmchen viel mehr hinein, als tatsächlich da ist.