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Darf man das? Komm, wir gehen Enten füttern

Ist Entenfüttern eigentlich erlaubt?
© sjharmon / iStock
Enten füttern ist das ganze Jahr über ein Highlight mit Kindern. Und gerade jetzt, wenn die armen Viecher frieren und weniger Futter finden, brauchen sie uns doch. Die Enten, Gänse, Schwäne, Tauben. Füttern ist sicher gut gemeint. Aber ist es sinnvoll? Und erlaubt?

Im Frühling, wenn die Enten-Küken hinter der Enten-Mama her watscheln, ist der Anblick besonders reizend. So süß, die schnappen nach unserem Brot! Im Winter hilft unser Futter im Ententeich den Tieren vielleicht sogar beim Überleben. Aber tun wir Enten und Co damit wirklich einen Gefallen?

Grundsätzlich gibt es den Unterschied, ob Wildtiere wie Wildschweine im Gehege gefüttert werden oder Schwäne im Parkteich in der Stadt. Welche Wildtiere im Wald gefüttert werden dürfen, regelt das jeweilige Landesjagdgesetz. Die Förster sind generell für die Fütterung der  Wildtiere zuständig. In einigen Bundesländern ist das Füttern von Privatpersonen ausdrücklich verboten. Wer sich daran nicht hält und vom Jäger dabei erwischt wird, muss mit einer saftigen Strafe von 2.500 – 5.000 Euro rechnen, so die Rechtschutzversicherung D.A.S. Will keiner. Ebenso wenig, dass sich die wilden Tiere zu sehr an die Nähe von Menschen gewöhnen und eventuell in Wohngebiete trauen. Das würde die Anzahl der Wildunfälle im Straßenverkehr erhöhen und großen Schaden in Wohngebieten anrichten.
 
In der Stadt müssen sich Tierfreunde an das jeweilige Stadtrecht halten. Es gibt also kein grundsätzliches Verbot, jede Gemeinde regelt das selber. Deine Stadtverwaltung kann Dir darüber Auskunft geben, ob z.B. ein allgemeines Taubenfütterungsverbot gilt. Wenn Du Dich trotzdem beim Füttern erwischen lässt, kann das ein Bußgeld von 20 Euro nach sich ziehen.
Aber keine Sorge, grundsätzlich ist ein generelles Fütterungsverbot durch entsprechende Hinweisschilder an Seen oder im Park erkennbar.

Wenn Ihr geklärt habt, dass bei Euch im Park das Füttern der Enten erlaubt ist, gibt es eigentlich nur noch zwei Dinge zu beachten:

  1. Werft das Brot nicht ins Wasser, sondern ans Ufer. Übriggebliebenes Brot sinkt sonst auf den Grund und verwest dort. Das ökologische Gleichgewicht eines stehenden Gewässers kann so schnell kippen. Am Ufer kann übriggebliebenes Brot wieder aufgesammelt und entsorgt werden, damit es nicht Ratten oder andere Tiere anlockt.
  2. Gesünder als Brot ist für Enten und Schwäne ein spezielles Futter für Wasservögel aus der Zoohandlung.



 


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