Gesellschaftsspiele für Kinder
 
Wie viel Frust verträgt ein Kind?

Wutausbrüche, Tobsuchtanfälle und Schreiattacken: so enden manche Gesellschaftsspiele, wenn Kinder beim Spielen verlieren. Aber sollten Sie Ihre Kinder absichtlich gewinnen lassen? Aus Rücksicht? Oder einfach nur damit Ruhe ist? Oder lernen sie nur so Niederlagen zu verarbeiten?

Gesellschaftsspiele für Kinder: Wie viel Frust verträgt ein Kind?

Wer immer nur verliert, verliert nicht nur das Spiel, sondern auch den Spaß daran und hat dann, wie sollte es auch anders sein, keine Lust mehr. Verlieren gehört zum Spielen dazu - ganz klar, aber wie viel Frust entsteht dabei für ein Kind? Und wie viel Frust ist noch gut? Viele Kinder sind jähzornig, wenn sie bei „Mensch ärgere dich nicht“ schon wieder rausgeflogen sind, der große Bruder bei Monopoly zum hundertsten Mal die Kasse plündert oder die Mama bei Sagaland einfach schneller das gesuchte Märchen unter den vielen Bäumchen findet. Nicht selten werden dann Spielfiguren, Karten oder Würfel mit Karacho durchs Wohnzimmer geschleudert und ein wutschnaubendes Kind verabschiedet sich stampfend in sein Zimmer.

Durch Gesellschaftsspiele lernen Kinder fürs Leben

Kinder lernen beim gemeinsamen Spielen sich an Regeln zu halten, mit der Familie oder Freunden Spaß zu haben und mitzuerleben wie andere mit Niederlagen und Erfolg umgehen. Es ist bei Gesellschaftsspielen wichtig zu lernen, bei der Sache zu bleiben und nicht mitten im Spiel einfach vom Tisch aufzustehen, weil man zum Beispiel schon wieder verliert oder jetzt ganz plötzlich keine Lust mehr hat und die Konzentration nachlässt. Gerade für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ist es wichtig, verlieren zu lernen und damit richtig umzugehen, da sie sich im Kindergarten oder der Vorschule auch nicht auf ihr Zimmer verziehen können, wenn sie mal verlieren - und eine Mama, die sie dann tröstet finden sie da wie auch im späteren Leben schon dreimal nicht. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass Sie es auch lieben, wenn es mal verliert, das stärkt die Selbstsicherheit des Kindes und zeigt ihm, dass Sie es, ganz egal ob es verliert oder gewinnt, immer noch lieb haben.

Aber Kinder wirklich nie gewinnen lassen?

Zu viel Enttäuschung und Misserfolg können doch auch nicht gut sein für ein Kind und das Selbstwertgefühl des Kindes kann enorm darunter leiden. Weder Eltern noch Kinder haben etwas davon, wenn am Ende keiner mehr Lust hat zu spielen. Das Kind nicht, weil es nur verliert, die Eltern nicht, weil es immer in einem riesigen, tränenreichen Affentheater endet. In solchen Momenten ist es nicht immer ganz leicht auf die Enttäuschung eines Kindes einzugehen. Im einen Augenblick will es noch die ganze Welt verfluchen und alle sind blöd und doof und sowieso Schuld - und im nächsten will es getröstet werden. Hierbei ist es wichtig mit dem Kind zu besprechen, dass Gewinnen und auch Verlieren zum Spielen wie auch zum Leben dazugehören und dass es nicht schlimm ist, denn jeder verliert mal.

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So machen Spielenachmittage Spaß

Wie Sie vielleicht aus eigener Erfahrung wissen, spielen Kinder besonders gerne Gesellschaftsspiele bei denen sie den Erwachsenen haushoch überlegen sind - wie zum Beispiel Memory. Kinder lachen sich kaputt, wenn die Mama nach langer Bedenkzeit zum fünften Mal zu der falschen Karte greift, während sie selbst schon den halben Kartenstapel abgestaubt haben. Spiele wie Memory sind wichtig um die Motivation von Kindern zu steigern und vergangene Pechsträhnen zu vergessen. Bei einem Spielenachmittag sollte ihr Kind auf jeden Fall die Gelegenheit bekommen das ein oder andere Spiel zu gewinnen - ob mit kleiner Hilfe von Mama und Papa oder ohne.

Do it yourself: Flohspiel

Auf die Plätze, fertig, los: Fordern Sie Ihre Kinder zum Flohspiel heraus. Wer geschickt ist und zählen kann, ist im Vorteil. Und auch ohne Bastel-Abitur bekommen Sie garantiert ein schönes Ergebnis.

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