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Vier Zeichen für gute Kita-Qualität

Qualität hat viele Gesichter und kann ganz unterschiedlich aussehen. Bei der Auswahl der Preisträger spielen beim Deutschen Kita-Preis vier Aspekte eine entscheidende Rolle.

Vier Zeichen für gute Kita-Qualität
DKJS/J. Erlenmeyer & N. Götz

Eine Kita mit hundert Kindern in einer Großstadt arbeitet unter anderen Bedingungen als eine kleine Einrichtung im ländlichen Raum. Kitas in Boom-Regionen stellen sich anderen Herausforderungen als in strukturschwächeren Gebieten. Vermeintliche regionale Vor- oder Nachteile sagen aber noch lange nichts über die Betreuungsqualität in der jeweiligen Einrichtung aus. Deshalb stützen sich die Fachleute beim Deutschen Kita-Preis auf die folgenden vier Qualitätsdimensionen, die für jede Kita in Deutschland anwendbar sind.
 
Kindorientierung: Das Kind steht im Mittelpunkt. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, im Norden oder im Süden, in der Eltern-Initiativ-Kita oder der Einrichtung, die einem großen Träger angehört. Kinder bilden das Zentrum aller Konzepte und Handlungen – denn schließlich geht es genau um sie: um ihr Aufwachsen, ihre Interessen, ihr Wohlbefinden und ihre pädagogische Begleitung und Förderung.
 
Partizipation: Einbringen, Mitmachen und seine Meinung äußern – ausdrücklich erwünscht. Die Rechte der Kinder wurden bereits vor 30 Jahren im Rahmen der UN- Kinderrechtskonvention formuliert. Diese werden in der Kita aber nicht nur geachtet und respektiert, sondern auch ausdrücklich gefördert – am besten, indem Kinder den Betreuungsalltag mitbestimmen. Auch die Eltern und das pädagogische Personal spielen eine wichtige Rolle und sollten aktiv in die Gestaltung des Kita-Lebens eingebunden sein.
 
Sozialraumorientierung: Alles im Alleingang? Lieber nicht! Kitas existieren nicht im luftleeren Raum, sondern sind Teil ihrer Umgebung – angefangen beim öffentlichen Spielplatz oder Park, den sie vielleicht zum Spielen nutzen bis hin zur freiwilligen Feuerwehr oder der Senioreneinrichtung nebenan, wo die ältere Generation gerne auch einmal zum Vorlesenachmittag einlädt. Im Idealfall kooperieren und profitieren die Kita und ihr Umfeld mit- und voneinander.
 
Lernende Organisation: Es muss nicht alles perfekt sein – es kommt auch darauf an, wie offen Einrichtungen für Veränderungen sind und ob sie sich bewusst weiterentwickeln. Dazu gehört beispielsweise gemeinsam im Team zu reflektieren, aus Erfahrungen und Fehlern zu lernen und sich regelmäßig weiterzubilden. Rahmenbedingungen können sich ändern. Eine gute Kita weiß das und entwickelt sich permanent weiter, um sich auf neue Situationen einzustellen.
 
Aktuell hoffen zehn Kitas, die in diesen vier Bereichen überzeugende Arbeit leisten auf eine Auszeichnung beim Deutschen Kita-Preis. Welche von ihnen den ELTERN-Sonderpreis erhalten soll, kannst du mitentscheiden. Bis 01.06. kannst du die zehn Finalisten noch kennenlernen und für deinen Favoriten abstimmen.