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Wie redet man mit Kindern über den Tod?

Mutter spricht mit Kind über den Tod
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Gelegenheiten nutzen

Das Kind sollte lernen: Sterben gehört zum Leben

Es gibt viele Situationen, in denen Eltern mit ihren Kindern beiläufig über Tod und Sterben sprechen können. Wenn Sie in alten Fotoalben blättern und feststellen, dass Tante Maria damals so lustige Röcke angehabt hat und jetzt nicht mehr lebt. Trotzdem ist sie nicht vergessen, sie hat einen Platz im Familienalbum und in Ihrem Herzen.

Auch der Wechsel der Jahreszeiten leitet über zum Thema: Die Blumen sind alt, welken und sterben, sie vergehen in der Erde wie alle Lebewesen. Der Naturfilm, in dem ein Löwe eine Antilope reißt, zeigt: Sterben gehört dazu. Wenn Sie einen toten Vogel am Straßenrand liegen sehen, erklären Sie Ihrem Kind: Das tote Tier atmet nicht mehr. So begreifen Kinder: Der Tod ist endgültig. Und: Sie entwickeln keine Ängste, dass der verstorbene Opa unter der Erde keine Luft bekommt. Sie wissen: Ein Toter braucht keinen Sauerstoff. Wenn ein Haustier stirbt, beerdigen Sie es gemeinsam. Bei all diesen Gelegenheiten merkt Ihr Kind: Sterben gehört zum Leben, genauso wie geboren werden, streiten, lieben, lernen ...

Zu Beerdigungen mitnehmen

Eine Beerdigung ist eine gute Gelegenheit, Kinder von Verstorbenen Abschied nehmen zu lassen - und gleichzeitig ein Anlass, bei dem sie spüren, dass sie Teil einer großen Gemeinschaft – der Familie - sind. Allerdings sollte es jemanden geben, der sich um die Kinder kümmert, sich Zeit nimmt und Fragen beantwortet. Wenn Eltern dazu nicht in der Lage sind, weil sie zum Beispiel noch selbst in Trauer gefangen sind, kann ein vertrauter Verwandter diese Aufgabe übernehmen.
Es ist nicht schlimm, wenn Ihre Kinder Sie weinen sehen. Aber Sie sollten Ihre Tränen erklären: "Ich muss weinen, wenn ich an meinen Papa denke, euren Opa. Ich bin traurig, weil er mir fehlt." Sie können auch mehr sagen: "Aber ich bin sicher, dass es ihm jetzt gut geht, weil er jetzt keine Schmerzen mehr hat." Oder: "Wenn ich daran denke, wie gern Opa Späße gemacht hat, freue ich mich über die schönen Erinnerungen."
Im Prinzip ist es einfach: Ihr Kind braucht Wahrheit und Sicherheit. Beides können Sie vermitteln, indem Sie ihm sinngemäß sagen: "Alle Menschen und alle Tiere müssen sterben. Aber bis wir sterben, dauert es noch ganz lange. Jetzt ist das noch kein Thema für uns, kein Grund zur Sorge. Wir leben jetzt und haben Spaß zusammen."