Förderprogramm für Unternehmen
 
Ministerium fördert mehr Kita-Plätze und Ferienbetreuung von Grundschülern

Das Förderprogramm „Betriebliche Kinderbetreuung" wird nach drei Jahren Pause aus der Versenkung geholt. Ab sofort können Unternehmen wieder Fördermittel für neue Plätze in der betrieblichen Kindertagesbetreuung, aber auch in der Kindertagespflege, bei der situationsbedingten Ausnahmebetreuung – und zum ersten Mal auch bei der Ferienbetreuung beantragen.

Betriebliche Kinderferienbetreuung, ein männlicher Lehrer unterrichtet Grundschulkinder in Computertechnik
iStock, South_agency

„Viele Unternehmen würden gerne mehr tun, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im eigenen Betrieb zu verbessern – aber sie können es nicht alleine stemmen. Wir wollen diesen Unternehmen den Einstieg in die betriebliche Kinderbetreuung mit unserem Förderprogramm erleichtern", so Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

Wer kann jetzt was beantragen?

Das Förderprogramm richtet sich daher in erster Linie an kleine und mittlere Unternehmen, die ihren Standort in Deutschland haben und oft nicht so einfach einen betriebsinternen Kindergarten auf die Beine stellen können. Es ist deshalb auch eine Kooperation mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privaten Trägern möglich, um Unternehmen bei der Bereitstellung von Betreuungsplätzen zu unterstützen. Während des Förderzeitraums können Unternehmen bis zu 9.600 Euro pro Betreuungsplatz erhalten.

Was jetzt neu dazu kommt: die Förderung von betrieblichen Ferienbetreuungsangeboten für Grundschulkinder. Für jeden neu geschaffenen Platz werden den Unternehmern hier pro Tag und Kind 25 Euro als Zuschuss gewährt.

Ziel des Programms soll es sein, weitere Anreize für eine zukunftsorientierte Personalpolitik zu setzen, die die Bedürfnisse von Arbeitnehmer*innen mit Kindern besser erfüllt. „Für viele Beschäftigte ist es sehr wichtig, dass Arbeit und Familienalltag zusammenpassen. Familienfreundlichkeit ist für Unternehmen längst kein nice-to-have mehr, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil, wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen und auch zu halten“, so die Familienministerin in ihrer Erklärung.

Insgesamt stehen bis Ende 2022 neun Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Weitere Informationen zum Programm findest du auch auf der Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

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