Persönlichkeit
 
Wie selbstbewusst ist mein Kind?

Selbstbewusst, durchsetzungsstark und teamfähig - so wünschen sich Eltern ihre Kinder. Hier sind die zwölf besten Strategien, damit auch Ihre Kinder diese Eigenschaften entwickeln können.

Persönlichkeit: Wie selbstbewusst ist mein Kind?
iStock, AleksandarNakic

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Niemand kann Selbstwertgefühl besser vermitteln als die Eltern

Die ersten Jahre geht es darum, immer Erster zu sein

Stellen Sie sich vor, es stünde in Ihrer Macht, Ihrem Kind eine wichtige Eigenschaft zu schenken, die ihm ein sinnvolles, glückliches, erfolgreiches Leben ermöglicht. Welche wäre das?
Selbstwertgefühl, sagen Experten. Nichts stärkt ein Kind mehr als das Wissen: "Ich bin wunderbar. Niemand ist so wie ich." Und niemand kann dieses Gefühl besser vermitteln als Eltern.

Um sich selbst einzuschätzen, müssen Kinder zunächst ihr Wissen und Können, ihren Besitz und ihr Aussehen mit anderen vergleichen. Die ersten zwölf Jahre geht es ständig darum, wer mutiger, klüger, stärker und vor allem, wer "Erster" ist. In dieser Phase beobachten Kinder genau, was ihnen andere rückmelden: "Du bist tüchtig, klug, fleißig." Oder: "Du bist dumm."

Erst mit Beginn der Pubertät kommen sie allmählich zu einer eigenen, realistischen Einschätzung von Stärken und Schwächen. Und je genauer, sachlicher, zuversichtlicher diese ausfällt, desto besser sind sie als Teenager Krisen und Herausforderungen gewachsen.
Wir haben wichtige Forschungsergebnisse zusammengetragen, damit Sie Ihr Kind dabei unterstützen können, ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln und zu einer verantwortungsvollen, mutigen, widerstandsfähigen und liebenswerten Persönlichkeit heranzuwachsen.

Strategie 1: Starke Eltern haben starke Kinder

Laut einer Studie der Universität Kalifornien bringen Eltern von Kindern mit hohem Selbstwertgefühl ihrem Nachwuchs täglich mehrere Beweise der Zuneigung und Anerkennung entgegen. Sie gehen demokratisch mit ihren Kindern um, hören sich ihre Meinung an und nehmen sie ernst. Gleichzeitig sind sie weniger nachsichtig, konsequenter und eindeutiger, was ihre Erwartungen betrifft. Eine liebevolle und strenge Erziehung, so die Wissenschaftler, bekommt Kindern am besten.

Strategie 2: Selbstbewusst durch Oma und Opa

Enkel steigern bekanntlich das Selbstwertgefühl von Großeltern. Weniger bekannt ist, dass der regelmäßige Kontakt mit Großeltern oder anderen alten Menschen dazu beitragen kann, dass Kinder und Heranwachsende sich besser im Leben zurechtfinden.
Sozialpsychologen vermuten, dass die grundsätzlich positive Haltung den Enkeln gegenüber der Grund dafür ist: Großeltern hören geduldig zu und respektieren Ansichten der Enkel, auch wenn sie diese nicht unbedingt teilen. Die Enkel wiederum sind anderen Lebensanschauungen und Wertvorstellungen gegenüber aufgeschlossen, früher in der Lage, eigene Positionen zu vertreten, und bewegen sich sicherer in der Welt der Erwachsenen.

Strategie 3: Selbstlosigkeit schenkt Zuversicht

Kinder, deren Eltern trotz der vielen Probleme auf dieser Welt optimistisch bleiben und sich dafür einsetzen, dass sie ein besserer Platz wird, sind mutiger und zuversichtlicher, seltener krank und später erfolgreicher als Kinder von pessimistischen Eltern. Das haben finnische Sozialwissenschaftler herausgefunden. Gut, wenn (ehrenamtliches) Engagement ein Teil des Familienlebens ist.

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