Freundschaften
 
Mädchen-Freunde, Jungs-Freunde

Freundschaften bedeuten Mädchen und Jungen zwar gleich viel, doch aus ganz unterschiedlichen Gründen. Mädchen wollen mit ihrer Freundin über alles reden und alles teilen, Jungs suchen das Abenteuer, wollen sich messen.

Freundschaften: Mädchen-Freunde, Jungs-Freunde

Melanie versteht die Welt nicht mehr. Weinend liegt die Zwölfjährige auf ihrem Bett, drückt sich die Kopfhörer auf die Ohren und hört traurige Lieder. Melanie hat Liebeskummer. Zumindest fühlt es sich so an. Dabei geht es gar nicht um einen Jungen, sondern um Laura, Melanies beste Freundin. Laura hat eine Neue. Plötzlich trifft sie sich nur noch mit diesem Mädchen aus dem Reitstall, kennt kein anderes Thema mehr außer Pferde und behandelt Melanie wie Luft.

Unzertrennliche Freundinnen

Freundschaften unter Mädchen dulden keine Konkurrenz

Dabei waren die beiden seit der dritten Klasse unzertrennlich, schlenderten jede Pause Arm in Arm in den Hof und trafen sich fast täglich nach der Schule. Das kann Melanie jetzt abhaken. Am liebsten würde sie die Klasse wechseln, oder noch besser die Schule. "Lass die, es gibt doch genügend andere Mädchen!" meint ihr Bruder. Der hat ja keine Ahnung. Die beste Freundin lässt sich nicht ersetzen.

Das findet nicht nur Melanie. Das meinen auch andere Mädchen, egal ob sie fünf, zehn oder Fünfzehn sind. "Mit meiner besten Freundin kann ich über alles reden", sagen sie, oder "wir sind uns so ähnlich" und "ihr kann ich total vertrauen". Mädchen wollen alles teilen. Weil diese Vertrautheit mit mehreren gleichzeitig kaum möglich ist, konzentrieren sie sich auf eine Lieblingsfreundin. Mädchenfreundschaft duldet keine Konkurrenz.

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