Freundschaften
 
Mädchen-Freunde, Jungs-Freunde

Jungen dagegen legen es auf Konkurrenz an - auch in ihren Freundschaften: Wer schafft es, mit dem Skateboard über die Holz-Kiste zu springen? Wer kann den Flieger ohne Hilfe zusammenbauen? Wer traut sich, dem Lehrer die Meinung zu sagen? Um Gefühle machen Jungs keine großen Worte. Ihnen geht es um die gemeinsame Sache. Wer viele Interessen hat, hat auch viele Freunde. Tobias, 9, versteht sich mit Maxi, weil der weiß, wo und wie man coole Spiele aus dem Internet herunterladen kann. Er versteht sich auch mit Phillip, der am liebsten Mittelstürmer werden würde, und Daniel, mit dem er sich kaputt lachen kann.

Jungs suchen das Rudel

In der Latenzphase finden sich Jungen und Mädchen uninteressant

Jungen wollen nicht reden, sondern zusammen etwas erleben und sich messen. Klassische Zweier-Freundschaften sind eher selten - denn die Gruppe bietet den Vorteil, sich als Anführer profilieren zu können.

Kein Wunder, dass Mädchen und Jungen nicht miteinander können - jedenfalls nicht zwischen sechs und zwölf. In dieser sogenannten Latenzphase steht das eigene Geschlecht im Vordergrund. Jungen eifern ihren Vätern nach, die erzählen, dass sie sich einen neuen Wagen mit super Navigationssystem kaufen, oder ein schwieriges Projekt leiten werden. Entsprechend versuchen ihre Söhne, Eindruck zu schinden mit der neuen Playstation oder dem Mountainbike, das Gänge zum Abheben hat.