Geschwister
 
So wird's harmonisch

Sie wollen, dass Ihre Kinder besser miteinander auskommen? Wir zeigen Ihnen zehn Wege auf, mit denen das klappen kann.

Das können kleine Geschwister tun

Geschwister : So wird's harmonisch
  • Sich lieber schnell aus dem Zimmer verkrümeln, wenn es großen Ärger gibt - mit etwas Abstand sieht die Situation oft ganz anders aus.
  • "Entschuldigung" sagen - Gelegenheiten dazu gibt es viele, auch wenn nicht jeder Fehler absichtlich gemacht wird. Für das ältere Kind ist es trotzdem sehr ärgerlich, wenn sein Bauklotzgebäude einstürzt oder ein Puppenkleid unter dem Bett verschwindet.
  • Meins, meins, meins - Besitz macht stark. Kleinere Kinder sind deshalb oft besondern heikel mit ihren Sachen. Geben Sie Ihrem jüngeren Kind den Tipp, dem älteren von sich aus auch mal etwas anzubieten und zu leihen.
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Das können größere Geschwister tun

  • Verständnis haben. Bestärken Sie Ihr Kind darin, manchmal etwas nachsichtig mit dem Jüngeren zu sein. Betonen Sie seine Stärke, und sagen Sie ihm: "Nimm es doch nicht so krumm, es handelt sich um deine kleine Schwester - und du bist doch schon groß und kannst über so etwas hinwegsehen."
  • Eigene Rechte durchsetzen. Niemand muss immer nachgeben, nur weil er älter ist. An vereinbarte Regeln muss sich auch das jüngere Kind halten - darauf darf das ältere bestehen, wenn es ihm sehr wichtig ist.
  • Geben Sie Ihrem älterem Kind den Rat, nicht ständig mit seiner Stärke und seinen Möglichkeiten anzugeben - das sorgt beim jüngeren nur für schlechte Laune.

Das können Eltern tun:

  • Planen Sie zusammen mit Ihren Kindern Aktionen, die Spaß machen, einen Ausflug, ein Kinderfest, ein Sporttunier. Dazu müssen gemeinsam Vorschläge gemacht, Meinungen angehört und Einigungen erzielt werden - ein prima Training!
  • Sie sollten die Geschwister auch gelegentlich mal einen kleinen Etat gemeinsam verwalten lassen: für ein Geschenk für die Tante, ein Familienfrühstück, ein Vogelhäuschen. Die Kinder müssen gemeinsam planen, einkaufen und bauen.
  • Geraten Ihre Kinder beim Spielen dauernd aneinander, sollten Sie sich eine Zeit lang selbst mehr beteiligen. Sie können Konflikte dann schon im Ansatz verhindern, indem Sie die Streithähne ablenken, auseinander locken, mit Lösungsvorschlägen aus der Situation holen. Kinder übernehmen solche Friedensstrategien - auch ohne dass Sie Ihr Handeln ausführlich erklären und kommentieren.
  • Hat es schon geknallt, können Sie Ihren Kindern zeigen, wie man Konflikte löst. Stellen Sie der Reihe nach diese Fragen: Was war der Streitanlass? Wie hat sich jeder dabei verhalten? Warum kann der Streit nicht beendet werden? Was hätte man gleich am Anfang besser/anders machen können? Warum ist der Streit schlimm für dich? Bei dem Gespräch darüber muss jedes Kind seine Sichtweise erklären dürfen, ohne unterbrochen zu werden.
  • Mutter oder Vater fassen das Geschehen dann zusammen, lassen sich dabei eventuell verbessern. Dann überlegen alle gemeinsam, was passieren muss, damit es zu so einem Streit nicht mehr kommt.