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Kinder und Regeln Test: Wie konsequent bist du in der Erziehung?

Kinder und Regeln: Test: Wie konsequent bist du in der Erziehung?
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Auf den ersten Blick hat sie so gar nichts mit Liebe und Verständnis zu tun. Doch Konsequenz macht eine liebevolle Erziehung erst möglich. Mach den Test: Bist du eher der wankelmütige oder der diplomatische Typ?

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"Über Entscheidungen, die mein Kind betreffen, sprechen wir eingehend." Stimmen Sie diesem Satz zu?

  1. Ja, Kinder sollen verstehen, warum die Eltern ihre Entscheidungen so oder so treffen.
  2. Man kann nicht alles ausdiskutieren - die Regeln müssen die Eltern vorgeben.
  3. Ja, wenn mein Kind die Entscheidung nicht mit trifft, wird es sich später auch nicht daran halten.

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Stelle dir vor: Du kommst gerade gestresst aus dem Supermarkt wieder und dein Sohn will unbedingt jetzt über sein Taschengeld verhandeln. Was tust du?

  1. Mein Sohn weiß genau, dass sein Taschengeld nur jedes halbe Jahr steigt. Da gibt es keine Diskussion.
  2. Ich überlege kurz und stimme dann einer kleinen Erhöhung zu. Ein bisschen Spielraum ist doch immer drin.
  3. Ich bin viel zu müde, um mich zu streiten. Deswegen lasse ich mich auf eine Erhöhung ein. Kann aber gut sein, dass ich meine Entscheidung in einem ruhigen Moment bereuen werde.

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"Wo es keine klaren Regeln gibt, kann auch nicht verantwortlich gehandelt werden." Stimmst du diesem Satz zu?

  1. Ja, Kinder sollen verstehen, warum die Eltern ihre Entscheidungen so oder so treffen.
  2. Man kann nicht alles ausdiskutieren - die Regeln müssen die Eltern vorgeben.
  3. Ja, wenn mein Kind die Entscheidung nicht mit trifft, wird es sich später auch nicht daran halten.

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Stelle dir vor: Das Zimmer deines Kindes könnte mal wieder etwas Ordnung vertragen. Hilfst du beim Aufräumen?

  1. Ja, und das tue ich auch bewusst.
  2. Ja, manchmal mache ich es aber auch schnell allein, ohne etwas zu sagen.
  3. Kommt ganz darauf an. Manchmal helfe ich auch - dann geht's schneller.

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"Manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich meinem Kind so viel Freiheit lasse." Trifft dieser Satz auf dich zu?

  1. Nein, ich handle eigentlich sehr konsequent.
  2. Wenn mein Kind diese Freiheit hat, lernt es besser, als stur nach Regeln.
  3. Nein, mit Vertrauen und offenen Aussprachen komme ich mit meinem Kind sehr gut zurecht.

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"Wenn ich meine persönlichen Wünsche zurückstelle, vermeide ich Widerspruch und handle sozial." Stimmst du diesem Satz zu?

  1. Ja, so denke ich auch.
  2. Das versuche ich auch. Manchmal ist es aber besser, durchzugreifen.
  3. Man handelt als Eltern sozial, wenn man die eigenen Wünsche mit denen der Kinder zu vereinbaren versucht und darüber redet.

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"Mein Kind weiß immer, was ich von ihm in bestimmten Situationen erwarte." Trifft das auf deine Familie zu?

  1. Ja, wir haben einen klaren Regelkanon in unserer Familie.
  2. Es kennt meine festen Grundsätze. Aber es weiß auch, das manche Sachen verhandelbar sind.
  3. Na ja, ich gehe auch häufig auf die Wünsche meines Kindes ein.

Auswertung:

Der sture Typ:

Dir ist klar, wie die Erziehung für dein Kind aussehen soll, und du ziehst das auch durch.

Vorteil: Dein Kind weiß deshalb ganz genau, woran es bei dir ist.

Nachteil: Etwas zu kurz kann dabei aber die Anleitung zur Kompromissfähigkeit kommen. Dein Kind erfährt nicht, dass es auch gewinnen kann, wenn es sich für seine Belange einsetzt. Diese Erfahrung braucht es aber, um selbstbewusst und durchsetzungsfähig zu werden.

Tipp: Erlaube bewusst Ausnahmen von der Regel (im Verhältnis 1:10), bleibe bei Erziehungsthemen, die dir sehr wichtig sind, bei Ihrer Linie. Aber schaffe Felder, auf denen dein Kind verhandeln darf.

Der diplomatische Typ:

Nicht alles ist Verhandlungssache. Aber vieles. Das bringst du deinem Kind bei.

Vorteil: Dein Kind weiß, dass du bei deiner Meinung bleibst, wenn dir Dinge wichtig sind. Es erfährt aber auch, dass du mit dir reden lässt, ihm zuhörst und dich von guten Argumenten überzeugen lässt.

Nachteil: Dein Kind könnte dazu neigen, Entscheidungen, die außerhalb deiner Familie - zum Beispiel in der Schule oder unter Freunden - fallen, ebenfalls in Frage zu stellen.

Tipp: Bleibe bei deiner Linie, dann hat dein Kind gute Chancen, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es wird sich durchsetzen können, aber auch - wenn nötig - zurückstecken können.

Der nachgiebige Typ:

Du willst es dir mit deinem Kind nicht verderben. Harmonie in der Familie ist dir wichtiger als das Befolgen von Regeln und Erziehungsprinzipien

Vorteil: Dein Kind hat sicher viel Spaß mit dir und fühlt sich wohl.

Nachteil: Es läuft Gefahr, außerhalb der Familie anzuecken, weil es nicht gewohnt ist, Wünsche zurückzustellen oder sein Verhalten anzupassen.

Tipp: Die Liebe eines Kindes zu seinen Eltern ist sehr groß. Du kannst es dir gar nicht so schnell mit ihm verderben, wie du vielleicht befürchtest. Wenn du ihm nicht alles erlauben und nicht mit jedem Verhalten einverstanden bist, wird es vermutlich zunächst aufbegehren. Halte es aus, dann bereitest du es gut auf sein weiteres Leben vor, in dem es um Kompromisse nicht herumkommen wird.

Der wankelmütige Typ:

Hü und hott - Konsequenz ist bei dir Nervensache. Mal stehst du zu dem, was du sagst. Dann wieder geht die große Linie im anstrengenden Alltag unter. Für dein Kind kann das verwirrend sein, es weiß nie genau, wie sein Verhalten bei dir ankommt. An einem Tag zeigst du dich streng und unnachgiebig, am nächsten wächst dir die Erziehungsarbeit über den Kopf, und du lässt deinem Kind alles durchgehen.

Tipp: Kinder brauchen kraftvolle Eltern. Überlege, wie du langfristig Stress abbauen und für Entlastungen sorgen kannst. Erinnere dich an anstrengenden Tagen, wie du mit deinem Kind umgehst, wenn du nicht müde und abgespannt bist. Vertage wichtige Entscheidungen, wenn du dich einer Auseinandersetzung gerade nicht gewachsen fühlst.


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