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Indoorspielplätze Toben bei jedem Wetter


Ihr Kind braucht dringend Bewegung, aber draußen ist es richtig eklig? Hier finden Sie die schönsten Möglichkeiten fürs Toben unter Dach.

Hallen-Spaß für Klein und Groß

Indoorspielplätze: Toben bei jedem Wetter

Indoor-Spielplätze - Spaß in Großformat

Sie tragen fantasievolle Namen, sind bei Kindern äußerst beliebt und bei Eltern wegen des Geräuschpegels und der Unübersichtlichkeit eher gefürchtet. Etwa 300 Hallen-Spielplätze gibt es inzwischen, oft in ehemaligen Tennis- oder Lagerhallen. Qualität und Sicherheit sind dabei sehr unterschiedlich. Eltern sollten unbedingt genau hinsehen, bevor Sie Ihr Kind lostoben lassen.
Besondere Empfehlung: Der Hallen-Spielplatz Rabatzz in Hamburg war 2006 Testsieger bei der Stiftung Warentest, er bietet Riesen-Trampoline, Wellenrutschen, Aqua- Glider, einen Kinder-Hochseilgarten (ab 130 cm Körpergröße). Preise: Kinder unter 3 Jahre 5,50 Euro, von 3–18 Jahren 10,50 Euro, ab 18 Jahren 7,50 Euro. Hochseilgarten zusätzlich 4,20 Euro.
www.rabatzz.de.
Weitere Indoor-Spielplätze unter www.indoor-spielplaetze.de.

Skihallen - Jeden Tag Neuschnee

Zugegeben, vom CO2-Aussstoß her betrachtet sind Skihallen nicht gerade empfehlenswert. Andererseits: Wer in der Halle Ski fährt, legt keine langen Wege mit dem Auto zurück und schont die echten Berge.
Besondere Empfehlung: Der Snow Dome in Bispingen (in der Heide) mit seiner 300 Meter langen Piste, Fun-Park und zahlreichen Kursen für Kinder und Jugendliche. Preise: Kinder unter 6 Jahre frei, Tagestickets (6–12 Jahre) 23 Euro, Tagestickets (ab 13 Jahre) 37 Euro. Familientickets für zwei Erwachsene und ein Kind 73 Euro, jedes weitere Kind 17 Euro. Ausrüstung kann geliehen werden.
www.snow-dome.de.
Weitere Angebote: Das "Alpin-Center Bottrop" mit "Zwergerl"-Skikursen ab 4, www.alpincenter.de; das "Snowtropolis", Hörlitz/Brandenburg, mit Eissporthalle, www.snowtropolis.de; weitere Skihallen unter www.skihallen-deutschland.de.

Kletterhallen - gut gesichert hoch hinaus

Nicht alles, was Kinder lieben, ist gesund. Klettern schon: Es schult die Koordination, fördert Kraft, Ausdauer, Mut und Risikobewusstsein. Voraussetzung ist natürlich, dass die Kinder von geschultem Personal vernünftig angeleitet werden.
Besondere Empfehlung: "XXL-Klettern" in Dresden. In der wirklich riesigen, sehr gut ausgestatteten Halle gibt es alles für kletterfreudige Kinder, vom Schnupperkurs (eine Stunde 20 Euro) über Kletterkurse bis zur Geburtstagsfeier. www.xxl-klettern.de.
Weitere Möglichkeiten: "Vertical World" in Kassel bietet einen Eltern-Kind-Kletterkurs an: z:B. ein Elternteil + 1-2 Kinder 45 € ( 2 Std., inkl. Gurt, Kinder im Alter von 5 – 15 Jahren ) www.verticalworld.de.
Die T-Hall-Kletterhalle in Frankfurt/Main bietet sonntags Schnupperklettern ab 4 Jahre, www. t-hall.de.
Weitere Infos: www.alpenverein.de.

Tauchen - Abtauchen im warmen Wasser

Die Vorstellung, unter Wasser atmen zu können, fasziniert Kinder und Erwachsene. Als richtiges Hobby ist das Tauchen aber aus Sicherheitsgründen erst für Jugendliche geeignet. Schnupperangebote und Einführungs-Tauchkurse werden aber hin und wieder von Tauchclubs in Schwimmbädern angeboten, allerdings muss man sich für solche Angebote fast immer anmelden.
Besondere Empfehlung: Der Dive4Life-Tauchturm in Siegburg. 20 Meter tief, 18 Meter im Durchmesser und mit 26 Grad warmem Wasser gefüllt bietet er Plattformen in verschiedenen Tiefen, dazu künstliche Ruinen und ein Höhlensystem. Schnupperstunden für Kinder ab 10 Jahre und Erwachsene täglich, Preis 56 Euro (für Frühbucher 51 Euro) inkl. Ausrüstung. Mehr Infos unter www.dive4life.de

Kindergeburtstag: Wer haftet, wenn etwas passiert?

"Liebe Anna, ich lade Dich herzlich zu meinem Geburtstag in der Kletterhalle ein." Nur eine Einladung unter Kindern? Nein, auch ein stillschweigender Vertrag zwischen den Eltern: Wer zum Kindergeburtstag einlädt, auch mündlich, übernimmt die Aufsichtspflicht für die kleinen Gäste. Und haftet, wenn etwas passiert. Dies gilt übrigens auch für die Helfer, die mit auf die Geburtstagsgesellschaft aufpassen. Betritt die Gruppe das Schwimmbad oder den Klettergarten, bleibt diese Haftung bestehen, selbst wenn ein Bademeister oder Trainer mit aufpasst. Ausnahme: Ist ein Spiel- oder Sportgerät ungesichert oder defekt, und der Unfall passiert aus diesem Grund, haftet der Betreiber der Anlage.

Fazit: Ohne Haftpflichtversicherung sollte man weder einen Kindergeburtstag ausrichten noch bei einem helfen. Was aber nicht heißt, dass die Versicherung jeden Schaden ausgleicht: Eine Haftpflichtversicherung zahlt nur dann, wenn der Versicherte Schuld an dem Schaden trägt. Hat die Aufsichtsperson alles richtig gemacht, es passiert aber trotzdem ein Unglück, haftet sie nicht. Und deshalb zahlt dann auch ihre Versicherung nicht.

Indoor-Spielplätze: Kein ganz ungefährlicher Spaß

Kinder bekommen schon beim Gedanken an die Tobe-Landschaften leuchtende Augen, Kinderärzte dagegen haben vor allem die Risiken im Blick. Dr. Stefanie Märzheuser, Kinderchirurgin und Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder e. V.", nennt die Gefahren beim Namen.
Ihre Kinder sind zwölf, acht und sieben Jahre alt. Waren Sie mit ihnen schon auf Indoor-Spielplätzen?
Ja, mit den beiden Kleinen, aber nicht aus freien Stücken. Wenn meine Kinder zu Geburtstagen eingeladen werden, die auf solch einem Spielplatz stattfinden, erlaube ich es. Allerdings nur, wenn ich den Spielplatz vorher gesehen habe.
Woran können Eltern erkennen, ob ein Indoor-Spielplatz weitgehend sicher ist?
Am besten beantworten Sie sich die folgenden Fragen: Wie viele Mitarbeiter stellt der Betreiber an, um darauf zu achten, dass nicht mehrere Kinder auf einem Trampolin hüpfen? Sind die Kinder gegebenenfalls richtig angeschnallt und schauen achten sie darauf, dass die Hüpfburg nicht überfüllt ist? Gibt es bei jedem Spielgerät eine zwei Meter breite Umrandung aus federnder Unterlage? Ist die Treppe der Halle gefährlich für kleinere Kinder?
Und wie können Eltern Unfällen vorbeugen?
Sie sollten den Spielplatz nach dem Alter des Kindes auswählen. Alle wollen, dass ihr Kind besonders leistungsfähig ist und überfordern es damit leicht. Das führt zu Unfällen! Außerdem sollte die Kleidung keine Schnüre, Kordeln, Schleifen haben, an denen das Kind hängenbleiben kann. Und Eltern sollten die Heimreise antreten, bevor das Kind völlig erschöpft ist. Müde Kinder sind weniger geschickt und stürzen schneller.
Was sind die typischen Verletzungen?
Am häufigsten behandeln wir Knochenbrüche, vom simplen Armbruch bis zu komplizierten Gelenkbrüchen. Typisch sind auch eingequetschte Finger und Amputationen von Fingerkuppen, da gerade kleine Kinder neugierig überall hineinfassen.
Warum passiert in den Hallen mehr als auf öffentlichen Spielplätzen?
Weil die Spielgeräte vor allem nach dem Spaßfaktor zusammengestellt werden. Sicherheitskriterien spielen dabei meist eine weit geringere Rolle als etwa bei Spielplätzen der Gemeinden.
Und wenn die Geräte TÜV-geprüft sind?
Der TÜV prüft nur die "technische Sicherheit" des Geräts. Aber Kinder benutzen Spielgeräte oft anders als vorgesehen, rutschen, schaukeln und hüpfen nicht nach Vorschrift. Das kann kein TÜV-Siegel verhindern.


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