Schulwahl
 
Häufige Elternfragen zum Schulwechsel

Die Wahl der richtigen Schule fällt Eltern häufig schwer: Wie reagieren, wenn die Schule einen schlechten Ruf hat? Soll das Kind mitentscheiden dürfen, auf welche Schule es gehen will? Auf diese und weitere Fragen finden Sie hier Antwort.

Soll mein Kind selbst entscheiden, welche Schule es besuchen möchte?

Schulwahl: Häufige Elternfragen zum Schulwechsel

Da wäre es überfordert. Kinder können die Tragweite ihrer Entscheidung nicht abschätzen. Sie haben als Eltern die Erfahrung, die Informationen und damit auch den besseren Überblick.

Hat man heute ohne Abi noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt?

Grundsätzlich gilt: Mit guten Schulleistungen kommt man immer weiter aber ohne Abschluss hat man schlechte Karten. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Kind eine Schule besucht, auf der es nicht überfordert ist und somit einen guten Abschluss schaffen kann - das kann dann auch ein guter qualifizierter Hauptschulabschluss sein.

Die Freunde meines Kindes gehen aufs Gymnasium. Kann ich es da auf die Realschule schicken?

Auf jeden Fall. Bei einem Schulwechsel werden die Karten ohnehin immer neu gemischt. Oft entzweien sich ehemals gute Freunde, auch wenn sie in derselben Klasse sind. Neue Freundschaften entstehen, auch weil Interessen sich verändern.

Die Hauptschule in unserer Nähe hat einen verheerenden Ruf. Soll ich mein Kind trotzdem hinschicken?

Der Ruf einer Schule kann leicht ruiniert werden. Da genügt eine Schlägerei, ein Drogendelikt, ein schlechter Lehrer. Aber gerade Schulen, deren Ruf im Moment nicht der beste ist, bemühen sich, ihn zu verbessern und bieten dann vielleicht sogar die bessere Pädagogik an. Falls Sie sich dennoch unsicher sind, sollten Sie einen Termin mit dem Rektor der Schule vereinbaren. Im Gespräch können Sie Ihre Bedenken äußern und erfahren auch, was er unternimmt, um Mißstände zu beheben.

Uns gefällt die Schule im Nachbarort besser. Können wir unserem Kind den weiteren Weg zumuten?

Fast immer gilt: Die nächstliegende Schule ist die beste Schule. Es müssen schon schwerwiegende Gründe dafür sprechen, Zehnjährige täglich auf lange Fahrten zu schicken. Frühmorgens im Winter kann das für Ihr Kind ganz schön hart sein. Im Zweifel deshalb immer die nahe Schule wählen. Außerdem hat Ihr Kind dann auch Schulfreunde in der Nähe, mit denen es sich nachmittags unkompliziert treffen kann.