Gymnasialempfehlung
 
Eltern mit Abi - Kind auch?

Nach vier Jahren Grundschule ist es soweit: Schulwechsel! Aber ist die Empfehlung eigentlich immer gerecht? Bei der Versetzung auf das Gymnasium spielen oft soziale Hintergründe eine große Rolle - belegt jetzt eine neue Studie.

Versetzung auf das Gymnasium: Wie gerecht wird entschieden?

Gymnasialempfehlung: Eltern mit Abi - Kind auch?

"Akademikerkinder kommen einfacher aufs Gymnasium als Arbeiterkinder." Was ist dran an dem Vorurteil? Stimmt es wirklich, dass bei der Versetzung auf das Gymnasium solche Kriterien mitentscheiden? "Ja!", sagen Schulforscher, die schon vor anderthalb Jahren die große Iglu-Studie an deutschen Grundschulen durchgeführt haben. Mit den damaligen Ergebnissen und mit neuen Zahlen belegt Wilfried Bos, Direktor des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) in Dortmund jetzt, dass es bei der Versetzung auf das Gymnasium ungerecht zugeht - so berichtet der Spiegel. Es sei nicht nur eine Frage der Leistung, ob das Kind eine Gymnasialempfehlung bekomme, sondern liege oft schlicht an der sozialen Herkunft. In Zahlen ausgedrückt: Die Chance, dass ein Kind von Akademikern eine Empfehlung bekommt ist drei Mal größer als bei einem Arbeiterkind - und das bei gleichen Noten im Zeugnis. Das ist ungerecht, sagen die Schulforscher und fordern deshalb "pädagogischen Optimismus". Im Zweifel sollte das Kind auf das Gymnasium geschickt werden. Die Erfahrung zeige, dass viele Kinder - trotz gegenteiliger Empfehlung - die Schulzeit auf dem Gymnasium gut meistern.


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