Hautprobleme
 
Akne rechtzeitig behandeln!

Bei der photodynamischen Therapie weiß man noch nicht genug über Langzeitfolgen

Gibt es bei der Antibiotika-Einnahme keine Nebenwirkungen?
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Störungen des Magen-Darmtraktes wie Übelkeit oder Durchfälle, die aber nur bei zwei bis drei von 100 Patienten auftreten. Auch eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit ist möglich. Ich habe aber persönlich noch keinen Jugendlichen erlebt, bei dem die Therapie bei richtiger Aufklärung und Anwendung wegen solcher Nebenwirkungen abgebrochen werden musste oder der überhaupt nennenswerte schwerwiegendere Nebenwirkungen gehabt hätte.

Meiner Ansicht nach ist der Nutzen für den Betroffenen, nämlich eine lebenslang bestehende Vernarbung zu verhindern, viel größer als ein fraglicher Schaden, der auf generellen undifferenzierten Antibiotikaängsten beruht. Manchmal passiert es, dass mit Antibiotika in Kombination mit äußeren Medikamenten keine ausreichende Wirksamkeit erreicht wird. Das sollte man allerdings erst nach der empfohlenen Therapiedauer von bis zu drei Monaten beurteilen, da die Wirkung erst langsam einsetzt und die maximale Besserung erst nach diesem Zeitraum erwartet werden kann.

Gibt es andere Strategien, wenn Eltern eine Antibiotikatherapie für ihr Kind auf keinen Fall akzeptieren wollen?
In Studien erprobt man Laser- und Lichttherapien. Einige Hautärzte bieten eine Behandlung mit Blau- und Rotlicht an, das sich bei entzündlichen Akneformen als wirksam erwiesen hat. Nach vierwöchiger Behandlungsdauer kann bei einer Bestrahlungsfrequenz von zweimal pro Woche bei etwa 80 Prozent der Behandelten ein Rückgang der Pickel um 60 Prozent erwartet werden.

Die Lichttherapie wirkt in erster Linie auf die Bakterien, ein Effekt auf die Mitesser wurde nicht beobachtet. Ein anderes noch in Erprobung befindliches Verfahren ist die photodynamische Therapie. Sie kann derzeit noch nicht empfohlen werden, da man noch nicht genug über Langzeitfolgen wie etwa eine mögliche Zerstörung der Talgdrüsen weiß.