Magersucht
 
Die Sucht, dünn zu werden

Was sind die Alarmzeichen?

Die Tochter hat früher gerne genascht - jetzt verbietet sie sich mehr und mehr

Rund die Hälfte aller Kinder - zu 90 Prozent Mädchen - zwischen neun und 13 Jahren findet sich zu dick. Mehr als 30 Prozent dieser Kinder machen eine Diät, obwohl nur wenige das nötig haben. Für einige von ihnen werden von da an die Themen Gewicht, Essen und Hungern eine rigide Regentschaft über ihr Leben übernehmen. Sie sind in eine Essstörung geraten. Was Eltern da tun können? Vor allem, sagt Schnebel, die Kinder "vertrauensvoll im Auge behalten".

Also die Alarmzeichen für Essstörungen kennen, ohne jedoch das Kind ständig misstrauisch zu beäugen oder gar zu kontrollieren. "Gerade hatte ich einen Vater in meiner Beratung, der von seiner 14-jährigen Tochter berichtete, sie habe früher immer alles gegessen und auch gern genascht", erzählt der Fachmann. "Nun hat er den Eindruck, dass sie sich immer mehr verbietet. Das ist durchaus ein Alarmsignal. In jedem Fall wichtig: die Tochter behutsam ansprechen. Auf keinen Fall mäkeln oder gar schimpfen!"