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Magersucht Sehr dünn - oder schon magersüchtig?

Je dünner, desto schöner - dieses Motto wird von der Modeindustrie und Topmodel-TV-Castings vermittelt und nistet sich bei vielen jungen Mädchen und Frauen ins Gedächtnis ein. Wann aus einem figurbewussten Lebensstil eine Magersucht wird und wie Eltern erste Anzeichen einer Magersucht erkennen können, lesen Sie hier.

Magersucht - sollen Eltern diesen Verdacht aussprechen?

Magersucht : Sehr dünn - oder schon magersüchtig?
© Fuse

Wenn Eltern entdecken, dass ihr Kind zu wenig isst, machen sich die meisten große Sorgen ob es magersüchtig sein könnte. Schnell kommt Unsicherheit auf: Wieviel Kontrolle und Druck darf man auf das Essverhalten des Kindes ausüben? Soll man das Kinder überhaput auf das Thema Magersucht ansprechen?

Die Entscheidung ist schwierig, denn mischen sich Eltern nicht ein, wenn es um Magersucht geht, könnten sie den Zeitpunkt verpassen, an dem sie helfen müssen. Kontrollieren sie jedoch sie zu stark, kann das eine Essstörung verstärken. Welche Anzeichen dafür sprechen, dass Ihr Kind Gefahr läuft magersüchtig zu werden, lesen Sie hier.

Daran erkennt man Magersucht:

Alarmzeichen für eine Magersucht sind: Wenn Ihr Kind ...

  • sehr rasch abnimmt
  • gern andere mit Essen versorgt beziehungsweise aufwändig kocht und sich selbst nichts gönnt
  • von jedem Lebensmittel den Kaloriengehalt kennt
  • anfängt, Mahlzeiten abzuwiegen
  • extrem langsam isst
  • Flüssigkeiten löffelt
  • nach dem Essen häufig ins Badezimmer verschwindetv
  • vor allem im Sommer mehrere Klamotten übereinander trägt
  • nicht gern an den gemeinsamen Mahlzeiten teilnimmt ("Ich habe schon gegessen!")
  • übermäßig Sport treibt
  • oft gereizt reagiert

Magersucht: Hier finden Eltern Informationen und Hilfe

Eltern, die beunruhigt sind, weil ihre Tochter zum Beispiel auffallend schlank ist, augenscheinlich abgenommen hat, Mahlzeiten auslässt, Diäten macht, exzessiv viel Sport treibt oder sich übermäßig um ihre Figur sorgt, können sich an das Studienteam von Professor Corinna Jacobi wenden: Ansprechpartnerin sind die Diplom-Psychologen Ulrike Völker und Diplom-Psychologe Robert Richter. Zu erreichen unter der Telefonnummer: 0351/463-38578, oder per Mail unter: rrichter@psychologie.tu-dresden.de. Weitere Informationen gibt es auch online unter: www.eatinfo.psych.tu-dresden.de

Im Vorsorgeprogramm "E@T" (Eltern als Therapeuten) erfahren Eltern in kurzen informativen Texten, Audio- und Video-Elementen zum Beispiel den Unterschied von normalem und problematischem Essverhalten und erhalten praktische Tipps, um die Kommunikation mit ihren Kindern zu verbessern. Ein Online-Diskussionsforum gibt die Möglichkeit, anonym mit anderen Eltern in Kontakt zu treten.

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