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Neue Studie Rote Karte für Rotstifte

Rot gilt als Farbe der Liebe - aber nicht unter der Klassenarbeit! Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Lehrer bei ihren Korrekturen besser andere Farben verwenden sollten. Was denken Sie?

Rot macht Lehrer unsympathischer

Neue Studie : Rote Karte für Rotstifte
© Jupiterimages, Creatas Images

Weg mit dem Rotstift, so kann man das Ergebnis einer aktuellen Studie zusammenfassen, die Richard Dukes und Heather Albanesi von der University of Colorado in Colorado Springs durchgeführt haben. Ihr Ergebnis: Wenn Kommentare, Korrekturen und Noten in Rot am Aufsatz stehen, lässt das offenbar unbewusst das Ansehen des Lehrers in den Augen der Schüler sinken. Vor allem für die Sympathie- Punkte bringt ein Rotstift düstere Aussichten.

Rot brüllt den Leser an

Hinter dem Farbeffekt stecken vermutlich unbewusste Assoziationen, die man mit Rot verbindet, erläutern die Soziologen. Zwar gilt Rot als Farbe der Liebe und der Leidenschaft, aber auch als die von Blut und dem Bösen. Sie signalisiert "Stopp!", ist ein Warn- und Alarmzeichen, mahnt zur Vorsicht, kennzeichnet Fehler und kann Ärger, Verlegenheit und Schuld markieren. Kurz: Rot ist eine Farbe, die emotional stark aufgeladen ist. Wer also etwas in Rot schreibt, erzielt damit einen ähnlichen Effekt wie jemand, der eine Nachricht komplett in Großbuchstaben formuliert oder jedes Wort unterstreicht - er brüllt seinen Leser an. Logisch, dass das für eine gute Lernbeziehung abträglich ist. Warum also nicht mit Blau oder Grün korrigieren?

Was denken Sie?

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