Mode
 
Schulpulli kontra Markendruck

Bundesweit gab es schon an vielen Schulen Versuche mit Schulkleidung. Warum sie sich selten durchsetzen und weshalb sich das Ausprobieren trotzdem lohnen kann.

Die Situation

Mode: Schulpulli kontra Markendruck

Freie Kleiderwahl ist für viele Schüler, Lehrer und Eltern vor allem mit Stress verbunden. Dafür sorgen Markendruck, soziale Ausgrenzung und Ärger mit bauchfreien T-Shirts. Schulkleidung würde alle diese Probleme auf einmal lösen, meinen die Befürworter. Ihre Gegner denken bei Begriffen wie "Einheitlichkeit" oder "Uniform" an Gleichmacherei und Fremdbestimmung.

Früher fehlte es vielen Schüler wirklich an Lebensnotwendigem, heute wird auf hohem Niveau gelitten: Es geht um die fehlenden Puma- Schuhe, die zu teure MissSixty-Jeans oder Longchamps-Tasche. Das sind Luxusprobleme, und trotzdem leiden die heutigen Schüler nicht weniger unter den Entbehrungen als ihre Großeltern damals unter jenen ihrer Schulzeit. Früher hatte kaum jemand etwas. Heute haben Schüler das Gefühl: "Nur ich kann nicht mithalten." Wie stark der Druck für viele ist, wird klar, wenn Jugendliche über dieses Thema diskutieren: Die meisten plädieren für die Einführung von Schulkleidung.

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