Zeugnis
 
Schlechte Noten bitte nicht überbewerten!

  • Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst! Es ist sehr schwer, schlechte Noten einzustecken. Es bedeutet, Tränen und vielleicht sogar blöde Kommentare runterzuschlucken - zu Hause fliegt aber dann trotzdem die Tür mit einem Knall ins Schloss und der Ranzen in irgendeine Ecke. Kleinere Mädchen und Jungen brauchen jetzt nichts so sehr wie liebevolle Arme, die sie ganz festhalten, und eine Stimme, die ihnen ins Ohr flüstert: "Kopf hoch, mein Schatz! Von einer schlechten Note lassen wir uns doch nicht unterkriegen!"

    Erste Hilfe bei älteren Schülern leistet zum Beispiel ein heißer Kakao oder eine halbe Stunde Musikhören im Kinderzimmer. Sind die heftigsten Gefühlstürme verebbt, wünschen sich auch die "Großen" Mitgefühl und Gespräche.


  • Verzichten Sie auf Vergleiche! So lernt Ihr Kind, sich über seine eigene Leistung zu freuen. Außerdem muss es keinen Neid empfinden, wenn es selber schlechte Noten geschrieben hat.

Zensuren hängen auch vom Lehrer ab

Noten wirken so sachlich, dass sie darüber hinwegtäuschen, wie wenig sie aussagen. Sie zeigen lediglich, wo eine bestimmte Lehrerin einen bestimmten Schüler einordnet. Mehr nicht! Schon bei Lehrer X in Klasse Y könnte das anders aussehen. Zeit also, den Wert der Noten runterzuschrauben und das Kind in den Mittelpunkt zu rücken.

Buchtipp:

"Ermutigungen. Nicht Zensuren", Heide Bambach, Libelle Verlag, 15 Euro