Wissen
 
Lernen leicht gemacht

Strategie Vier: So bleiben Zahlen, Daten und Fakten sicher hängen

Die Loci-Methode (von lateinisch locus für Ort/Platz) wurde bereits von griechischen und römischen Rednern benutzt. Die hatten herausgefunden, dass sich eine Abfolge von Inhalten gut anhand eines innerlich vorgestellten vertrauten Weges merken lässt:

  • Weg mit markanten Plätzen unterschiedlichen Charakters auswählen und aufmalen (Bäckerei, große Kreuzung, Bolzplatz, Altglascontainer etc.). Bewährt haben sich sieben bis neun Stationen bis zum Ziel. Diese Menge entspricht der natürlichen Aufnahmefähigkeit des Gehirns.
  • Innerlich die Orte der Reihe nach aufsuchen und jeweils eine Lerneinheit ablegen.

  • Mehrfach den Weg abschreiten, Ort und Lernstoff miteinander verknüpfen.
  • In der Prüfungssituation in Form eines geistigen Spaziergangs die Plätze wieder aufsuchen. Die Erinnerung an das dort Abgelegte stellt sich wie von selbst ein.
  • Damit die Orte wieder verwendet werden können, sollten sie nach einer Prüfung gesäubert werden. Dazu in der Fantasie noch einmal mit einem imaginären Besen ablaufen und auskehren.
  • Lernstrategie Fünf: Das bringt Struktur und Übersicht in den Lernstoff

    Einen Spickzettel schreiben! Durch den kreativen Prozess der Bewertung und die Gliederung des Stoffes werden das Gedächtnis mit dem Wissen gefüllt und die logischen Zusammenhänge verstanden. Durch die optische Darstellung in Tabellen, Formeln, Skizzen und Listen erhält das geistige Auge reichlich Futter, sodass eine Art innerer Spickzettel abgespeichert wird. Um einen guten Spicker zu schreiben, muss man fünf Fragen beantworten:

  • 1. Was muss ich wissen?

  • 2. Wo sind meine Lücken?

  • 3. Welche Eselsbrücken kann ich bauen?

  • 4. Wie fasse ich den Stoff kurz und sicher zusammen?

  • 5. Wie kann ich ihn noch kürzer formulieren?

  • Wer alle Antworten kennt, hält einen perfekten Spickzettel in der Hand, der gar nicht mehr benötigt wird, weil alles Wichtige im Kopf ist. Garantiert.