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Unterwegs sein Urlaub mit Bauch? Ein Traum!

Möchten Sie mit Ihrem Partner in einem romantischen Hotel die Zweisamkeit genießen? Oder Ihre Lieblingsstadt besuchen? Nur zu! Mit unseren Tipps wird es garantiert ein Traumurlaub während der Schwangerschaft!

Wann ist die ideale Reisezeit für Schwangere?

Urlaub in der Schwangerschaft
© Thinkstock - fcscafeine

Die beste Reisezeit liegt zwischen dem fünften und siebten Monat. Denn Übelkeit und Erbrechen, die oft in den ersten drei bis vier Monaten auftreten, sind nun verschwunden. Und der Bauch lässt sich noch mit Leichtigkeit tragen.
Von Reisen im ersten Schwangerschaftsdrittel raten Ärzte dagegen oft ab. Der Grund: Solange sich der Embryo in die Gebärmutter noch nicht fest eingenistet hat, ist die Gefahr von Blutungen oder einer Fehlgeburt erhöht.
Auch die letzten acht Wochen vor der Entbindung sind für eine Reise nicht ideal. Durch den dicken Bauch wird die Beweglichkeit deutlich eingeschränkt. Hinzu kommt das Risiko, dass das Baby vielleicht zu früh kommt.

Welche Ferienziele kommen in Frage?

Am günstigsten sind Ferienorte mit Temperaturen um maximal 28 Grad

Ist ein Kind unterwegs, arbeitet der Kreislauf auf Hochtouren. Auf Urlaub in einem tropischen Klima, anstrengende Rundreisen und Abenteuerferien sollten Schwangere deshalb wegen der großen Belastung lieber verzichten. Gegen Fernreisen in exotische Länder spricht außerdem, dass die Infektionsgefahr groß ist und vorbeugende Medikamente und Impfungen, beispielsweise die Malaria-Prophylaxe, für das Baby zu riskant sind.
Keinerlei Bedenken gibt es gegen einen Urlaub in Europa. Allerdings sollten Sie auch hier südliche Ziele im Hochsommer meiden. Am verträglichsten für Schwangere und ihr Baby im Bauch sind Ferienorte, an denen die Temperaturen 28 Grad nicht übersteigen.
Bei einem Urlaub in den Bergen sollten Sie auf Gipfeltouren - auch mit der Seilbahn - verzichten. Weil der Luftdruck nach oben abnimmt, geraten Schwangere oberhalb 1.800 Metern nämlich leicht in Sauerstoffnot. Das Kind übrigens auch.

Spürt das Baby den Klimawechsel?

Was das Ungeborene sicher spürt, ist, dass es Ihnen gut geht. Positive Stimmung tut dem Ungeborenen nachweislich gut. Und: Es wird intensiv geschaukelt, wenn Sie am Strand spazieren gehen, es bekommt eine Extra-Portion Sauerstoff, wenn Sie sich viel an der Luft bewegen. Hinzu kommt: Obwohl nur etwa ein bis drei Prozent des Lichts in den Uterus gelangen, merkt das Baby die helle Sonne auf Ihrem nackten Bauch. Ungeborene sind neugierig - der Lichtreiz macht sie wach.

Welche Unterlagen braucht man?

Als werdende Mutter sollten Sie ein paar Dokumente auf jeden Fall mit einpacken:

  • Mutterpass
  • Versichertenkarte oder Auslandsreisekrankenschein
  • Außerdem ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sinnvoll.

Letzte Absicherung

Haben Sie eine Pauschalreise gebucht, schließen Sie unbedingt eine Rücktrittsversicherung ab. Lassen Sie sich außerdem am Urlaubsort durch die Rezeption Ihres Hotels die Adresse eines Frauenarztes in der Nähe heraussuchen - dann sind Sie für Notfälle gerüstet.

Vorsorgetermine, die in die Reisezeit fallen, bitte vorverlegen: Dann wissen Sie sicher, dass alles in Ordnung ist.

Und wenn das Kind im Urlaub zur Welt kommt?

Ist nicht gerade wahrscheinlich, aber auch nicht hundertprozentig auszuschließen: Das Baby kommt im Ausland zur Welt. Was nicht bedeutet, dass es damit Spanier, Italiener oder Amerikaner ist.

Früher galt für einige Staaten, zum Beispiel die USA: Wer dort geboren wurde, erhielt automatisch die Staatsbürgerschaft. Diese Regelung ist aufgehoben. Stattdessen gilt für alle Länder: Sind die Eltern verheiratet und hat ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit, so hat auch das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit - und zwar gleichgültig, wo es geboren wurde. Sind die Eltern nicht verheiratet, zählt die Nationalität der Mutter.

Übrigens: Um unbehelligt ausreisen zu können, sollte man das Neugeborene beim Konsulat oder bei der deutschen Botschaft in den Pass eintragen lassen.

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