Beckenendlage
 
Baby, dreh dich!

Muss es bei der Beckenendlage wirklich immer der Kaiserschnitt sein?

Es scheint ein inneres Programm zu sein: Sobald es in der Gebärmutter eng wird, nehmen fast alle Babys die Lage ein, die die Geburt am unkompliziertesten macht - Kopf nach unten. In der 32. Schwangerschaftswoche liegen neun von zehn Kindern richtig. Weitere fünf Prozent drehen sich bis zur Geburt. Die restlichen bleiben in der "Beckenendlage" (auch "Steißlage" genannt), wie Mediziner sagen - Kopf oben, Po unten.Ist es also mit dem Traum von einer normalen Geburt vorbei, wenn das Baby in Beckenenlage liegt? Häufig ist es so, denn eine vaginale Entbindung ist bei der Beckenendlage ein Risiko. Nur wenige Spezialisten beherrschen diese Form der Geburtshilfe, weshalb die meisten Frauenärzte angesichts eines Babys in Beckenendlage einen Kaiserschnitt empfehlen. Einige werdende Mütter akzeptieren das, andere wollen versuchen, das Baby zum Purzelbaum zu bewegen. Denn im Prinzip ist eine Wende im Bauch der Mutter möglich - aber nur, wenn nicht medizinische Gründe dagegen sprechen.Die Bielefelder Hebamme Christine Graf, die sich seit zehn Jahren auf Babys in Beckenendlage spezialisiert hat, weiß, "dass man nur selten wirklich klären kann, warum das Baby falsch liegt". Nach ihrer Erfahrung spielen bei Schwangerschaften mit einem Baby in Beckenendlage seelische und körperliche Belastungen eine größere Rolle, als viele Frauen annehmen.

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