Schwangerschaft
 
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schwangerschaft

Der Schwangerschaftstest war positiv - doch in die Vorfreude auf das Baby mischen sich viele Fragen: Sieht man es mir schon an? Verändert sich unsere Beziehung durch die Schwangerschaft? Wir haben die wichtigsten Antworten für Sie.

Kann es sein, dass man es mir schon ansieht?

Schwangerschaft: Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Schwangerschaft

So ein Strahlen, das von innen kommt. Den Bauch nicht eingezogen wie sonst, sondern selbstbewusst und voller Vorfreude in die Pole Position gebracht. Manchmal streicht die Hand gedankenverloren darüber - doch, man kann es sehen, wenn Frauen glücklich schwanger sind. Schwangerschaftshormone verändern: Östrogen macht die Haare glänzend schön, Progesteron sorgt dafür, dass alles weicher und nachgiebiger wird: das Gewebe, der Muttermund und auch die Seele. Deshalb sind werdende Mütter besonders gefühlvoll, brechen schnell in Tränen aus - aber haben eben auch dieses Strahlen, das nicht zu übersehen ist.

Welche Gewohnheiten muss ich jetzt ändern?

Keine Sorge: Als werdende Mutter müssen Sie nicht unter der Glasglocke leben. Es reicht, wenn Sie bei einigen Dingen ein wenig aufpassen. Welche das sind, sehen Sie in unserer Bildershow:

In der Schwangerschaft lieber vorsichtig sein:

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Vor dem Test einmal zu viel getrunken - schlimm?

Die reine Lehre heißt: schon bei geplanter Schwangerschaft auf Alkohol verzichten. Denn das Baby bekommt die Giftstoffe eins zu eins mit. Zellteilung, Anlage und Entwicklung seiner Organe können gestört werden. Die gute Nachricht ist: In den ersten beiden Wochen nach der Zeugung verfährt die Natur nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Nur ein zu dieser Zeit gesunder Keimling wächst. Sind die Zellen durch Alkohol, Medikamente, Nikotin oder Krankheiten geschädigt, teilen sie sich nicht weiter. Dann kommt es zu einer sehr frühen Fehlgeburt, die wie eine verspätet einsetzende Menstruation erlebt wird. Geht die Schwangerschaft weiter, ist das der beste Beweis, dass dem Fötus der promillelastige Abend nicht geschadet hat. Aber ab jetzt gilt: Baby trinkt mit. Deshalb feiert Mama in den nächsten Monaten mit alkoholfreien Drinks!

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Ist unsere Liebe stark genug fürs Baby?

Es ist Unsicherheit, vielleicht ein wenig Eifersucht. Auf jeden Fall die plötzliche Erkenntnis: Da sind zwei, die sich ganz nahe sind. Das wachsende Leben im Bauch ist ein so schönes Frauenprivileg, dass viele Männer sich zunächst als Außenseiter fühlen. Sie fürchten um die Exklusivität ihrer Beziehung zu der Frau, die sie lieben. Und auch um ein Stück Freiheit. Verantwortung für ein winziges Leben zu übernehmen, dass einen ganz und gar braucht - dieser Gedanke fühlt sich für viele Männer zunächst ungewohnt an. Die Frau dagegen erlebt die Schwangerschaft von Anfang an viel konkreter. Doch auch ihr stellen sich viele Fragen, etwa: Wird er die nächsten 20 Jahre bei mir bleiben? Oder auch: Was ist mit seinen Macken, wird mein Baby sie "erben"? Aber keine Sorge: Nicht umsonst dauert eine Schwangerschaft 40 Wochen - das ist ausreichend Zeit, damit sich die erste Aufregung bei beiden legen kann. Und wenn Männer die Großartigkeit dieser Neuigkeiten erst einmal verarbeitet haben, sind werdende Papas ganz schnell auf dem Weg ins nächste Babygeschäft, schmieden genauso gerne Zukunftspläne und sind ebenso begeistert von den ersten Ultraschallbildern.

Wann sag ich's wem?

Zunächst einmal: Niemand hat ein Recht darauf, gleich von Ihrer Schwangerschaft zu erfahren. Aber wenn Sie's erzählen, achten Sie auf die Reihenfolge: Werdende Großeltern reagieren oft verschnupft, wenn sie nicht von Ihnen persönlich erfahren, dass ein Enkelkind unterwegs ist. Unschön ist auch, wenn Ihr Chef per Flurfunk davon hört. Klassische Variante: Werdender Papa, beste Freundin, werdende Großeltern und Chef vor der zwölften Woche, alle anderen danach. Warum der Chef? Weil Ihnen dann ab sofort besondere Rechte zustehen - zum Beispiel ein körperlich weniger belastender Arbeitsplatz oder Kündigungsschutz. Und warum die Dreimonatsfrist? Nach dieser Zeit sinkt das Risiko einer Fehlgeburt rapide. Für manche Frauen ein Grund, zu warten: Sie haben Angst, sonst in einer Phase der Trauer ständig angesprochen zu werden, wie sich das Baby denn entwickle.

Soll ich jetzt für zwei essen?

Nein. Schwangere Frauen verbrauchen kaum mehr Kalorien als Frauen ohne Babybauch. Sie brauchen nur etwa 180 Kalorien mehr, das entspricht etwa einem Käsebrot. Aber: Für viele Schwangere gilt selbst das nicht. Denn sie schalten jetzt einen Gang runter, gönnen sich (zu Recht) mehr Pausen und Ruhephasen. Dadurch verbrauchen sie weniger Kalorien. Wichtiger als die Frage nach dem Wieviel ist deshalb die Frage nach dem Was: Damit das Baby im Bauch optimal versorgt wird, braucht es ausreichend Milch und Milchprodukte (ein halber bis ein Liter Milch oder Milchprodukte beziehungsweise zwei bis drei Scheiben Käse am Tag), viel Obst und Gemüse sowie Brot und Getreide (am besten die Vollkorn-Varianten). Notwendige Nahrungszusätze sind Folsäure, Jod und Eisen. Ergänzungspräparate in Tablettenform gibt es in der Apotheke. Die Dosierung sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

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Leichte Schmierblutung - muss ich mir Sorgen machen?

Sie kommen häufig vor - jede fünfte Frau erlebt sie. Normalerweise sind sie kein Anlass zur Sorge. Leichte Schmierblutungen können durch eine kleine geplatzte Ader in der Gebärmutter oder die harmlose Ablösung von etwas Gewebe ausgelöst werden. Trotzdem ist eine Blutung in der Schwangerschaft immer ein Grund, den Gynäkologen aufzusuchen - schon allein, damit Sie sich keine Sorgen machen und die Schwangerschaft unbeschwert genießen können.

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Warum bin ich jetzt immer so müde?

Vor der Tagesschau eingeschlafen? Nach einem Teller Nudeln die Freundinnen in der Pizzeria zurückgelassen? Bleierne Müdigkeit - daran merken viele Schwangere zuerst, dass etwas anders ist als sonst. Ihr Körper stellt jetzt alles auf das Wachstum des Babys ein. Das kostet ihn viel Kraft. Der Blutdruck ist in der Frühschwangerschaft oft niedrig, auch deshalb fehlt Energie. Was hilft? Morgens machen Wechselduschen munter. Im Büro halten Sie besser durch, wenn Sie die Mittagspause zu einem Spaziergang an der frischen Luft nutzen. Und: Geben Sie Ihrer Müdigkeit ruhig nach, wann immer es geht. Wenn Ihr Körper viel Ruhe verlangt, braucht er sie. Mit den Hühnern ins Bett? Schwangere dürfen das!

Bekomme ich ausreichend Nährstoffe, wenn ich vor Übelkeit kaum etwas essen kann?

Keine Sorge, Ihr Baby ist in jedem Fall gut versorgt. Viele Schwangere nehmen in den ersten Schwangerschaftswochen sogar ab statt zu - das ist gar kein Problem. Erst ab der zehnten Woche steigt Ihr Kalorienbedarf überhaupt. Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass Sie möglichst normal essen - auch wenn Ihnen immer wieder schlecht wird. Viele Schwangere machen gute Erfahrungen mit gedünsteten Möhren: Die lindern das Sodbrennen und machen satt. Einzige Ausnahme: Sie starten sowieso mit sehr geringem Gewicht in die Schwangerschaft und nehmen dann noch stark ab. In diesem Fall lassen Sie besser die Hebamme oder den Frauenarzt prüfen, ob Sie selbst noch genug Nährstoffe bekommen.

Soll ein Zwei-Zentimeter-Embryo schon einen Kosenamen haben?

Aber klar! Schließlich ist er das Gesprächsthema Nummer eins für seine Eltern. Und es ist doch viel, viel schöner, von unserem Pünktchen, dem Alien, dem Mitbewohner, der Süßen oder Klaus-Bärbel zu reden als medizinisch korrekt vom Embryo oder aber, ab dem dritten Monat, dem Fötus. Aber Vorsicht, Gewöhnungsgefahr! Die Eltern sollten schon darauf achten, dass der endgültige Babyname (Vorschläge dazu finden Sie in unserer Vornamensdatenbank) sich im Verwandten- und Freundeskreis dann doch irgendwann mal durchsetzt. Schließlich wollen Lilli oder Finn nicht für alle Zeiten "das Murkel" heißen.

Warum verschwindet als Erstes meine Taille?

Sie sehen nicht aus, als seien Sie schwanger, sondern als hätten sie zu viel Schokolade gegessen? Keine Sorge: Es ist ganz normal, dass die Taille als Erstes verschwindet. Warum? Weil die Gebärmutter erst einmal nach oben wächst - und erst dann nach vorne. Das heißt: Ganz am Anfang der Schwangerschaft ist sie ungefähr noch so klein wie eine Birne und liegt unterhalb des Schambeins. Dann wächst sie immer höher - Sie können sogar selber ertasten, wie sie Zentimeter für Zentimeter übers Schambein hinauswächst - und dabei geht dann leider ihre Taille verloren. Etwa in der 16. Woche ist sie dann weg - und der Bauch beginnt nach vorn zu wachsen.

Tauschen Sie sich mit anderen Schwangeren aus!

Sie sind schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Kontakt zu anderen Frauen, die sich ebenfalls auf neun unvergessliche Monate freuen, finden Sie im "Hurra, ich bin schwanger"-Forum.