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Schwangerschaft Was Ihnen jetzt gut tut - und was eher nicht

Schwangere Frau entspannt auf Sofa
© Syda Productions / Shutterstock
Juhu, schwanger! Ernährung, Sport, Reisen: Muss jetzt alles anders werden? Nein, Schwangerschaft ist ja schließlich keine Krankheit. Hier finden Sie auf einen Blick, was Ihnen jetzt gut tut, und wo Sie lieber vorsichtig sein sollten.

Ernährung: Das tut Ihnen jetzt gut

Gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist nicht kompliziert. Mischen Sie Lebensmittel aus den folgenden fünf Bereichen, dann sind Sie und Ihr Baby rundum versorgt:

Brot und Getreideprodukte: Getreide enthält bis auf Vitamin C und Kalzium fast alle Nährstoffe, die der Mensch braucht. Wenn Sie also Brot oder Müesli aus vollem, am besten noch frisch gemahlenem Korn essen, haben Sie schon eine gute Grundlage gelegt.

Fleisch, Eier, Fisch: Eisen und Eiweiß sind vor allem in Fleisch enthalten. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Schwangeren täglich 100 g Fleisch. Wenn es ein anerkanntes Biosiegel trägt, können Sie sicher sein, dass es von hoher Qualität ist. Fisch und Eier sind weitere gute Eiweißlieferanten.

Milch und Milchprodukte: Ein halber Liter Milch täglich versorgt Sie und Ihr Baby mit ausreichend Kalzium. Wenn Sie keine pure Milch mögen, können Sie auch auf Käse, Joghurt, Buttermilch oder Dickmilch ausweichen. Zwei Scheiben Emmentaler enthalten so viel Kalzium wie ein großes Glas Milch!

Fette und Öle: Hier gilt die Faustregel: lieber weniger Fett, aber hohe Qualität. Wertvoll sind die ungesättigten Fettsäuren, die vor allem in kaltgepressten Pflanzenölen vorkommen, am meisten in Rapsöl.

Gemüse und Obst: Von beidem können Sie gar nicht zu viel essen, denn Obst und Gemüse ist fettarm, dafür aber reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Wichtig natürlich: so frisch wie möglich!

Hier lieber vorsichtig sein:

  • Rohes Fleisch und roher Fisch, also auch Mett und Sushi mit Fischeinlage
  • Rohmilch und Rohmilchkäse, da beides Toxoplasmose- und Listeriosekeime übertragen könnte. Ausnahme: Hartkäse, weil er so trocken ist, dass Bakterien sich hier nur schlecht halten können.
  • Produkte, die rohes Ei enthalten, vor allem in der warmen Jahreszeit, wegen Salmonellengefahr

Reisen: Das tut Ihnen jetzt gut

Ob Sie ein letztes Mal zu zweit verreisen oder einfach mal am Meer ausspannen wollen: Am besten eignet sich das mittlere Schwangerschaftsdrittel, wenn eventuelle Beschwerden der Anfangszeit abgeklungen sind und der Bauch noch nicht zu unbequem wird.
Ganz gleich, ob Sie nun fliegen, mit der Bahn oder mit dem Auto fahren wollen: Wichtig ist, dass Sie nicht länger als vier Stunden still sitzen müssen, sondern sich auch mal die Beine vertreten können. Wenn Sie unter Venenproblemen leiden, helfen gut angepasste Stützstrümpfe für die Reise. Planen Sie auf langen Autofahrten viele Pausen ein, mindestens alle zwei Stunden zehn Minuten, in denen Sie sich auch bewegen.

Hier lieber vorsichtig sein:

  • Wenn Sie mit einer Fernreise liebäugeln, für die Sie eine besondere Impfung brauchen, dann sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt darüber. Vielleicht muss er Ihnen empfehlen, ein anderes Reiseziel zu wählen.
  • Fahren Sie auf langen Autofahrten möglichst wenig selbst, da Sie am Steuer die Sitzposition nicht wechseln können.
  • Nehmen Sie auf jeden Fall Ihren Mutterpass mit. Falls Sie am Urlaubsort medizinische Hilfe brauchen, hat der Arzt dort gleich alle wichtigen Daten auf einen Blick.

Sport: Das tut Ihnen jetzt gut

Sport in der Schwangerschaft ist nicht nur erlaubt, sondern ausgesprochen gesund: Eine kräftige Muskulatur kann den wachsenden Bauch viel besser tragen, ein trainierter Kreislauf sorgt für gute Durchblutung und beugt Krampfadern und Thrombosen vor. Und, diese Info ist noch nicht so weit verbreitet: Babys trainierter Mütter kommen besonders vital auf die Welt.
Gut für Mutter und Kind sind alle Ausdauersportarten ohne heftige Stöße, bei denen Sie die Intensität selbst bestimmen können, also zum Beispiel Tanzen, Walken, Schwimmen, Radfahren. Auch ein Training auf dem Stepper, Ergometer oder Crosstrainer ist erlaubt. Zur Kräftigung und Dehnung eignen sich zum Beispiel Pilates und Yoga für Schwangere.

Hier lieber vorsichtig sein:

  • Vermeiden Sie für die Zeit der Schwangerschaft alle Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen wie Tennis, Squash, Volleyball, Basketball, Fechten.
  • Riskante Sportarten wie Klettern, Tauchen, Springreiten, Drachenfliegen sind natürlich tabu.
  • Achten Sie auf Ihre Gelenke: Sehnen und Bänder werden in der Schwangerschaft dehnbarer, das erhöht die Verletzungsgefahr.
  • Gehen Sie nie bis an Ihre Belastungsgrenze. Eine gute Kontrolle: Sie sollten sich auch beim Training normal unterhalten können.

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