Schwanger reisen
 
Mit Babybauch sicher unterwegs

Schwangere fährt Auto
iStock, AND-ONE
Inhalt: 
Sicherheit ist Trumpf - bitte anschnallen!Alleine unterwegs - Bis zum sechsten Monat kein ProblemMit dem Auto in den Urlaub - Viel trinken und regelmäßig pausieren!Im Notfall: Sofort den Arzt aufsuchenUnterwegs mit dem Flugzeug? Erst mal kein Problem!So vergeht die Reise wie im FlugBequem ans Ziel: Unterwegs mit der Bahn

Doch nicht nur der Gurt muss richtig sitzen, auch die werdende Mutter: Die Rückenlehne sollte möglichst steil angestellt sein. Die Kopfstütze hat dann die richtige Position, wenn ihre Oberkante auf Scheitelhöhe eingestellt wird. Insgesamt sollte die Fahrerin nicht zu nah am Lenkrad sitzen – halte mindestens 25 Zentimeter Abstand vom Steuerrad: Nur so bist Du und Dein ungeborener kleiner Beifahrer bei einem Verkehrsunfall bestmöglich geschützt.

Alleine unterwegs - Bis zum sechsten Monat kein Problem

Mit jeder Schwangerschaftswoche rundet sich der Bauch mehr - und, sind wir einmal ehrlich, schränkt zugleich die Bewegungsfreiheit der werdenden Mutter ein. Das kann natürlich unter Umständen dazu führen, dass Du in kritischen Situationen weniger schnell und flexibel reagieren kannst. Deshalb solltest Du Dich, wenn möglich, ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat lieber chauffieren lassen als selbst zu fahren. Das ist noch dazu erholsamer und weniger stressig als hinter dem Steuer zu sitzen - nicht nur für Dich, sondern auch für das Baby. Wenn Du dennoch auch kurz vor der Geburt nicht auf Deinen fahrbaren Untersatz verzichten möchtest oder kannst: Nimm, wann immer es geht, einen Beifahrer mit.

Mit dem Auto in den Urlaub - Viel trinken und regelmäßig pausieren!

Der Airbag ist keine Gefahr fürs Ungeborene

Verläuft die Schwangerschaft problemlos, sind lange Autofahrten überhaupt kein Problem - der Fahrt in den Urlaub steht also nichts im Wege. Allerdings erhöht langes und in der Hüfte abgeknicktes Sitzen die Gefahr einer Thrombose. Doch schon mit ein paar einfachen Regeln lässt sich das Risiko minimieren: Vor allem solltest Du während der Fahrt viel trinken - vor allem, wenn es in den Sommermonaten in den Urlaub geht. Denn im Auto ist es stets um einige Grad heißer als im Freien. Hat Dein Auto keine Klimaanlage, öffne einfach vor dem Einsteigen ein paar Minuten die Türen, damit die Temperatur im Wagen ein wenig sinken kann.
Genauso wichtig: In kurzen Abständen Pausen einlegen. Durch das Aufstehen wird das Becken wieder besser durchblutet, die Sauerstoffversorgung des Babys gesichert. Noch besser: Einmal richtig durchatmen! Tanke, wenn möglich, etwas frische Luft in der Nähe einer Wiese oder eines Waldstücks abseits der Schnellstraßen - so tust Du nicht nur Deinem Baby, sondern auch Dir selbst etwas Gutes.

Im Notfall: Sofort den Arzt aufsuchen

Sollte es tatsächlich zu einem Unfall kommen: Suche in jedem Fall Ihren Frauenarzt auf! Nur er kann durch eine gynäkologische Untersuchung feststellen, ob das Baby unversehrt geblieben ist. Zwar ist Dein Ungeborenes in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft in Fruchtwasser und Fruchtblase gut abgeschirmt. Im letzten Schwangerschaftsdrittel jedoch ist es bei einem Unfall gefährdeter. Fazit: Auch, wenn Dir der Aufprall noch so schwach, der Unfall noch so harmlos scheinen mag - Verletzungen des Ungeborenen, der Plazenta oder der Gebärmutter kann nur ein Mediziner endgültig ausschließen.
Außerdem wichtig zu wissen: Der Airbag stellt in der Regel keine zusätzliche Gefahr für das Baby dar. Wenn es zum Aufprall kommt, bläht sich dieser nur im Kopf- und Brustbereich auf. Egal, ob Du selbst fährst oder Beifahrerin bist: Der Airbag reagiert bei einem Zusammenstoß vor dem Sicherheitsgurt und sorgt so dafür, dass der Hüftgurt nicht zu fest auf den Babybauch drückt.