Blasensprung
 
Blasensprung – kommt jetzt das Baby?

Blasensprung gleich Geburtsbeginn? Meist ist das so. Allerdings verläuft der Blasensprung selten so, wie man es aus Hollywood-Komödien kennt. Deshalb erklären wir dir hier, woran du ihn erkennst und was dann wichtig für dich ist.

Blasensprung: Kommt jetzt das Baby?
iStock, kieferpix
Inhalt: 
Woran erkenne ich einen Blasensprung?Beginnt mit dem Blasensprung die Geburt?Muss ich nach einem Blasensprung sofort in die Klinik?Ist ein solcher Zeitabstand zwischen Blasensprung und Geburt normal?Führen Ärzte und Hebammen einen Blasensprung auch künstlich herbei?Video: Sollte man nach einem Blasensprung liegend in die Klinik gefahren werden?

Woran erkenne ich einen Blasensprung?

In einer Hollywood-Komödie ist es stets total offensichtlich: Die hochschwangere Filmheldin fasst sich an den Bauch und japst: "Das Baby! Es kommt!" Kameraschwenk an ihr herunter - und auf die große Pfütze, die sich zwischen ihren Füßen auf dem Boden ausbreitet.
Soweit das Klischee. Im wahren Leben öffent sich die Fruchtblase allerdings nur selten mit einem derartigen Knalleffekt - meist tröpfelt es nur ein bisschen. 

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Beginnt mit dem Blasensprung die Geburt?

Im Prinzip schon. Sobald Fruchtwasser abgeht, hat die Geburt begonnen. Meist setzen die Wehen unmittelbar mit dem Blasensprung ein.

Muss ich nach einem Blasensprung sofort in die Klinik?

Nach einem Blasensprung sollten Sie in die Klinik gehen. Denn Fruchtwasser ist eine warme, nährstoffreiche Flüssigkeit, Bakterien breiten sich darin schnell aus. Wenn die Fruchtblase offen ist, besteht deshalb eine erhöhte Infektionsgefahr. Deshalb wird die Geburt auch eingeleitet, wenn sechs bis 24 Stunden nach einem Blasensprung noch immer keine Wehen eingesetzt haben.

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Ist ein solcher Zeitabstand zwischen Blasensprung und Geburt normal?

Ja, das ist ganz normal. Aber genauso normal ist der andere Verlauf: Häufig bleibt die Fruchtblase bis zur vollständigen Öffnung des Muttermundes stehen.

Führen Ärzte und Hebammen einen Blasensprung auch künstlich herbei?

Manchmal piksen Hebammen tatsächlich die Fruchtblase an (sie nennen das oft "eröffnen"). Das kann sinnvoll sein, wenn die Geburt länger nicht voran geht, Mutter und Kind aber bereits völlig erschöpft sind. Oder auch, wenn sich die Fruchtblase so stark vorwölbt, dass der Pressdrang zu früh einsetzt.
Der Blasensprung wird dann mithilfe eines Gummifingerlings mit kleinem Häkchen vorne dran herbeigeführt. Das ist nicht gerade ein furchteinflößendes Instrument, heißt aber "Blasensprenger" - wundern Sie sich also nicht, wenn ein noch unerfahrener und nicht ganz so sensibler Arzt Ihnen irgendwann stolz mitteilt: "Wir sprengen jetzt Ihre Fruchtblase!"
Aber keine Angst: Der Piks selbst tut nicht weh. Allerdings werden die Wehen danach meist effektiver - also heftiger.

Video: Sollte man nach einem Blasensprung liegend in die Klinik gefahren werden?

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