Geburt
 
Deutsche Babys werden immer schwerer

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Schwere Eltern, schweres Baby - gibt es hier einen Zusammenhang?

Es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen dem Gewicht der werdenden Eltern und dem Gewicht des Neugeborenen. Sicher ist aber, dass sich das Geburtsgewicht in gewisser Weise vererbt: Frauen, die selber als Baby klein waren, bringen auch häufiger zierliche Babys zur Welt. Wie viel der werdende Vater bei der Geburt wog, spielt dagegen keine so große Rolle.

Wie viel sollen Schwangere zunehmen?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Wenn Sie zu Beginn der Schwangerschaft eher dünn waren (BMI niedriger als 19,8), kann Ihre Zunahme ruhig zwischen 12 und 18 Kilo liegen. Bei einem mittleren Gewicht (BMI 19,8 bis 26) dürfen Sie am Ende der Schwangerschaft 11 bis 16 Kilo mehr auf die Waage bringen. Frauen, die mit einem eher hohen Gewicht und einem BMI über 26 schwanger wurden, sollten dagegen aufpassen, dass sie nicht mehr als 12 Kilo zulegen. Denn mit Übergewicht in der Schwangerschaft steigt das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes.

Generell gilt: Wichtiger als Kilo-Zählen ist es, nachzuschauen, wie die Gewichtskurve verläuft. Wenn es plötzliche Schübe von vier, fünf Kilo innerhalb weniger Tage gibt, sollte der Arzt aufgesucht werden, denn das könnte ein Hinweis auf eine Gestose – eine Schwangerschaftsvergiftung – sein.

Idealgewicht in der Schwangerschaft: Wie viel mehr darf es sein?

Hier können Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI) für den Beginn der Schwangerschaft berechnen.

Wie setzt sich das zusätzliche Gewicht zusammen?

Das Baby macht nur etwa ein Viertel bis Fünftel der Gewichtszunahme aus. So verteilt sich das Gewicht:

  • Gebärmutter: 1000 Gramm
  • Plazenta: 650 Gramm
  • Die vergrößerten Brüste: je bis zu 400 Gramm
  • Zunahme der Blutmenge, Gewebeflüssigkeit der Mutter, Fruchtwasser: 4000 Gramm
  • Baby: 3300 Gramm

Die restlichen Kilo dienen als Energie-Reserven für die Stillzeit – angelegt in Fettpölsterchen.

Noch mehr Infos: Woher die zusätzlichen Kilo kommen