Hausgeburt
 
Ideal - oder unverantwortlicher Wahnsinn?

Eltern.de-Userin Caro hat sich für eine Hausgeburt entschieden. Dafür hat sie sich oft rechtfertigen müssen, dennoch bereut sie Ihre Entscheidung nicht. Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema Hausgeburt. Was halten Sie davon? Welche Vor- oder Nachteile sehen Sie in einer Hausgeburt?

Mutter mit Neugeborenem
Thinkstock, photobac

Diskutieren Sie mit anderen Usern über das Thema "Hausgeburt"!

Wir haben ein neues Forum zum Thema "Hausgeburt" eröffnet - und die Diskussion ist schon im Gange! Sagen Sie auch Ihre Meinung - hier geht's zum Forum. Wir sind gespannt auf Ihre Gedanken über die Hausgeburt!Caro schreibt: "Ich habe meinen kleinen Sohn zu Hause bekommen und ich muss sagen, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war…es war sooo schön und entspannend. Meine Hebamme (die ich übrigens schon sechs Jahre kenne) hat mich so toll unterstützt und angespornt. Auch mein Freund hat mir super gut geholfen. Einfach unbeschreiblich, ich konnte meinen Kleinen von Anfang an zu Hause genießen, bekuscheln und stillen, wie ich es für richtig hielt."

Ist die Hausgeburt für Sie eine Option?

Mit unserem Hausgeburts-Check finden Sie es heraus!

Wie? Mit wem? Wichtige Informationen zur Hausgeburt

Voraussetzung für eine Hausgeburt ist, dass Sie und Ihr Kind gesund sind und die Schwangerschaft problemlos verläuft. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist die Hausgeburt sicher. Das belegen Studien der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe.

Hausgeburts-Hebammen: versiert in der Erstversorgung

Hausgeburts-Hebammen haben heute nicht nur ein hölzernes Hörrohr, sondern tragbare CTG-Geräte dabei. Sie sind sehr versiert in der Erstversorgung von Neugeborenen. Auch eine Hausgeburtshebamme geht kein Risiko ein. Schwangere mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes oder auch Frauen mit einem früheren Kaiserschnitt werden die meisten Hebammen zur Entbindung in die Klinik schicken. Und nur wenige Hebammen betreuen eine Hausgeburt, wenn das Kind in Steißlage liegt.

Falls es mit der Hausgeburt doch nicht klappt ...

Selbst wenn Ihre Schwangerschaft völlig komplikationslos verläuft, bestehen viele Hausgeburts-Hebammen darauf, dass Sie sich eine Klinik für den Ernstfall aussuchen und sich dort auch anmelden. Sollten Sie sich für eine Hausgeburt interessieren, dann suchen Sie sich möglichst früh in der Schwangerschaft (am besten schon um die 12. Woche herum) eine Hebamme. Viele sind schnell ausgebucht oder nehmen keine Frauen mehr an, zum Beispiel wenn der errechnete Termin in der Ferienzeit liegt. Empfiehlt Ihnen jemand aus Ihrem Bekanntenkreis eine Hebamme, dann fragen Sie nach, ob sie auch Hausgeburten betreut. Mit ihr gemeinsam können Sie besprechen, wie Sie sich die Geburt vorstellen.

Was gehört zur Grundausstattung einer Hausgeburt?

Bei der Grundausstattung für die Hausgeburt sollten Sie an folgende Hilfsmittel denken: Decken und eventuell Montol-Unterlagen (Apotheke), Handtücher, Wegwerf-Slips und Binden. Um den Rest kümmert sich die Hebamme.

Was kostet die Rufbereitschaft der Hebamme für eine Hausgeburt?

Da sich die Hebamme rund um den errechneten Geburtstermin ständig bereithalten muss, fällt für Sie ein sogenanntes Rufbereitschaftsgeld in Höhe von ungefähr 300 Euro an. Alle sonstigen Hebammenleistungen für Vor- und Nachsorge sowie die Geburt werden von den Krankenkassen übernommen. Haben Sie bereits ein Kind, dann sollten Sie sich überlegen, ob es mit in der Wohnung bleibt. Mit die wichtigste Vorraussetzung für eine glückliche Hausgeburt: Der werdende Vater ist von dieser Art des Kinderkriegens so überzeugt wie Sie!

Checkliste für die Hausgeburt

Eine Hausgeburt kommt für Sie in Frage, wenn...

  • Sie und das Kind völlig gesund sind.
  • Ihnen Ihre Hebamme als medizinischer Rückhalt ausreicht.
  • Sie die private Atmosphäre Ihrer eigenen vier Wände brauchen.
  • Sie den Verlauf der Geburt weitestmöglich selbst bestimmen möchten.
  • Sie auf schulmedizinische Schmerzmittel (wie die PDA) verzichten können.
  • Sie sich des Risikos bewusst sind, dass im Notfall wertvolle Minuten mit der Fahrt ins Krankenhaus verloren gehen können.