Erste Gedanken nach der Geburt
 
"HILFE! Es ist kein Hamster, sondern wirklich ein Baby!"

Die Schwangerschaft ist für fast alle Frauen eine hoch emotionale und teilweise auch sehr verwirrende Zeit. Vor allem, wenn man wie ich die ganze Zeit denkt, es wird ein Hamster und kein Baby!

Hamster
iStock, 4kodiak

Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter rasten die unterschiedlichsten Gefühle durch meinen Körper und ploppen einfach so auf – und häufig auch raus. Ich war die ganzen neun Monate lang ständig am Heulen. Da war es auch egal, ob es um eine Edeka-Werbung ging, diesen einen Hund, der so süß guckte, die Wut über die verquerten Ansichten meines Schwiegervaters oder die Angst vor der Überforderung als Mutter. Die Tränen liefen, die Gefühle fuhren Achterbahn.

Nun war es so, dass sich in dieser eh schon so emotional verwirrenden Zeit dieses kleine Wesen in mir immer nur nachts bemerkbar machte. Liebe Mamis, ihr wisst, wovon ich spreche: Tritte in die rechte Seite, Tritte in die linke Seite und ständig dieser Schluckauf. "Warum musst du bitte so nachtaktiv sein?", war dementsprechend meine erste Frage an die Kleine in meinem kugelrunden Bauch. Schwupps ploppte in meinen Gedanken das Bild meines Kindheitshamsters Wusel auf – und mit ihm ein sehr nagendes, schlechtes Gewissen an den Tag, als ich mit Wusel und einer Decke Trampolin spielte. Ich will nur so viel sagen: Es endete nicht schön. Und irgendwie in diesem Pool aus schlechtem Gewissen, totaler Übermüdung, emotionaler Überforderung und leichte Schwangerschaftsverwirrung war ich mir plötzlich sicher, dass in meinem Bauch ein Hamster hausen muss. Anders war mir auch die Nachtakitvität dieses kleinen Wesens einfach nicht zu erklären, wenn doch die dazugehörige Mutter, also ich, so schlafbedürftig ist.  

Das zog sich durch die ganze Schwangerschaft und ich verkündete immer fröhlich, dass ich einen kleinen Hamster bekommen würde. Logisch denkend wusste ich und sah ich natürlich auch auf den Ultraschallbildern, dass es nicht so war – und trotzdem! Ich war irgendwie der Überzeugung, dass es nur ein Hamster sein kann. 

Ihr wisst, worauf es hinausläuft und könnt euch auch meine Überraschung bei der Geburt schon denken: Nach 48 Stunden Schmerzen, Spritzen, Heulen und Schreien war dieses kleine Wesen endlich raus aus meinem Bauch – und mein erster Gedanke war tatsächlich: Krass, es ist wirklich ein Baby und kein Hamster! 

Was waren eure ersten Gedanken nach der Geburt? Schreibt es uns!