Kaiserschnitt
 
Macht die Geburt im OP unsere Kinder krank?

Immer mehr Kinder werden zuckerkrank, sogar schon die Allerkleinsten. Als wesentliche Ursache unter Verdacht: die Geburt per Kaiserschnitt! Ein brisantes Thema, das alle werdenden Eltern angeht. Und wir möchten von Ihnen wissen: Was halten Sie von dieser These? Macht sie Ihnen Angst - oder bleiben Sie cool beim Thema Kaiserschnitt?

Beunruhigende Fakten zum Kaiserschnitt - unbedingt lesen und kommentieren!

Kaiserschnitt: Macht die Geburt im OP unsere Kinder krank?

Sind Sie gerade schwanger und überlegen, Ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen - weil es noch in der Beckenendlage liegt, weil Sie furchtbare Angst vor dem Wehenschmerz haben, oder aus einem anderen Grund? Dann sollten Sie diesen Artikel auf jeden Fall aufmerksam lesen.

Auch für Eltern, deren Kind per Kaiserschnitt geboren wurde, ist dieser Text sehr aufschlussreich. Deshalb gilt auch hier: zur Lektüre empfohlen!

Doch natürlich interessiert uns Ihre Meinung zu diesem Artikel: Was haben Sie bei der Lektüre empfunden? Machen Ihnen die neuen Erkenntnisse in Sachen Kaiserschnitt Angst? Fühlen Sie sich in Ihrer Meinung, dass ein Kaiserschnitt nur in Notfällen angewandt werden sollte, bestätigt? Oder möchten Sie sich im Gegenteil den Plan eines Wunsch-Kaiserschnitts nicht ausreden lassen? Schreiben Sie uns, indem Sie unten einen Kommentar zu diesem Artikel posten - wir sind sehr gespannt auf Ihre Meinung!

Und wenn Sie mögen, können Sie über diesen Artikel auch in unserem Kaiserschnitt-Forum mit anderen Usern diskutieren.

Diabetes Typ 1 - was ist das überhaupt für eine Krankheit?

Sie sind auf dem Vormarsch: Krankheiten, die vom Immunsystem verursacht werden. Bekannt sind vor allem die Allergien - bei ihnen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf harmlose Substanzen aus der Umwelt.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Autoimmun-Erkrankungen, bei denen das Immunsystem Zellen und Gewebe des eigenen Körpers attackiert. Zöliakie (eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten) und rheumatische Gelenkentzündungen gehören dazu. Ebenso die chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto.

Vor allem aber wird die Zuckerkrankheit immer häufiger. Gemeint ist hier nicht der so genannte Alterszucker (Typ-2-Diabetes), der vorwiegend ältere Menschen, Übergewichtige und manchmal auch dicke Kinder befällt. Sondern der Diabetes vom Typ 1, auch juveniler oder kindlicher Diabetes genannt. Diese Form von Zuckerkrankheit entsteht, wenn das Immunsystem in der Bauchspeicheldrüse diejenigen Zellen zerstört, die das lebenswichtige Hormon Insulin produzieren. Dadurch wird eine lebenslange Zufuhr von Insulin, meist per Spritze, nötig.

Weltweit nimmt die Zahl der Kinder mit Typ-1-Diabetes zu. Über die Zahlen in Europa berichtet Professor Dr. Anette-Gabriele Ziegler von der Forschergruppe Diabetes e.V. am Helmholtz-Zentrum München: "Wir haben in Europa eine sehr starke Zunahme von Typ-1-Diabetes. Bei Kindern bis 15 Jahre steigt die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr um 3,9 Prozent. Bei Kindern vor dem Schulalter um knapp fünf Prozent jährlich."

Alarmierend auch das Ergebnis einer Auswertung von Daten aus 20 Diabeteszentren in 17 europäischen Ländern. Die beteiligten Forscher befürchten, dass sich in zehn Jahren die Zahl der Typ-1-Diabetes-Kinder in Europa verdoppelt haben wird.

Warum erkranken immer mehr Kinder an Diabetes?

Wie kommt das? Was veranlasst das Immunsystem von immer mehr Kindern zu einer solchen Fehlfunktion?

Zum Teil sind die Gene schuld. Etwa 15 Prozent der Kinder, die an Typ-1-Diabetes erkranken, haben Verwandte, die ebenfalls darunter leiden. Und auch bei anderen Betroffenen scheint eine genetische Empfänglichkeit für die Krankheit mitzuspielen.

Allerdings erklärt dies nicht den raschen Anstieg der Neuerkrankungen! Denn das Erbgut der Bevölkerung kann sich gar nicht so schnell ändern. Die Gründe für die Typ-1-Diabetes-Zunahme sind vielmehr in äußeren Faktoren zu suchen.

So scheint die Ernährung eine gewisse Rolle zu spielen. Studien belegen, dass gestillte Babys ein geringeres Risiko für Typ-1-Diabetes haben als nicht gestillte. Auch Kinder, die erst nach dem vierten Lebensmonat getreidehaltige Beikost bekommen, scheinen besser geschützt.

Und was hat der Kaiserschnitt mit der Zunahme an Diabetes-Erkrankungen zu tun?

Kaiserschnitt-Kinder haben ein um 20 Prozent erhöhtes Diabetes-Risiko!

Und offenbar kommt es auch auf die Art und Weise an, wie ein Kind geboren wird: spontan oder per Kaiserschnitt. Aufsehenerregende Forschungsergebnisse der letzten Jahre weisen darauf hin.

Dr. Herbert Renz-Polster vom Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg: "Kinder, die im Operationssaal zur Welt kommen, haben gegenüber im Kreißsaal geborenen Altersgenossen ein um 20 Prozent erhöhtes statistisches Risiko, an Typ-1-Diabetes zu erkranken."

Inzwischen hat man herausgefunden, was OP-Babys so gravierend von Kreißsaal-Kindern unterscheidet, dass es Auswirkungen auf ihre spätere Gesundheit haben kann: Es scheint die Darmflora mit ihrem wesentlichen Einfluss auf das sich entwickelnde Immunsystem zu sein. Der Darm, der bis zur Geburt keimfrei ist, beherbergt bei Kaiserschnittbabys andere Bakterien. Denn bei diesen Kindern muss er sich anfangs mit Hautbakterien der Eltern und sonstigen Keimen aus der Umgebung begnügen, statt - wie bei natürlich geborenen Babys - massenhaft mit immunologisch wichtigen Bifidus- und Lactobazillen aus dem Geburtskanal der Mutter besiedelt zu werden. Die Zusammensetzung der Darmflora aber scheint die Reifung des Immunsystems nachhaltig zu beeinflussen.

Dr. Renz-Polster: "Wissenschaftliche Studien legen den Schluss nahe, dass das Immunsystem weniger Fehlfunktionen aufweist und genauer arbeitet, wenn es sich mit möglichst vielen Keimen auseinandersetzen muss. Ein derart trainiertes Immunsystem kann Entzündungen besser eindämmen. Das ist sehr wichtig, da ungebremst glimmende Entzündungen allergische und autoimmune Reaktionen auslösen."

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