Neu geboren
 
Wie sich Neugeborene an das Leben draußen anpassen

Wundercocktail Vormilch

Neu geboren: Wie sich Neugeborene an das Leben draußen anpassen

Beim ersten Stillen kommen nur ein paar Tropfen? So soll es sein: Die spezielle Neugeborenenmilch, das sogenannte Kolostrum, ist ein Nahrungsmittel mit Superkräften: Winzige Mengen, die den Mini-Magen nicht belasten, enthalten alles, was das Baby in den ersten Tagen braucht. Und zwar nicht nur zum Sattwerden: In der Vormilch sind auch Antikörper, die das Baby noch nicht selbst produzieren kann und die seine empfindliche Darmflora sowie seine Atemwege vor Viren und Mikroben schützen. Außerdem enthält sie Vitamin K sowie jede Menge Zellen aus dem Immunsystem der Mutter, die gefährliche Keime bekämpfen und das Neugeborene optimal vor Krankheiten schützen.

Wo geht’s hier zur Milch?

Faszinierend, was Forscher bei Naturvölkern beobachtet haben: Neugeborene Babys bleiben kurz zwischen den Beinen der Mutter liegen, kriechen dann völlig allein zur Brust und fangen an zu trinken. Ein genialer Trick der Natur: Kriegt eine Frau allein ihr Kind und ist danach zu schwach, es hochzunehmen, kann es sich selbst versorgen. Bei uns gibt’s für solche Fälle zum Glück Hebammen, die das Baby der Mutter auf den Bauch legen. Da fängt das Neugeborene meist schon in der ersten halben Stunde an, nach der Brust zu suchen. Dabei hilft ihm seine feine Nase: Es riecht die Milch! Zeit fürs erste Anlegen - denn je früher und häufiger das passiert, desto leichter klappt’s mit dem Stillen.

Ich erkenne euch!

Erst einmal ist die Welt für ein Neugeborenes sehr fremd: so groß, so laut, so kalt! Aber: Mama und Papa sind ihm sofort vertraut. Wissenschaftliche Experimente haben gezeigt: Neugeborene drehen den Kopf instinktiv zu einem T-Shirt, das ihre Mama getragen hat, und weg von dem einer anderen Frau - sie erkennen also den Geruch ihrer Mutter. Auch wenn die vertraute Stimme von Mama und Papa per Tonband vorgespielt wird, reagieren schon die Kleinsten, während die Stimme eines Fremden sie kalt lässt. Verstärkt wird dieser Effekt noch, wenn ein Herzschlaggeräusch mit vorgespielt wird. Klar: So hat es sich ja auch im Bauch angehört!