Sturzgeburt
 
Albtraum aller Schwangeren: Entbindung auf der Bordtoilette

Eine Schwangere schafft den Weg zur Klinik nicht mehr und bekommt ihr Baby ganz plötzlich im Auto oder auf dem Gehweg. Kennt man nur aus dem Film? Keineswegs, das gibt´s wirklich!

Zugtoilette
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Eine Bordtoilette im Regionalzug. Es gibt schönere Orte für die Geburt eines Kindes. In Brandenburg ließ ein kleiner Junge seiner Mutter aber keine Wahl. Noch bevor der Zug aus dem Bahnhof losfuhr, bekam die schwangere Reisende plötzlich Wehen. Eine Mitarbeiterin rief sofort den Notarzt. Bevor der aber eintraf, brachte die Frau auf der Bordtoilette einen gesunden Jungen zur Welt.
 
Auch in Leipzig hatte es ein Baby besonders eilig. Bei der Mutter setzten am Abend heftige Wehen ein. Sie und ihr Mann informieren die Hebamme, die die beiden bat, so schnell wie möglich ins vier Kilometer entfernte Geburtshaus zu kommen. Auf der Fahrt platzt die Fruchtblase. Nur ein paar Minuten später wurde die kleine Skadi auf dem Beifahrersitz eines Autos geboren – immerhin hatten die Eltern es noch bis auf den Parkplatz des Geburtshauses geschafft, sodass eine Hebamme den aufgeregten Eltern assistieren konnte.
 

Neugeborenes
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Wieso manche Babys es so eilig haben, auf die Welt zu kommen, ist bisher nicht hinreichend erforscht. Klar ist: Wenn die Mutter schon mal ein Kind zur Welt gebracht hat kommt es öfter zu einer Sturzgeburt - wahrscheinlich, weil der Geburtskanal schon etwas vorgedehnt ist. Schwangere müssen sich aber nicht sorgen. Die meisten Kinder lassen sich nämlich deutlich mehr Zeit. Nur etwa zwei Prozent aller natürlichen Entbindungen geschehen tatsächlich so schnell, dass man von einer Sturzgeburt sprechen könnte. Sie möchten trotzdem vorbereitet sein? In unserem Artikel „Im Eiltempo auf die Welt“ erfahren Sie alles Wissenswerte zur Sturzgeburt.