Schwangerschaft
 
Darf ich jetzt noch tanzen gehen?

Natürlich locken die angesagten Clubs auch, wenn man selbst schwanger ist. Aber ist es in Ordnung, in der Schwangerschaft tanzen zu gehen? Oder auf ein Konzert der Lieblingsband? Eltern.de hat die Antworten.

Ist Tanzen in der Schwangerschaft erlaubt?

Schwangerschaft: Darf ich jetzt noch tanzen gehen?

Vor Ihrer Schwangerschaft haben Sie nächtelang in Clubs durchgetanzt? Sie haben kein Konzert Ihrer Lieblingsband verpasst? Und damit soll Schluss sein, bloß weil Sie Ihren positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten? Keine Sorge! So lange Ihre Schwangerschaft gut verläuft und Sie sich fit genug fühlen, spricht nichts dagegen, zumindest ab und zu noch einmal tanzen zu gehen. Ausnahme: Schwangere mit Bluthochdruck oder vorzeitigen Wehen sollten auf das Tanzen erst einmal verzichten.

Ansonsten gilt sogar: Tanzen ist eine gute Vorbereitung auf die Geburt. Denn: Es regt an, lockert und entspannt - und macht gute Laune. Hinzu kommt: Beim Tanzen werden Körperpartien trainiert, die bei der Geburt Schwerstarbeit leisten. Nicht zu vergessen, dass Tanzen die tiefe Bauchatmung fördert, da es den Brustkorb befreit.

Beispiel Bauchtanz: Wer regelmäßig schwungvolle Hüftkreise oder Achten übt, lockert das Becken und macht es geschmeidig. Das energische Hüftschwingen beim Salsa verstärkt die Durchblutung und kräftigt die Muskeln im Becken. Die schlangenartigen Figuren des afrikanischen Tanzes strecken die Wirbelsäule, machen sie biegsam und lehren, mit den Beinen sicheren Bodenkontakt zu halten.

Welche Tanzstile sich gut zur Geburtsvorbereitung eignen, zeigt Ihnen auch unsere Bildershow:

Beinahe noch wichtiger als das körperliche Training ist aber die Wirkung des Tanzes als seelisches Aufbaupräparat. Tanzen macht gelassen und selbstbewusst. Was das für die Geburt bringt? Beweglichkeit - und zwar nicht nur körperliche. Wer tanzt, spürt, wie es ist, sich eine Zeit lang ganz auf den Körper zu konzentrieren und dabei ein Stück (Denk-)Kontrolle aufzugeben. Außerdem helfen Bewegung und Musik, ein Gespür für Rhythmus zu entwickeln - den des eigenen Körpers und, später bei der Geburt, auch für den Rhythmus des Babys. Und das gilt für den Bauchtanz in einer Schwangeren-Gruppe genauso wie für die Improvisation vor dem Spiegel im heimischen Flur und eben auch für die Tanzfläche in der Lieblings-Disco.

Was wichtig ist: Auf Sprünge, heftiges Stampfen oder schnelle Kippbewegungen der Hüfte sollten Schwangere verzichten - aber den meisten Schwangeren wird schon ihr Gefühl sagen, dass solche Bewegungen jetzt nicht angebracht sind.

Diese Tänze helfen bei der Geburtsvorbereitung

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Sollte man in der Schwangerschaft auf Konzertbesuche verzichten?

Auch hier gilt: Wenn Sie nicht zu den Schwangeren gehören, die durch die Hormone so müde sind, dass Sie schon während der "Tagesschau" auf dem Sofa einschlafen, und es Ihnen auch sonst gut geht, können Sie natürlich noch Konzerte besuchen.

Auch wenn Sie vor Ihrer Schwangerschaft am liebsten direkt vor der Bühne in der ersten Reihe standen, sollten Sie in größeren Hallen jetzt allerdings lieber das Geld für einen Sitzplatz ausgeben. Je weiter Ihre Schwangerschaft fortschreitet, umso dankbarer werden Ihnen Ihr Rücken und Ihr Kreislauf sein, wenn Sie sich zwischendurch einmal hinsetzen.

Gibt es bei dem Konzert keine Sitzgelegenheiten, sollten Sie die Musik trotzdem lieber ein wenig weiter hinten und am Rand genießen. Schließlich besteht mitten im Pulk immer die Gefahr, dass Sie einen Stoß in den Bauch abbekommen oder im Gedränge stürzen könnten. Und dass Sie mit Ihrem Bauch jetzt kein wildes Crowdsurfing oder Pogo-Tanzen veranstalten, versteht sich ja wohl von selbst.

Was Ihr Baby vom Disko-Besuch oder dem Rock-Konzert mitbekommt, erfahren Sie übrigens auf der nächsten Seite.

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