Fruchtwasser
 
Ein wunderbarer Swimmingpool fürs Baby

Lässt sich am Fruchtwasser ablesen, ob das Baby gesund ist?

Bei jeder Untersuchung mit Ultraschall prüft der Arzt das Fruchtwasser. Zu viel Fruchtwasser kann ein Hinweis auf Diabetes oder eine Nierenerkrankung bei der werdenden Mutter sein. Oder auf eine Fehlbildung der kindlichen Speiseröhre, die das Ungeborene am Schlucken hindert. Genauere Untersuchungen sind dann nötig.

Zu wenig Fruchtwasser bildet sich, wenn die Plazenta nicht optimal arbeitet. Ein anderer Grund: Die Nieren des Kindes oder die Harnwege sind nicht normal entwickelt. Eine eingehendere Ultraschalluntersuchung kann das klären. Eine Blockade im Harnleiter kann heute bereits mit einem Eingriff am Ungeborenen gelöst werden.

Grünes Fruchtwasser zeigt, dass das Kind einen (vorübergehenden) Sauerstoffmangel durchgemacht hat. Das passiert, wenn das Kind übertragen wird und die Plazenta nicht mehr gut genug arbeitet. Bei Sauerstoffmangel scheidet das Baby Kindspech ins Fruchtwasser aus. Eine Prüfung der Fruchtwasserfarbe per Sichtröhrchen durch den Muttermund brauchen überfällige Schwangere heute nicht mehr über sich ergehen zu lassen: Der Ultraschall zeigt, wie die Plazenta arbeitet. Ist das Kind noch gut versorgt, kann man abwarten

Die Fruchtwasser-Untersuchung, bei der der Arzt etwa in der 16. Woche Fruchtwasser punktiert, prüft nur zum Teil die Flüssigkeit selbst. Interessanter sind die darin enthaltenen Zellen des Babys. Die Chromosomen in den Zellen werden untersucht, wenn die werdenden Eltern eine Untersuchung des Erbgutes ihres Kindes wollen, etwa, um eine Chromosomen-Störung wie Trisomie 21 auszuschließen. Diese Fruchtwasser-Untersuchung, auch Amnozentese genannt, ist jedoch mit einem gewissen Risiko behaftet. Deshalb haben wir Ihnen hier alle wichtigen Infos zur Fruchtwasser-Untersuchung zusammen gestellt.