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Erkältungsbad in der Schwangerschaft Kommen heiße Bäder mit Zusätzen in der Schwangerschaft infrage?

Frau liegt in der Badewanne und entspannt sich
© alfa27 / Adobe Stock
Auf ein Erkältungsbad in der Schwangerschaft müsst ihr nicht per se verzichten. Es gibt jedoch einige Dinge beim Bad in der heißen Wanne zu beachten.

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Du leidest an Halskratzen, laufender Nase und Gliederschmerzen? Gegen aufkeimende Erkrankungen sind Erkältungsbäder ein klassisches Hilfsmittel. Die Muskulatur entspannt sich und die Schleimhaut wird durch die Wärme des Wassers besser durchblutet. Doch nicht immer hat eine heiße Wanne einen wohltuenden Effekt auf deinen Körper. Etwa, wenn du schwanger bist. Wir verraten, worauf du besser Acht gibst, wenn du ein Erkältungsbad in der Schwangerschaft nehmen möchtest.

Welche Badezusätze sind in der Schwangerschaft in Ordnung?

Bis zur 36. Schwangerschaftswoche meidest du bestimmte Kräuter beziehungsweise die aus ihnen gewonnenen ätherischen Öle lieber in deinem Bad. Denn: Manche Kräuter können Wehen auslösend sein und darüber hinaus Hautirritationen auslösen. Generell wird bei einem Erkältungsbad in der Schwangerschaft von kampferhaltigen Zusätzen abgeraten.
Folgende Kräuter kommen besser nicht ins warme Bad:
  • Basilikum
  • Ingwer
  • Nelke
  • Verbena (Eisenkraut)
  • Kampfer
  • Japanische Minze
  • Zimt
  • Thuja
Gute Badezusätze in der Schwangerschaft sind hingegen:
  • Kamille
  • Eukalyptus
  • Fenchel
  • Thymian
  • Deutsche Pfefferminze
  • Anis
Die Badezusätze können dem Wasser entweder frisch oder in getrockneter Form hinzugegeben werden. Zu den beliebtesten Badezusätzen in der Erkältungszeit zählt Eukalyptus, dem eine positive Wirkung auf eine verstopfte Nase oder Kopfschmerzen zugeschrieben wird. Eukalyptusbäder sollten maßvoll dosiert werden und keine künstlichen Farb- oder Duftstoffe sowie synthetische Konservierungsmittel enthalten. Besser sind immer rein pflanzliche Badeessenzen. Kamille erzielt im Übrigen denselben Effekt.
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Wann solltest du auf ein Erkältungsbad in der Schwangerschaft verzichten?

Manchmal ist es besser, als Schwangere auf ein Erkältungsbad zu verzichten. Etwa zum Ende der Schwangerschaft, weil eine zu hohe Wassertemperatur Wehen auslösen und Kreislaufprobleme verursachen kann. Wenn du nicht bereits über den errechneten Entbindungstermin hinaus bist, steigst du besser nicht in die heiße Badewanne. Für Frauen mit vorzeitigen Wehen oder Zervixinsuffizienz (Muttermundschwäche) ist es ebenfalls ratsam, eine Dusche statt ein Bad zu nehmen. Wie immer gilt jedoch: Sprich mit deinem:r Gynäkolog:in oder deiner Hebamme, wenn du dir unsicher bist!
Generell empfiehlt sich ein Erkältungsbad in der Schwangerschaft (und auch sonst), sobald sich die ersten Symptome einer Erkältung zeigen: Halskratzen, Gliederschmerzen, Frösteln und Kribbeln in der Nase. Im fortgeschrittenen Stadium einer Erkältung belastet ein heißes Bad euren Körper zusätzlich. Insbesondere bei Fieber muss ein Badestopp eingelegt werden – ein Erkältungsbad würde deinem Körper eher schaden als helfen.

Welche Badedauer und Badetemperatur werden empfohlen?

Die ideale Temperatur für ein Wannenbad beträgt 35 bis 37 Grad. Ist das Wasser lauwarm, bleibt der gewünschte Effekt aus. Wer zu heiß badet, riskiert Kreislaufprobleme. Am besten startest du mit einer Wassertemperatur von 35 Grad und lässt nach und nach warmes Wasser zulaufen, bis es angenehm für dich ist. Um sich zu entspannen und das Frösteln zu bekämpfen, genügen bereits 15 bis 20 Minuten im warmen Wasser.
Alles darüber hinaus kann wiederum den Kreislauf belasten. Achte aber auch auf die Signale deines Körpers: Wenn das Bad zu anstrengend für dich wird, dann steig schon früher aus der Wanne. Zieh dich nach dem Erkältungsbad warm an und lege dich ins Bett oder auf die Couch. Trinke ausreichend und gönne dir mindestens eine halbe Stunde Ruhe.

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ELTERN

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