VG-Wort Pixel

Schwangerschaft Mussten Sie liegen?

Zu viel Stress, vorzeitige Wehen - um das Baby nicht zu gefährden, bekommt manche werdende Mutter in der Schwangerschaft vom Arzt strikte Bettruhe verordnet. Gehörten Sie dazu? Dann erzählen Sie uns hier, wie Sie diese Zeit erlebt haben!

Liegen in der Schwangerschaft - wie war das bei Ihnen?

Schwangerschaft: Mussten Sie liegen?
© Anja Frers

Das wichtige Projekt, dass noch abgeschlossen werden soll, bevor der Mutterschutz beginnt, größere Geschwister, die ihr Recht einfordern oder im schlimmsten Fall sogar Komplikationen, die dem Ungeborenen schaden könnten - zum Wohle von Mutter und Kind verordnen Ärzte manchen Schwangeren strikte Bettruhe. Ob in der Klinik oder zuhause: Für die werdenden Mütter beginnt jetzt eine Ausnahmesituation. Von einer Minute auf die andere entschleunigt sich ihr Lebenstempo dramatisch. Wochen- oder gar monatelang Pause und nichts tun dürfen - was man sich manchmal vielleicht in einem Stoßseufzer wünscht, ist gar nicht so einfach, wenn es auf einmal nötig ist.
Gehören Sie auch zu den werdenden Müttern, die während ihrer Schwangerschaft liegen müssen? Oder haben Sie bereits eine solche Liegeschwangerschaft hinter sich? Dann interessiert uns, wie Sie diese Zeit erlebt haben: Was empfanden Sie, als Ihr Arzt Ihnen das Liegen verordnete? Mussten Sie in die Klinik oder konnten Sie in Ihren vertrauten vier Wänden bleiben? Durften Sie überhaupt nicht aufstehen oder sollten Sie sich nur sehr schonen? Wie groß war der Trubel, in dem Sie damals steckten? Und, ganz praktisch: Wie haben Sie sich die Zeit vertrieben? Senden Sie uns Ihre Geschichte per Email an userkommentare@eltern.de

Das haben unsere Userinnen erlebt

In der Ruhe liegt die Kraft 
von Susi 


Gerade mal drei Tage währte im November letzten Jahres die Freude über meine Schwangerschaft. Anfang der 6. SSW, nach einer anstrengenden Dienstreise, begannen die ersten Blutungen. Nach 11 Wochen Dauerbluten, 3 sehr starken Sturzblutungen in der 9. und 12. SSW mit anschliessenden stationären Aufenthalten und wochenlangem Liegen daheim hörte das Bluten mit Ende der 16. SSW endlich auf. Emotional habe ich mich in der Zeit gut gehalten. Ich wusste, dass die Natur die Dinge richtig regeln würde und hatte ein Urvertrauen, dass alles gut ausgehen würde - so oder so. Körperlich ging es mir durch den ständigen Blutverlust schlecht. Mit Vollendung der 18. SSW sagte mir die Frauenärztin, ich könne mich nun endlich freuen. Und das tat ich auch. Langsam spürte ich die ersten Kindsbewegungen und ließ Gefühle zu. Meine Fitness kehrte zurück und ich wusste, das Kind in mir ist genauso stark wie ich, eine kleine Kämpferin eben. Ende der 26. SSW, freitags, 18:00 Uhr im Büro, bemerkte ich auf Toilette wieder einen kleinen Blutfleck. Durch die bisherige Ereignisse sensibilisiert ging ich direkt ins benachbarte Krankenhaus, wo ich ja schon bekannt war, und erhielt die Diagnose Zerfixinsuffizienz mit Trichterbildung. Ich lasse mich nicht unterkriegen und versuchte entspannt zu bleiben. Meine äußerliche Ruhe veranlasste die Oberärztin zu einem intensiven Aufklärungsgespräch über die möglichen Folgen einer zu frühen Geburt. Bis in die Haarspitzen sensibilisiert durfte ich nach 4 Tagen das Krankenhaus in die gelockerte Bettruhe (Toilette, Duschen und Brot schmieren ist erlaubt, ansonsten liegen, liegen, liegen) daheim verlassen. Mittlerweile befinde ich mich in der 34. SSW und liege in der 8. Woche, mein Befund hat sich stabilisiert. Seit 3 Tagen darf ich 5 x 30 Minuten pro Tag aufstehen und die Mobilisation ist herrlich. Bis zur vollendeten 37. SSW werde ich mich weiterhin sehr schonen, dann darf meine Kleine kommen. Mein bisheriges Fazit: 1. In der Ruhe liegt die Kraft! Ich bin der festen Überzeugung, dass Ruhe und ein starker Glaube (an sich selbst und/oder Gott) sehr viel bewirken können. Panikmache nutzt überhaupt nichts. 2. In den letzten Wochen und Monaten habe ich gute Unterstützung erfahren. Meine Eltern sind die besten Menschen der Welt. Mein Partner war teilweise mit der Situation emotional überfordert. Mein Bruder und liebe Freundinnen haben mir guten Rückhalt gegeben. ABER: Die dunklen Momente, die schlimmen Ängste und Sorgen habe ich bewusst mit mir selber ausgemacht und meinen Weg, damit umzugehen, gefunden. Leider haben sich aufgrund der Schwangerschaft auch Menschen zurückgezogen. Es ist schwer, aber ich akzeptiere es. Leben heisst nunmal Veränderung. 3. In der heutigen Arbeitsgesellschaft ist eine schwangere Frau schneller auf dem Abstellgleis, wie sie "A" sagen kann, besonders wenn es Komplikationen gibt. Das war mir klar, es am eigenen Leib zu erfahren ist trotzdem nicht schön. Hiermit habe ich noch keinen Frieden gemacht. Zuviel habe ich in den letzten Jahren gegeben, mich in das Hamsterrad sperren lassen. Nunja, daraus werde ich auch noch mein Learning ziehen.

25.SSW 6mm GMH + Trichter + vorzeitige Wehen 
von Steffi 


Hallo,
Meine erste SSW war schrecklich. In den ersten 4Monaten habe ich viel im Krankenhaus gelegen wegen Hyperemisis. Die hatte sich dann auf ein trägliches Maß von 1-2 Mal tägl. Übergeben reduziert und ich konnte die SSW anfangen zu genießen. Leider wurde dann in der 25.SSW ein stark verkürzter GMH mit großem Trichter festgestellt und ich habe eine Notcerclage bekommen. Gegen die vorzeitigen Wehen habe ich per Infusion eine Tokolyse bekommen. Nach 2 Wochen Krankenhaus dürfte ich nach Hause und habe bis zum Ziehen der Cerclage in der 37.SSW gelegen. Ich durfte nur auf Klo und Duschen. In der 40.SSW kam unsere Tochter in einer unkomplizierten, schnellen Geburt (1,5 Stunden) gesund und munter auf die Welt. Trotzdem war für mich klar: so einen Horror machen ich nicht nochmal mit! Durch das strenge Liegen habe ich immer noch starke Hüftprobleme. Die soziale Isolation während dieser Zeit kann wohl auch nur jemand nachempfinden, der selber schon mal liegen musste. Zudem geht der Kreislauf durch das Liegen sehr in den Keller und man braucht schon ein wenig Zeit bis man danach wieder zu alten Kräften gefunden hat. Kommentare in Richtung:" So lange Liegen? Nee, dass könnte ich ja nicht! Dazu bin ich viel zu aktiv!" fande ich extrem nervig und auch verletzend. Denn ich bin ja kein fauler Mensch, sondern dazu verdammt! Schließlich geht es um das Leben des eigenen Kindes. 
Jetzt wird unsere Tochter bald 2Jahre und ich bin wieder schwanger. Ich kann jetzt bestätigen, dass tatsächlich jede SSW anders ist. Die anfängliche Übelkeit war bei weitem nicht so schlimm, wie beim ersten Mal. Allerdings liege ich jetzt seit der 23.SSW mit einer beginnenden Cervixinsuffizienz (3cm, ohne Trichter) wieder zu Hause. Meine Tochter darf ich morgens und nachmittags zur Krippe hinfahren und abholen und soll mich ansonsten aufgrund der Vorgeschichte schonen. Eine Cerclage will man mir nicht legen. Ich habe eine Haushaltshilfe vom Arzt verschrieben bekommen. Ich nehme Magnesium und
das Pulver Bryophyllum von Weleda. Außerdem nehme ich seit der 16.SSW Utrogest. 
Die Tage sind lang, das Fernsehprogramm schrecklich und man weiß vor Langeweile nicht wohin mit sich. Ich bringe mir jetzt Häkeln per Youtube bei. Hauptsache, man macht irgendwas!

Ursache für wiederkehrende Blutungen,war angeblich ein Zwilling! 
von Ulrike 


Als ich mit meinen ersten Kind schwanger war,bin ich bis zum schluss gegangen und hatte nie irgendwelche problem-einfach alles perfekt!
wir wollten noch ein kind-und es hat auch sofort prompt geklappt. 1 1/2 wochen vor dem test,wusste ich bereits das ich wieder schwanger war.
ich wollte mir dann nach dem test zwei wochen zeit nehmen,bevor ich den arzt zu einem termin anrief-ich wollte nicht gleich hin springen.ich war einfach ziehmlich sicher-alles wird wie bei dem großen!
doch noch in den 2 wochen,bekam ich schmierblutungen...ich hatte angst.
der arzt schaute dann das erstemal per ultraschall,ob die ss noch intakt war.sie war es und alles war bestens.sehr früh-aber alles gut.
2wochen später musste ich wieder hin.wieder schmierblutungen-ich glaub es war bereits die 8. woche!
im ultraschall sah er dann ein riesengroßes hämatom neben dem kind-das war die einblutung...und der grund,warum ich schmierblutungen bekam!
aber dem baby ging es sehr gut.
ich musste also ruhen-ging aber trotzdem hin und wieder arbeiten-haben ein eigenes geschäft,es war also möglich-zum glück!
die blutung hörte auf-bis ich in der 12...fast 13. woche wieder einen arzttermin hatte.als er mit dem ultraschall von unten her kuckte,sah man sofort diesen riesen blutspfropfen unter dem kind-also direkt am ultraschallgerät.auch links neben dem kind,war immer noch das hämatom,was sich wieder vergrößert hatte. 
ich war am ende-obwohl es dem baby gut ging...meinte mein arzt,dass er nicht mehr sagen kann-ob das baby bei mir bleibt.
einen tag später-wir fuhren mit dem kleinen zu meinen eltern in den osterurlaub-merkte ich schon auf der fahrt,einen sehr dollen druck nach unten...ich wusste nicht mehr wie ich sitzen sollte,meine blase war gefühlt voll und ich musste ständig auf die toilette-dabei war meine blase leer.
ich dachte,mir rutscht jeden augenblick das kind raus.ich lag,trank viel...karfreitag dann der schock!!!
das wetter war schön-alle waren unten im garten um zu grillen...ich schaute auch mal raus-bog mich über die balkonbrüstung und es machte ~wump~ und plötzlich lief es schwallartig aus mir raus.die jeans war sofort voller blut,ich rannte aufs klo und es schwappte einfach raus...es hörte nicht mehr auf.ich war verzweifelt,hab gezittert am ganzen körper und nur noch geweint.ich sagte immer:es ist vorbei,es ist vorbei.
ich hatte angst in die klinik zu gehen-wenn ich sehe,das es nicht mehr lebt...ich schaffe das nicht.
am nächsten tag (der erste schock war überstanden),sind wir dann gleich am morgen in die klinik..ich blutet noch genauso wie am abend.
mein herz schlug und ich hoffte einfach,das alles gut ist.lass mein baby immer noch bei mir sein!!!
ich saß auf dem stuhl,eine liebe assistenzärztin machte ultraschall und da-in dem pfropfen war das blut zu sehen,wie es hin und her zirkulierte-und ein bisschen weiter oben sprang unser schatz hin und her,wie als würde es immer stromschläge bekommen ;o) es war ein wunderbares gefühl.ich konnte es nicht fassen.
nun hieß es:LIEGEN und nur noch aufstehen um aufs klo zu gehen!!!
mein mann musste alleine zurück fahren,ich blieb eine woche in der klinik,2 wochen bei meinen eltern zu besuch und dann sind wir wieder heim gefahren.ich lag hinten im auto-denn meinen blutung war noch immer da.es hörte einfach nicht auf.
in der 4. woche der blutung war ich wieder bei meinen frauenarzt.alle beiden hämatome sind deutlich kleiner geworden-aber noch war keine entwarnung!
ich lag also und lag und lag-betreute meinen großen ab um drei (also nach der kita).spielte mit ihm im liegen,machte hausarbeit stückweiße...einen tag das bad...2 tage später staubwischen usw. ...den rest musste mein mann machen!die blutung hörte nach 5 woche schlagartig auf-AUFATMEN!!!!
in der 20.woche haben wir erfahren,das wir ein mädchen bekommen.das hämatom links war nur noch recht klein im verhältniss zu vorher-aber unsere mausi stieß immer gegen das hämatom und der bluterguss wanderte richtung eihaut.das war auch wiederrum nicht gut.der bluterguss unter dem kind,war ausgeblutet und weg!!!-also weiter liegen und hoffen,das sie durchhält.
in der 25. wochen-war alles TIP TOP...bluterguss links noch kaum sichtbar...ich war überglücklich!!!
man mag es nicht glauben-ab da war alles perfekt...ging schwimmen,konnte die schwangerschaft vollends genießen...wir zogen noch um,in unser eigenheim...und ich ging mit nela sogar über den termin.sie rutschte während der geburt nicht runter-musste laufen,das sie ins becken rutscht.es war nichts zu machen-nela hielt sich bis zum schluss mindestens mit der großen zehe so an mir fest ;o) -das ich einfach nicht pressen durfte,die presswehen wegatmen sollte...weil nela nicht im becken war.dann endlich machte es wupp-zweimal pressen und nela war endlich da!!!!
nach der untersuchung der plazenta-stellte sich raus,das nela wohl einen zwilling gehabt haben muss.reste waren zu erkennen-eindeutig war es jedoch nicht.der grund für die blutung?ich werde wohl nie erfahren,warum!
man mag es nicht glauben-man hat angst,sein baby zu verlieren...bangt um sie,das sie durchhält bis zum schluss und dann will sie nicht raus!!!
nela ist heut 1 1/2 jahre und wirklich bezaubernd. 

6 wochen halte ich schon aus 
von kerstin 


am 17.2.12 fuhr ich in der 22. ssw ins kh wegen unangenehmen ziehen und stechen an fast allen ecken und kanten. nach einem wehenreichen ctg und einer untersuchung mit dem argument ich könne mein kind verlieren wurde ich stationär aufgenommen! mein muttermund war nur noch 8mm geschlossen. ständig wehenhemmer über tropf und strenge bettruhe (toilette und kurz duschen war erlaubt) standen auf dem programm..letzendlich aber haben wir alles halten können...ich muss jetz noch bis zur 29. ssw im kh bleiben und darf dann evtl.nach hause... es stellte sich nun raus das ich eine muttermundschwäche habe und das was noch übrig ist wird nun mit einem silikonring der über den gebärmutterhals geschoben wurde gehalten! die zwei wochen schaffe ich nun auch noch...denn ich bleibe stark für den zwerg

Blutungen ab der 8. Woche. 
von Iris Riedler 


Bevor ich meinen Sohn gesund auf die Welt gekriegt habe, war es ein recht langer Weg. Ich hatte erst 2 Fehlgeburten und Zysten, bis mir der Arzt sagte, dass es so aussieht, als würde ich in die Wechseljahre kommen - und das mit 28! Ganz toll....
Wie dem auch sei, der Zufall wollte es so - das sich eine Magen-/ Darmgrippe als Schwangerschaft entpuppte, an die ich gar nicht mehr glauben konnte. In der Anfangszeit ging es mir prima. Mir war leicht übel, aber im Großen und Ganzen erträglich. Die Brustschmerzen - ja auf die war ich weniger vorbereitet. Aber ich war glücklich. Unser Eigenheim war auch gerade im Bau und in der Arbeit lief es gut. Irgendwann in der Nacht bin ich aufgewacht, weil ich einen Alptraum über Fehlgeburten hatte. Es war, als wollte mich mein Körper warnen... Auf der Toilette sah ich dann schon, was los war. Heulend bin ich zu meinem Mann, um ihm davon zu erzählen, aber er konnte damit gar nicht recht umgehen. Am Morgen hab ich gleich den Diensth. Gyn. angerufen. Er hat mir empfohlen mich gleich hin zu legen und zu warten bis mein Gyn. zu erreichen ist. Er machte mir klar, daß der ganze Stress, bis ich bei ihm oder im Krankenhaus bin, jetzt gar nichts bringt. Weil das mir und meinem Kind auch nicht helfen wird. Er sagte mir, dass die Medizin erst ab dem 6. Monat helfen kann. So wartete ich und ließ mich dann zum Gyn fahren. Übrigens an alle die das hier lesen, IHR HABT BEI BLUTUNGEN DAS RECHT SOFORT DRAN ZU KOMMEN BZW IM LIEGEN EIN PAAR MINUTEN ZU WARTEN. Das sagte mir mein Arzt. Es hatte sich bei mir, zwischen Platzenta und Unterus ein Hämatom gebildet, welches immer wieder blutete
Nach 2 Wochen liegen war es weg. Ich freute mich sehr. So sehr, dass ich das Gefühl hatte einen kleinen Spaziergang zu machen, weil es draußen so schön war. Nach 500m merkte ich das mein Kreislauf verrückt spielte. Mein Mann und ich meinten, das kommt vom langen Liegen und liefen langsam weiter. Der Spaziergang wurde für mich zu Folter. Ich wollte es nicht zugeben, weil ich Angst hatte, dass mich mein Mann für ne Lusche hält. Nachts um 24:30 Uhr bekam ich die Rechnung - wieder Blutungen. Ich hab mich sofort von meinem Mann ins Krankenhaus fahren lassen, um zu retten, was noch zu retten war. Am schlimmsten war für mich das Gefühl bis ins Krankenhaus - das mir das Leben aus dem Körper rinnt und ich nichts dagegen tun kann. Die Assistenzärztin war völlig überfordert. Mann konnte sehen, wie sie sich selbst, vor dieser Situation gruselte. Mein Mann stand während der Untersuchung wie versteinert, mit geballten Fäusten in der Ecke und harrte der Dinge die da kommen. Das Ende vom Lied war - 2 Wochen Krankenhaus und Zuhause zusätzlich 8 Wochen liegen. Die restliche Zeit der Schwangerschaft lief problemlos, obwohl ich immer etwas nervös wurde, wenn sich das Baby längere Zeit nicht bewegte. Ich hab dann immer versucht meinen Bauch da zu kitzeln, wo ich einen Fuß oder Hand vom Baby vermutete.
Die Geburt war leider auch nicht spontan. Mein Sohn hatte wohl die Meinung, sich kurz von der Entbindung noch einmal drehen zu müssen. So gab es nach 10 1/2 Std. einen Kaiserschnitt. Mein Sohn ist jetzt fast 2 Jahre alt und ich bin wieder schwanger. Diesmal kotz ich mir regelmäßig die Seele aus dem Leib, aber man sagt ja, es sei ein gutes Zeichen - auch wenn es eklig ist. Ihr seht also, dass es auch gut ausgehen kann. Ich finde es immer schade, wenn man bei den anderen Texten nie erfährt, wie es ausgegangen ist. Alles Gute für Euch und toi, toi, toi.
 

Geduld 
von Miriam 


Ich bin noch bis zur 25. Woche arbeiten gegangen und saß schön neun Stunden an der Kasse. Als ich am nächsten Tag zum Arzt bin, weil ich es nicht mehr mitmachen wollte, sagte mir die Ärztin ich müsse ins Krankenhaus.
Ich hatte keine Ahnung was war und so...
Ich bin dann im Krankenhaus aufgeklärt worden und da sagten sie mir dann, dass ich schon Wehen hatte und mein Muttermund auf war. Dies versetzte mich erstmal in einen Schock und ich brach in Tränen aus, denn das ist mein erstes Kind und ich hatte keine Ahnung...
Nach einer Woche ist der Muttermund noch weiter aufgegangen und ich habe nicht nur Bettruhe verordnet bekommen sondern auch Beckenhochlage...mir schoß das Blut in den Kopf...
Heut bin ich in der 27. woche und ich liege immer noch im Krankenhaus. Der Muttermund ist immer noch nicht zu und eine Schlinge können sie nicht legen wegen einer Infektion. Ja, und so muss ich jetzt noch bis zur 29. Woche hier liegen und hoffe, dass alles gut wird... Der errechnete Geburtstermin ist der 25.08.11!

Am Ende wird meistens alles gut 
von Sternenmsma 


Ich musste ab der 20 SSW., wegen Cervixinsuff. strenge Bettruhe halten. Die Ärzte erzählten ständig irgendwelche Horrorgeschichten von Behinderungen etc.
In der 30 SSW. habe ich dem seelischem Druck nicht mehr stangehalten und die Fruchtblase ist geplatzt.
Und was ist... kein einziges Horrorszenario ist eingetreten!!! Meine Tochter ist mittleiweile 5 Jahre und kerngesund.

3 1/2 Monate liegen 
von Julia 


Ich kam in der 24 SSW ( 23+3 ) wegen eines klaffenden äußeren Muttermundes, einem geöffneten inneren Muttermund, einer Zerfixinsuffizienz sowie einer Trichterbildung ins KH,wo zusätzlich noch Wehen diagnostiziert wurden. Nach 24 Stunden Wehentropf und Bettruhe bis 24+0 wurde mir dann eine Notcerclage gelegt, die statt mit 4 nur mit 2 Stichen gemacht werden konnte, da Gebärmutterhals butterweich.Danach hieß es 3 Tage in schräglage - also Po hoch -strikte Bettruhe - sprich Pullern auf dem Schieber, gewaschen werden von anderen etc.- mit weiteren 24 Stunden Wehentropf. Nach 2 Wochen KH war ich 1 Woche Zuhause um dann wieder für 3 Wochen wegen nicht enden wollenden Kontraktionen zurück ins KH zu gehen. In dieser Zeit bekam ich 72 Stunden Wehentropf, dann orale Wehenhemmer und schließlich nur noch Magnesium. Jetzt bin ich seit 2 Wochen mit Bettruhe bis 37+0 ( da wird die Cerclage entfernt ) Zuhause.Bin jetzt 31+1 und demnach noch knapp 6 Wochen am Liegen, mit Aufstehen zum Klo, kurz Duschen, und kleinen Gängen in die Küche. Ich war immer sehr hibbelig und es macht mich langsam echt fertig, vor allem weil ich noch eine 19 Monate alte Tochter habe, die unter der Situation anfänglich sehr gelitten hat, wir einen eigenen Bäckerbetrieb führen und mein Mann echt auf dem Zahnfleisch läuft. Aber ich weiß, dass ich richtig stolz auf mich und meine Konsequenz sein kann, wenn mein Sohn nach so vielen Strapazen gesund und wenigstens halbwegs zeitgerecht zur Welt kommt. Mein Zeitvertreib wechselt immer mal wieder, denn alles wird mit der Zeit einfach langweilig. Im KH habe ich mir Internet per Stick und Smartbook besorgt, zudem jeden Schlafmangel aufgeholt. Zuhause habe ich sämtliche Anträge wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld u.s.w. schon soweit fertig gemacht, Steuererklärung, Videos besorgen lassen, die ich schon immer schauen wollte, aber wie gesagt, langsam gehen mir die Ideen aus. Aber wie alle hier ist das Liegen eben auf eine bestimmte Zeit begrenzt und bald ist alles vorbei. Daran muss man sich einfach jeden Tag klammern, egal wie schwer es wird, wie stark die Rückenschmerzen sind und egal ob man Wasser einlagert, Sodbrennen hat...Wenn man das Würmchen im Arm hält sind hoffentlich alle Sorgen der letzten Monate vergessen, man kann mit der Rückbildung der Muskulatur wieder beginnen und hat sein Leben wieder.Also, haltet durch!

Liegen bei allen 2 Schwangerschaften und jetzt schon wieder??? 
von Kathi 


Auch ich kann ein Lied davon singen wenn es darum geht, die "schönste Zeit" der Schwangerschaft im KH verbringen zu müssen und "niemanden seinen schönen Babybauch zeigen zu dürfen"
Ich habe mittlerweile 3 gesunde Kinder und kann allen werdenden Mamas nur raten sich an die Anweisungen der behandelnden Ärzte zu halten, auch wenns schwerfällt!
Am Ende lohnt es sich!
Bei der ersten Schwangerschaft (Simon, jetzt 2 1/2) Jahre alt, wurde ich nach einer Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin sofort ins KH eingeliefert wg. vorzeitiger Wehen und verkürzten GMH auf 0,8 cm!
Ich durfte überhaupt nicht aufstehen (keine Toilette, kein Duschen) und das bis zur 32. Woche. Dann musste ich bis einschl. der 34 Woche drinnen bleiben, was nicht immer leicht war. Allerdings konnte ich dann zu Hause den Rest der Schwangerschaft "genießen" - zwar ebenfalls Bettruhe aber daheim ist daheim! 
Simon kam dann nach einem Fruchtblasensprung in der 39+1 Woche zur Welt.
1 1/2 Jahre später kamen dann meine Zwillinge zur Welt, die mittlerweile knappe 11 Monate alt sind.
Die Schwangerschaft fing eigentlich ganz gut an. Keine Probleme, ausser Eisenmangel nie schlechte Werte bis zu 27. Woche, als in der Nacht die Wehen einsetzten und mein Mann mich dann Hals über Kopf ins KH fahren musste, da die Schmerzen immer schlimmer wurden. Die Babys wogen zu dieser Zeit nicht mal 700 g und hätten die Geburt sicherlich NICHT überlebt.
Ich hatte solch eine Angst!
Nach 5 Std. "Kampf", Wehenhemmer usw. hatten wir es dann geschafft! Ich schlief erschöpft ein und die Wehen wurden geringer! Gottseidank!
Dann musste ich 8 Wochen im KH verbringen. Und das in der Adventszeit und mein kleiner Simon ganz allein bei der Oma daheim (der Papa ging derzeit auf die Meisterschule).
Es war der Horror! 
Mir ging es psychisch immer schlechter und konnte den ganzen Tag nur noch heulen!!!
Aufgrund dieses Zustandes wurde ich dann auch nach Hause entlassen mit der Vorgabe, mich jeden 2. Tag im KH vorzustellen. Das war ein Kompromiss, den ich gerne einging.
So konnte ich 2 Wochen daheim verbringen und es war die schönste Zeit meines Lebens!!!!
Dann wurde eine Unterversorgung bei einem der Babys festgestellt und 2 Tage darauf die Geburt künstlich eingeleitet.
Die Mädels kamen in der 37. Woche zur Welt und wogen beide knappe 1795 und 1855 g und waren 40 bzw. 42 cm groß!!!!!! 
Und dass ich beide spontan gebären konnte und sie noch gesund waren, war das größte Geschenke auf Erden für uns beide!
So! Und jetzt bin ich in der 22. Woche mit meinem 4. Engel und hoffe, dass ich dieses Mal die Schwangerschaft in allen Zügen (zu Hause) genießen kann!
Aber die Angst vor jedem FA-Besuch bleibt leider!
Auf jeden Fall kann ich allen werdenden Mamas, die derzeit liegen müssen nur die Daumen drücken und hoffe, dass alles gut geht und wünsche euch viel Glück und viel Durchhaltevermögen!
Es lohnt sich wirklich!!!

14. SSW und absolute Schonung! 
von carmen 


Hallo, ich hatte in der 5. Woche starke Blutungen mit folgendem Bluterguss - der zum Glück schnell auch mit weniger Schonung verging. Leider, in der 12. Woche kam eine erneute starke Blutung. Nun ist das Hämatom am Muttermund und ziemlich groß. Deshalb muss ich nun liegen und keiner kann mir sagen wieviele Wochen das wohl sein mag. Dieses Warten und Liegen ist ein reiner Nervenkrieg. Hoffen, dass es gut ausgeht!
Zum Glück haben wir Omas die sich um unsere 2-jährige Tochter kümmern. 
Lg Carmen

22. SSW und verkürzter GMH 
von Kerstin 


Ich bin am Ende der 22. SSW ins Krankenhaus gekommen, ich hatte einen verkürzten Gebärmutterhals mit Trichterbildung. Noch nicht doll, 3,3cm, aber eben verkürzt. Zur Kontrolle musste ich eine knappe Woche da bleiben, dann wurde nochmal gemessen. Fazit:
Gebärmutterhals wieder auf 4 cm, Trichterbildung zurück gegangen, Muttermund geschlossen aber leicht weich.
Das heißt für mich, dass ich jetzt zwar zu Hause bin, aber wie im Krankenhaus nur liegen darf, da das Gewebe zu schwach ist und bei Druck nachgibt. 
Ich werde wohl bis zur 37 SSW liegen und mich extrem schonen müssen, nur zur Toilette, Duschen und zum Essen aufstehen. 
Wird eine blöde Zeit, aber was macht man nicht alles für seine kleinen Zwerge:-)

ssw 22+5 
von vivien 


ich bin in der 22+5ssw zum frauenarzt und der hatte festgestellt das sich mein muttermund verkürzt hatte!!ab da war ich erst mal drei wochen kankgeschrieben und sollte bettruhe halten,das war echt schlimm!!!dann bin ich wieder zum arzt und es ist wieder besser geworden,hab trotzdem ein beschäftigungs verbot bekommen da meine ärtztin meinte das es ja nicht besser wird wenn ich jetzt wieder arbeiten gehe!!aber ich hab nicht mehr eine strikte bettruhe,soll mich nur immer wenn es geht ausruhen!!!bin froh das es vorbei ist!!!

10 wochen nur liegen... 
von Jodecia 


Ich bekam in der 4 woche starke blutungen.Aus diesem Grunde wurde mir Bettruche verschrieben.Auf Klo durfte ich.Gott sei Dank das dann meine Mutter bei uns war um meinen Sohn von 5 Jahren pflegen konnte.Zudem bekamm ich ab der 6 woche starke Übelkeiten die bis zu 7 mal Spucken am Tag wurden.Hatte dann keine Kraft mehr keine Energie nahm nur noch ab.Konnte niemanden mehr riechen.Nachdem ich dann auch noch kein wasser mehr trinken konnte kam ich ins Krankenhaus.Blutungen, übelkeit und und und.Nahm 9 kilo ab.Blutungen blieben bis zur 11 SSW.Nun bin ich in der 18 woche, es ist soweit alles gut, dem Baby ging es immer besser als mir.Die blutungen sind durch die tieflage der Plazenta entstanden die sich dann teils ablöste.Nun bin ich seit 2wochen regelmäßig schwimmen um meine abgeschlaffte muskelatur wieder zu stärken.Da ich allein vom gehen sehr starke Muskelkater bekam.
Fazit.....es ist zum kotzen! Durchhalten Zähne zusammen beißen und wenn dann alles vorbei ist bekommt man das wunderbarste auf der Welt.....

Liege seit 1 woche im KKH 
von Wioletta 


Hallo zusammen, 
habe soeben den artikel von meiner Freundin bekommen über liegen in der schwangerschaft.Liege bereits seit 1 woche im Krankenhaus, weil mein Mutterhals zu kurz ist und ich wehetätigkeiten hatte, hat meine FA mich vorsichtshalber ins KKH eingewiesen.War da in der 24 SSW. Am Karfreitag durfte ich noch kurz heim, aber ab karsamstag nur noch völlige Bettruhe. Am Ostermontag kamen dann die Wehen, sofort habe ich wehenhemmende Tabletten plus Betablocker fürs Herz bekommen.Alle 3 stunden darf ich der jetzt einnehmen und auch in der Nacht. Magnesium nehme ich seit Karfreitag. Am Mittwoch hatte ich dann noch mal eine Untersuchung und siehe da der Mutterhals ist noch kürzer geworden. Wahrscheinlich durch die wehen am Montag. 
Gestern am Donnerstag war der Kinderarzt da und heute habe ich bereits die ertse von 2 Cortison Spritzen bekommen für die Lungenreife. Am Montag dann noch mal die Untersuchung.  
Ich weiß das ich in guten händen bin, aber ich habe mir soviel vorgenommen. Waren jede woche schwimmen und habe mit Schwangerschaftsyoga angefangen und jetzt muss ich nur liegen. Ich darf noch nicht mal mit dem Rollstuhl raus. Es ist sehr schwer für mich sich umzustellen und nichts tun. Ich vermisse meinen Mann, meinen Hund und die Freiheit mich frei zu bewegen. Klar es ist für unser Baby und ich möchte auch nicht das er jetzt schon kommt. Er soll noch warten, das sage ich ihm jeden Tag. Aber erstmal mit dem Gefühl klar kommen. Bin seit Mittwoch allein auf dem Zimmer und hatte schon meinen ersten Heulanfall, das mein mann mich nur beruhigen konnte. Er kommt jeden Tag 2 mal. Jetzt langsam gewöhne ich mich daran. Habe mittlerweile fast 3 dicke bücher gelesen und bin seit gestern online. Vorteil von unserem Zeitalter das man jetzt auch als Patient ins Internet kann von seinem Bett aus. Langsam sehe ich die vorteile. Das essen wird dir gebracht ans bett, wer behauptet das essen KKH schmeckt der hat keine ahnung. Bei mir schmeckts jeden tag. Werde wahrscheinlich mit 5 kilo mehr raus gehen,. Ich werde nur noch verwöhnt von meinem Mann, meinen Eltern und meinen Schwiegereltern. Man könnte sich daran sehr gut gewöhnen. Trotzedem hoffe ich das ich nächste woche nach hause kann. Zu hause ist es doch eh am schönsten oder? 
Bis nächste woche. Wio

Abrupter Arbeitsausstieg 
von Kristina 


Bei meiner ersten Schwangerschaft musste ich in der 32. Woche fuer 2 Tage ins Krankenhaus fuer Eiseninfusionen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich noch in der Schweiz und dort kann man bis kurz vor der Geburt arbeiten, wenn man mag und es einem gut geht - das war auch meine Absicht und so war es klar, dass ich wieder in die Arbeit gehe. Aufeinmal wurde mir im Krankenhaus gesagt, dass ich vorzeitige Wehen habe, mir wurden Spritzen gegeben um die Lungen des Babys so schnell wie moeglich zu bilden und ich musste liegenbleiben. Ich kam zwar aus dem Krankenhaus raus und konnte daheim sein, aber es war ein Schock: ich wollte doch meine Nachfolgerin einarbeiten, mich von allen verabschieden, nicht einmal mein Buero konnte ich selber raeumen, meine persoenlichen Sachen. Einfach so, weg. Ich habe lange gebraucht, bis ich das verarbeitet habe. Das Liegen daheim war zwar einsam, aber nicht ganz so schlimm, ich habe viel gelesen. Allerdings merkte ich sofort, wenn ich mal doch eine Kleinigkeit im Haushalt machen wollte, dass die Wehen kamen. Letztendlich hatte ich zur Geburt gar keine Wehen, denn bei einer Kontrolluntersuchung in der 38. Woche musste ein Notkaiserschnitt gemacht werden, weil die Herztoene der Kleinen weggingen. Was ich auch schlimm fand: ich habe irgendwie den Jahreszeitenwechsel "verpasst": als ich nach der Geburt nach Hause fuhr, war der Sommer zu Ende, das Laub bunt gefaerbt und ich hatte irgendwie gar nichts mitbekommen.

das liegen 
von natascha 


Im 4.monat hatte ich an der rechten seite des bauches immer so stechende schmerzen.der urologe sagte zu mir, dass ich einen nierenstau habe und ins krankenhaus müsste.der arzt im krankenhaus sagte mir da schon das mein kind früher auf die welt kommt,weil der muttermund nicht mehr da war wo er eigentlich sitzen sollte.hab dann antibiotika bekommen.nach 3 tagen durfte ich wieder raus.
nach 2 wochen hatte ich das gleiche bloss nur heftiger.ich hatte einen nierenstau,eine harnweginfektion und früh wehen bekommen.man musste mir einen kleinen schlauch in den harnweg legen.es tat sehr weh,weil da ja die infektion schon war.statt es besser werden sollte,wurde es nur schlimmer.die wehen sind schlimmer geworden,ich habe blut gepinkelt und höllische schmerzen gehabt.
bei der untersuchung wurde dann festgestellt das der gebärmutterhals sich auf 1,6 cm verkürzt hat.also musste ich im krankenhaus bleiben.
am nächsten tag bei der nächsten untersuchung hat der arzt dann gesagt das ich so lange liegen sollte bis das kind kommt.das schönste an diesem tag war das ich erfahren habe das es ein mädchen wird.ich lag dann 3 wochen im krankenhaus bis ich gesagt habe ich hole mir eine hebamme damit ich nach hause kann.alle zwei tage kam sie dann.
nach 2 wochen musste ich wieder in den krankenhaus weil sich mein gebärmutterhals wieder verkürzt hat.
es ging so alle 2 wochen wieder ins krankenhaus.3 monate musste ich liegen bis dann die fruchtblase geplatzt ist.da war ich in der 34.woche.die kleine kam innerhalb von 3 stunden auf die welt.sie war zu klein und zu leicht für diese woche.sie wog nur 1600gr.und war nur 42 cm gross.sie musste dann sofort verlegt werden ins kinderkrankenhaus.
es ging alles gut.sie durfte dann nach 3 wochen nach hause.
heute ist die kleine dalin 2 jahre alt,kann sprechen wie eine 5 jährige und ist grösser als manche andere 2 jährigen mädchen. ich bin sehr stolz auf meine tochter.

Liegen in der Schwangerschaft 
von Daniela 


Ich bin in der 27. Schwangerschwaftswoche ins Krankenhaus gekommen. Der Gebärmutterhals war verkürzt und ein Trichter hatte sich auch schon gebildet. Ich hatte Wehen die ich nicht spürte. Es war gerade ein Tag vor Weihnachten.Ich durfte nur noch aufstehen um zur Toilette zu gehen und zum Duschen. Ansonsten lag ich die ganze Zeit mit Wehenhämmern im Bett. In der 36.Woche wurde der Tropf abgestellt und einen Tag später kamen Raul und Carla Lucia gesund und munter auf die Welt. Wenn man dann die kleinen im Arm hält dann weiß man,die Wochen liegen haben sich gelohnt. Am 06 März werden die beiden ein Jahr alt. 

Noch mittendrin... 
von Anke 


Ich kann "Steffi" nur beipflichten, dass der Artikel zum Thema "Liegeschwangerschaft" in der aktuellen Ausgabe sehr oberflächlich ist.
Ich befinde mich nun seit knapp 7 Wochen (seit der 24. SSW) mit einer Placenta Praevia Totalis im Krankenhaus und habe mittlerweile schon 7 Mal geblutet. In den Anfängen durfte ich nach den Blutungen und einen Tagen des Schonens wieder aufstehen und mich frei bewegen, mittlerweile heißt es auch auch für mich Bettruhe, max. WC und 10 Min. Duschen, da ich am Wehenhemmer hänge. 
Wie schon beschrieben sind die Tage mitunter schrecklich, weil man nie weiß, wann und wie stark man das Nächste Mal blutet und ob dann die Schwangerschaft mit einer Not-Sectio beendet werden muss. Man steht ständig unter einer "unterschwelligen Anspannung" und kann sich vielfach nicht wirklich gut ablenken, auch wenn man eigentlich ja genug Zeit und Ruhe hätte. Neben dieser Anspannung kommen dann noch so Sachen wie träge Verdauung, mehrmaliges Blutabnehmen in der Woche oder neuen Zugang legen. Für jede Kleinigkeit muss man nach der Hebamme klingeln, weil man so unselbständig ist. Mit der Zeit wird dies zur Routine, aber auf Dauer geht es auch an die Substanz.
Des Weiteren sehe ich meinen Sohn (15 Mon.) nur ca. 5 Std. in der Woche, kann ihn weder hochnehmen, noch mit ihm eine Runde spazieren gehen. Ich habe es "verpaßt", wie er zu Hause das Laufen gelernt hat und sehe auch nicht, was er täglich Neues lernt.
Auch die Partnerschaft leidet, kaum Minuten der Zweisamkeit, denn die Dreifachbelastung Arbeit, Kind und Haushalt geht auch an die Substanz des Partners.
Ich weiß, dass die Zeit hier vorbeigehen wird, leider weiß ich noch nicht wie und wann. Ich weiß wofür ich hier liege und bin "stolz" über jeden Tag, den ich hier schaffe. 
Ich befinde mich nun in der 31.SSW und die Prognosen für das Baby sind schon recht gut, das gibt mir Hoffnung. 
Und wenn nun der "Tag X" eintreten sollte, kann ich mir zumindestens nicht den Vorwurf machen, in irgendeiner Art und Weise "fahrlässig" gehandelt zu haben.
 

vorzeitige muttermundswirksame Wehen, 31. SSW 
von Dany 


Mich hat der Artikel an meine eigene Schwangerschaft erinnert.
Nachdem meine Ärztin bei einem Vorsorgetermin vorzeitige Wehen festgestellt und mir ein absolutes Bewegungsverbot erteilt hatte, sagte mir mein Bauchgefühl am gleichen Abend, dass irgend etwas nicht stimmt. Also sind wir in die Klinik gefahren. 
Dort blieb ich ca. von der 31. bis 34. SSW, durfte nur liegen. Auf die Toilette durfte ich immerhin gehen.
Was mich in dieser Zeit aufrecht erhalten hat, war der Gedanke, für wen ich dies mache - für mein Kind!
Da ich in einem Einzelzimmer lag, bekam ich von den anderen Frauen nur etwas mit, wenn ich deren "Geschichten" von den Schwestern oder Hebammen erzählt bekam. Dabei merkte ich, dass ich nicht alleine bin mit meinen Sorgen und Gedanken, sondern dass es noch mehr Frauen gibt, denen es gleich gut/schlecht ging.
Eine Schwester sagte mal zu mir "Schlimmer geht immer - besser aber auch." - wie wahr!
Nachdem ich im zweiten Anlauf endlich die Tokolyse abbekam und dann nach Hause durfte, war ich 2-3 Wochen zu Hause, durfte mich wiederum wenig bewegen.
Bei einem weiteren Termin bei meiner Ärztin stellte die fest, dass mein Muttermund schon 3cm geöffnet war, und schickte mich in die Klinik.
Dort wurde dann 3 Tage später unsere Tochter geboren.
Glücklicherweise nur 12 Tage vor dem errechneten Termin und gesund & munter. :-)
(Eine der Hebammen sagte zu mir, dass ich wahrscheinlich eine Wehenschwäche hätte, also nicht ausreichende Wehen produzieren könne, um die Geburt in Gang zu setzen. Außerdem fanden mich alle sehr entspannt. Ich hatte einfach durch die erste Zeit in der Klinik das Warten gelernt und war dementsprechend entspannt. :-) 
Aber sehr putzig, dass ich erst vorzeitige Wehen produziert habe, mein Kind also fast zu früh gekommen wäre, und dann kann ich nicht ausreichende Wehen produzieren, um mein Kind -ohne Hilfe eines Wehentropfs- zu gebären. ;-) )

vorzeitige Wehen, Schwangerschaft 
von Stefanie Pritsch 


ich merkte in der 21. Woche, dass mein Bauch immer hart wurde und zu ziehen began. Als ich daraufhin bei der Untersuchung wr, wurde festgestellt, dass sich mein Muttermund auf 1,6cm verkürzt hat und 2,2cm sind zu dieser Zeit normal. Ich wurde von meiner Frauenärztin aus sofort ins Krankenhaus gebracht, in dem das Bauchziehen als vorzeitige Wehen und eine infektion, die dann mit Antipiotikum behandelt wurde, diagnostiziert. Ab dann begann die Hölle für mich. Ich war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt und hatte soch noch einiges für das Baby vorzubereiten. 
Aber das war dann nicht mehr möglich. Ich blieb eine Woche im Kh und bekam dann Bettruhe zu Hause, was mir aber schwer fiel. ich hielt mich nicht strikt daran. es flossen viele Tränen, da ich das Studium bis zur Geburt vollendet haben wollte.
in der 30. Woche krümmte ich mich dann vor Schmerzen im oberen Bauchteil und dachte, das wäre das Sodbrennen. Mein Mann und mein Vater besorgten mir nachts in der Apotheke alle möglichen Schmerzmittel für das Sodbrennen, aber nichts half. Als ich dann die Schmerzen nicht mehr aushalten konnte, fuhr mein Mann mich ins Krankenhaus, in dem mir dann sofort Schmerzmittel verabreicht wurden, da ich nur noch schrie. dann stellte sich aber heraus, dass es kein Sodbrennen, sondern Wehen waren. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, denn ich wusste ja nicht, wie sich so etwas anfühlt.
da dann die Wehenhämmer am ersten Tag nicht wirkten, bbot mir meine Assistenzärztin an, mir nun eine PDA zu geben und dass ich dann entbinden solle, in der 30 woche. Das war mir einfach zu früh. ich hatte große Angst um mein Kind. Ursache war wieder eine Infektion.
ich weigerte mich. der Chefarzt setzte schärfere Wehenhämmer ein,was glücklicherweise auch half. Auf eigene Verantwortung verlies ich in der 31. Woche das Krankenhaus, da ich in gewisser Weise in unserem Markt mit 4000 Einwohnern prominent bin, da ich einen Bauunternehmersohn geheiratet hatte und mir die Menschen sehr naidisch waren. ich wollte mich deshalb am Weihnachtsmarkt in der Öffentlichkeit zeigen und das konnte ich nur, wenn ich das Krankenhaus verlasse. Ich unterschrieb im Krankenhaus und ging nach Hause. Mein Mann, meine Eltern udn meine Schwiegereltern waren natürlich verärgert über mich, aber ich ar einfach zu naiv. 
am freitag 14.12, in der 34. Woche hatte ich noch einen Fototermin für Bauchfotots. Alles lief gut. Aber am Sonntag 16.12 ging ich mittags mit meinen Eltern essen. Nach dem Essen fing es im Bauch enorm an zu ziehen und ich dachte daran, mir eine Wärmflasche oder sogar ein warmes Bad zu machen. Ich tat es aber dann glücklicherweise nicht, sondern lies mich ins Krankenhaus fahren. glücklicherweise. Die Weheh wurden immer stärker und ich schrie nur noch. Ich hatte panische Angst, dass das Kind im Auto zur Welt kommt. Mein Mann lies mich dann vor dem Krankenhaus aussteigen, um einen Parkplatz zu suchen. kaum war ich im Geburtssaal angekommen, setzten die Presswehen ein. der Arzt schrie immer, da ich nicht richtig presste und drückte schließlich stark auf meinen Bauch, um das Leben der Kleinen zu retten.Außerdem brauchte ich einen Dammschnitt. Trotz dem Minikleinen Kind.Als Sie dann auf der Welt war, wurde Sie sofort einem Kinderarzt übergeben, denn sie war zu schwach zum Atmen.Sie musste reanimiert werden. Hätte ich im Auto entbunden, hätte sie nicht überlebt. Ich hatte 1000 Schutzengel. Ich durfte sie dann leider erst 2 Stunden später sehen, es kam mir vor wie eine Ewigkeit. es fiel mir umso schwerer, da ich vor der Geburt nicht wusste, welches Geschlecht mein Kind hatte und ich sehr neugierig war, sie zu sehen. Aber der Anblick war grausam für mich. Sie war an Nadeln angeschlossen und so miniklein. 1870g und 44 cm. ich war umso erschrokenerr, da mir mein frauenarzt vor zwei Wochen gesagt hatte, dass sie schon über 2000g wiege. 
ich weinte so sehr und mein Wunsch war es, ihr dieses Leid zu ersparen und mit ihr tauschen zu können. 
Anfangs trauten wir uns sie nicht zu halten, aber die Schwestern halfen uns sehr dabei. Jeden Tag verbrachte ich mindestens 4 Stunden im Krankenhaus, um ihr alle die Liebe und Körperwärme, die ihr zuvor genommen wurde, zu geben. Sie entwickelte sich dann so rasch zum Poitiven, dass Sie schon nach einer Woche von der Intensiv auf die frühchenstation verlegt werden konnte. Und am 29.12. bekamen wir sehr plötzlich die überraschende Frage, ob wir die Kleine mit nach Hause nehmen wollen. Sie hatte 2200g und war stabil genug.
wir waren überglücklich. Mein Wunsch lange zu stillen ging leider nicht in Erfüllung, da sie von Anfang an zu schwach zum trinken war. Aber um ihr die gute milch zu geben, stand ich drei mal pro Nacht auf und pumpte ab.
mittlerweil kann es keiner fassen, dass sie ein Frühchen is. Sie ist von der Entwicklung her weiter als normale Kinder. Sie fing mit 11 Monaten an, alleine zu laufen und man bedenke, mit 16 Monaten, alleine die Treppe zu steigen. Seit ihrem 20. Lebensmonat läuft sie die Treppen komplett alleine, ohne Begleitung. wir wohnen im Hause meiner Eltern und sie watschelt immer von einem Stockwerk zum anderen. Und kaum wagt man es, ihr helfen zu wollen, schimpft sie und sagt alleine. Wahnsinn. Dass aus diesem hilflosen Mädchen so ein Wunderkind wird, hätte niemand gedacht. Auch die Farben kann sie mit 25 Monaten schon, da sie viel Interesse an Neuem hat.
wir hatten einfach wahnsinniges Glück. 
da meine Gebärmutter sehr nach recht gedrückt ist, sit die Warscheinlichkeit hoch, dass die nächste Schwangerschaft wieder riskant verläuft. 
Aber nächstes werde ich die Bettruhe einhalten.

4 Monate 
von Steffi 


Ich habe den Artikel zum Thema Liegeschwangerschaft in der letzten Eltern Ausgabe gelesen und muß sagen, daß er nach meinem Empfinden recht "oberflächlich" rüberkommt und bei weitem nicht ausdrückt, wie schwer eine Ligeschwangerschaft tatsächlich für die Betroffenen ist!!!
Ich mußte während meiner zweiten Schwangerschaft aufgrund starker Blutungen bei einer Placenta praevia totalis schon ab der 16.SSW liegen, und zwar hauptsächlich in der Klinik. Anfangs hatte ich noch einen Funken Hoffnung, es würde sich noch etwas ändern, aber als abzusehen war, daß ich bis zur Geburt liegen muß, war es als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen: Was passiert mit meinem "Großen"? Was wird mit dem Baby? Wie sollen wir das schaffen? Ich war traurig und wütend, denn ich hatte so viele Pläne, die nun wie Seifenblasen zerplatzten. Einer der schlimmsten Tage war der 3. Geburtstag meines Sohnes, den ich nicht miterleben konnte, weil ich die Klinik nicht verlassen durfte.
Zu den psychischen Qualen kamen die körperlichen Probleme: Thrombosestrümpfe bei 30°C sorgten für Kribbeln in den Beinen, alles tat weh vom Liegen, die Haare wurden vom vielen Liegen strapaziert und brachen ab, trotz Müdigkeit konnte ich schlecht schlafen. Aufgrund vorzeitiger Wehen wurde eine Tokolyse notwendig, die zu Herzrasen und Kopfschmerzen führte, ich bekam die Lungenreife gleich mehrfach, und immer wieder kam es zu heftigen Blutungen und die Angst, das Baby zu verlieren war unerträglich.
Es ist schwer, das alles zu beschreiben. Es war alles so viel, -zu viel! Ich hangelte mich von Mahlzeit zu Mahlzeit, von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, während draußen das Leben einfach weiterging, während ich in meinem kleinen Zimmer eine ganze Jahreszeit verpaßte.
Bei 31+3 SSW zeigte das CTG plötzlich schlechte Herztöne. Ich wurde in den Kreißsaal gebracht und engmaschig überwacht: mehrmals Ultraschall, Doppler, CTG war ständig dran, Infusionen, Spritzen...ich wurde für die OP vorbereitet und verbrachte 24 Stunden im Kreißsaal. Am Morgen des 20.10.2008 wurde Maximilian dann per Notkaiserschnitt geholt. Da ich eine Spinalanästhesie hatte, konnte ich hören, wie die Ärztin fluchte und ich hörte wie aus der Ferne Wortfetzen "Kind...schlapp...blau.......atmet nicht.." 
Ich schloß die Augen und hatte eine unglaubliche Angst, daß alles umsonst gewesen war und er es nicht schafft. Die Tränen liefen, bis die erlösende Nachricht kam, daß er intubiert wurde und sich etwas zu erholen schien.
Maximilian war 43cm klein und wog 1700g. Er war lange Zeit im Inkubator und mußte beatmet werden. Nach 8 Wochen durften wir ihn endlich mit nach Hause nehmen.
Und dann kämpften wir uns gemeinsam zurück in ein normales Leben!

Es hat sich gelohnt! 
von Denise 


Auch ich lag lange im Krankenhaus. Nachdem meine Tochter Carla 2008 nach vorzeitigem Blasensprung (SSW 25) in der SSW 28 zur Welt kam und auf Grund einer Infektion kurz nach der Geburt starb, war eis nun ein großer Schock: wieder eine Verkürzung des Gebärmutterhalses und dieses Mal vorzeitige Wehen. Ich war auch wieder in der SSW 26 als ich ins Krankenhaus kam und es hieß, je länger ich es durchhalte umso besser. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte einfach nur Angst. Ich setzte mir immer kleine Ziele. SSW 28 – SSW 30 – SSW 32 – SSW 34 zu schaffen. Man sagte mir wenn ich die SSW 34 erreiche, dann kann ich noch mal nach Hause. Denn wenn er dann kommt, dann kommt er halt. 9 Wochen liegen bis zur SSW 34. Mein Traum war es, das zu schaffen. 2 Tage vor der SSW 34 sprang dann meine Blase und unser Jonathan kam genau SSW 34 zur Welt. Per Kaiserschnitt, denn obwohl er es doch vorher so eilig hatte, wollte er nach dem Blasensprung dann doch nicht mehr.
Die 9 Wochen waren psychisch gesehen die Hölle. Ich hatte solche Angst noch ein Kind sterben zu sehen. 9 Stunden alt ist Carla damals geworden und es war für mich das Schrecklichste was einem Menschen passieren konnte – sein Kind sterben zu sehen. Jonathan jedoch machte sich prächtig. Er lag noch 2 Wochen auf der Intensivstation bevor er nach Hause kam. Seine Nasensonde zog er sich selber und zeigte den Schwestern, dass er sehr wohl alleine trinken kann. Inzwischen ist er 3 ½ Monate alt und hat das Gewicht eines normalen Kindes seines Alters. Er wog bei der Geburt 2250g und inzwischen wiegt er stolze 6300g. Er ist NATÜRLICH das süßeste Kind der Welt!!!
In der Zeit im Krankenhaus durfte ich „Gott sei Dank“ allein auf die Toilette, und ganz selten Duschen. Ich lag die ganzen 9 Wochen am Wehentropf (der unheimliches Herzrasen verursacht). Es waren 33 Grad als ich Krankenhaus kam und 10 Grad als ich wieder raus kam. Insgesamt war ich 10 Wochen dort. Zum Glück liegt unsere Wohnung direkt neben dem Krankenhaus, so dass Patrick jeden Abend mal schnell kommen konnte. Er brachte mir einen Laptop mit und besorgte mir Internet. Meine Freunde machten mir per Mail Mut und ich bekam SEHR viele Nachrichten. Das Handy dufte man benutzen und ich bekam sehr viel Besuch. Eine Freundin organisierte, dass ich regelmäßig Besuch bekam und das nicht alle auf Einmal, sondern einzeln kamen. Zum Teil hatte ich nette Zimmerkolleginnen, zum Teil … waren sie einfach ANDERS. 2 mal die Woche kam eine Kunsttherapeutin die einfach nur nett war und einem das liegen vereinfachen wollte und es auch ein wenig schaffte.
Ohne meinen Freund hätte ich das alles nie geschafft. Er war der Wahnsinn, obwohl er so viel Angst hatte. Eines hatte wir gemeinsam: Wir wollten dem Anderen und unseren Freunden und der Familie unsere Angst nicht zeigen, aus Sorge, dass sie sich zu sehr um einen Sorgen. 
Aber das alles hat sich auf jeden Fall geloht. Jonathan ist ein ganz süßer und entspannter Fratz, der nach 2 ½ Monaten schon durchschlief. Zur Zeit grinst er Alles und Jeden an wenn er nicht versucht seine komplette Faust in seinen kleinen Mund zu schieben. Er trinkt tagsüber alle 4-5 Stunden und ist einfach nur toll und FAST immer lieb. 
Aber er musste es schließlich auch schaffen, denn er hat im Himmel einen kleinen wundervollen Schutzengel der ganz stolz ist auf seinen kleinen Brunder!

Fast 4 Monate liegen!! 
von Eliane 


Als ich die Geschichte von Daniela las, kam es mir vor als würde ich meine Geschichte lesen. Ich ging in der 17 Woche zur Routinekontrolle bei meiner Frauenärztin und während dem Ultraschall-Untersuch konnten wir zusehen wie der Gebärmutterhals zusammensackte. Ich wurde sofort ins Spital in Liestal verlegt. Nach vielen Untersuchen und zwei Wochen strickter Bettruhe wurde mir eine Cerclage gemacht, da mein Gebärmutterhals noch ganze 17 mm lang war. Es folgten Wochen wo ich alles im Bett machen musste. Dann folgten Wochen wo ich wenigsten für Toilette aufstehen durfte und nach der 28 Schwangerschaftswoche durfte ich zwei mal im Tag 1/2 Stunde im Rollstuhl aus dem Zimmer. Es war ein Highlight entlich mal wieder aus dem Krankenzimmer zu kommen. Ich lag von der 17 bis zur 32 Woche,also fast 4 Monate!! Dann wollten meine Mädchen kommen.Sie wurden per Kaiserschnitt geholt, da das unten liegende mit den Füssen nach unten lag und einen Blasensprung gemacht hatte, somit also keine Chance mehr hatte sich noch zu drehen. Da sie als Frühchen auf die Welt kamen mussten sie 4 bzw. 5 Wochen auf die Neonatologie in Basel. 
In der Zwischezeit sind meine Mäuse 19 Monate alt und stehen in nichts mehr anderen Kindern in ihrem Alter nach. In der langen Zeit des Liegens hat mir natürlich sehr geholfen, dass mein Mann jeden Tag ins Spital kam und mich aufmunterte wenn es sein musste. Meine Familie und die Freunde wechselten sich auch ab mit Besuchen. So hatte ich immer Aktion.
Wenn ich meine Mädels anschaue bin ich jedes Mal froh, dass ich die strickte Bettruhe eingehalten habe, jede Minute des Liegens hat sich gelohnt.

8 Wochen gekämpft für unsere Zwillinge 
von Tini 


Nachdem ich bereits in der Frühschwangerschaft aufgrund eines Hämatoms 6 Wochen auf der Couch zubrachte, dachte ich eigentlich, dass es nicht schlimmer kommen könne. Wie hatte ich mich getäuscht.
In der 21. SSW sprang die Fruchtblase unserer Tochter. Wir fuhren sofort ins Krankenhaus, wo mir mitgeteilt wurde, dass ich mit einer Fehlgeburt zu rechnen hätte, da die Kinder erst ab der 23. Woche lebensfähig seien.
Trotz allem kämpften mein Mann und ich uns durch die zwei Wochen. Dann wurde ich in eine Klinik mit Neugeborenen-Intensivstation verlegt, wo ich noch einmal 6 Wochen zubrachte. Absolute Bettruhe mit nicht immer einfachen Zimmernachbarinnen.
Wir hofften, dass es unsere Tochter schaffen würde, da sie stetig weiter wuchs und sich oft bemerkbar machte. Für unseren Sohn standen die Chancen gut.
In der 29. SSW mussten die beiden dann allerdings wegen nicht aufzuhaltender Wehentätigkeit per Kaiserschnitt geholt werden.
Leider verstarb unsere Tochter noch im OP. Unser Sohn startete gut, brach aber nach einem Tag ein, so dass wir auch um ihn bangen mussten. Aber er entschied sich für's Leben. Nach über 12 Wochen auf der Intensivstation durften wir ihn kurz vor Weihnachten endlich mit nach Hause nehmen. Anfangs noch mit Sauerstoff, Monitor und Magensonde.
Der Sauerstoff ist mittlerweile komplett ab und den Monitor brauchen wir nur noch nachts. Wir hoffen, dass er auch bald die Magensonde los wird.
Wir sind stolz auf unsere Tochter, dass sie für ihren Bruder so lange durchgehalten hat und natürlich auch auf unseren kleinen Kämpfer.

Vorzeitige Wehen 
von Stefanie Herrfurth 


Ich bekam sehr plötzlich in der 23. SSW heftige vorzeitige Wehen (alle 5-7 min) - und dass im Vorfeld unserer standesamtl. Hochzeit! Wahrscheinlich waren die Aufregung vor der Trauung und beruflicher Stress die Ursache. So kam ich am Vorabend unserer Trauung in die Uniklinik, wo eine Verkürzung des Gebärmutterhalses auf 1,5 cm festgestellt wurde. Das KH durfte ich am nächsten Vormittag nur für 1 Std. - und dass auf eigenes Risiko - für die Eheschliessung verlassen. Danach war nur Liegen angesagt, nur die Toilette durfte ich aufsuchen. Hatte ich zuerst die Hoffnung, dass ich nach wenigen Wochen Liegen vielleicht meine SS normal würde zuende führen können, erwies sich das als Trugschluss. Ich musste tatsächlich die verbleibenden 14 Wochen liegen bleiben - immer im Wechsel, mal im KH (wenn sich der GBH wieder mal verkürzt hatte) oder zuhause. Nur 2x täglich durfte ich eine kleine Runde gehen, damit mein Kreislauf nicht völlig den Bach runtergeht.
Überwog bei meinem Mann und mir natürlich zuerst die unheimlich Angst, unser Kind zu verlieren, so kam nach und nach die Frage auf: wie überstehe ich nur diese langen Wochen, die wie eine Wüste vor mir lagen. Doch wie durch ein Wunder mobilisierte ich Kräfte, von denen ich gar nicht wußte, dass ich sie hatte. Ich selbst war nicht mehr wichtig, nur meine kleine Tochter, die so unruhig in mir war. Ich versuchte alle negativen Strömungen abzuwehren, sah nur lustige Sendungen im TV, las nur seichte Zeitschriften und strukturierte meinen Tag so gut es ging. Denn das habe ich gelernt in den vielen Wochen: eine Tages-Struktur lässt die Zeit schneller vergehen. Immer gewisse Dinge zur selben Zeit machen, sehen etc. sorgt dafür, dass die Tage so schnell vergehen wie es in solch einer Situation nur irgendwie geht. Ich habe mich durch die kritischen Wochen gehangelt und mir immer wieder Ziele für mein Durchhalten gesetzt: 25. SSW, 28. SSW, 30. SSW usw. Bis es meine kleine Tochter nicht mehr aushielt und so runterdrückte, dass ich in der 37. SSW mit KS entbunden wurde.
Wir waren selig, dass sich die langen Wochen der Geduld gelohnt hatten: Irma war putzmunter und gesund. Zwar noch federleicht, aber nach ein paar Tagen hat sie begonnen, ordentlich zu trinken und in Windeseile zugelegt.
Ich kann nur allen, die in solch einer Situation sind, sagen: die Zeit geht tatsächlich vorbei - auch wenn man es nicht glauben kann. 
Das einzige, was für mich im Moment nicht in Frage kommt - und was ich unheimlich bedauere - ist ein 2. Kind. Bei der Vorstellung nochmal liegen zu müssen (und die Chancen sind mit 50:50 recht hoch), stehen mir die Haare zu Berge...

 

4 Monate liegen, 3 gesunde Kinder, 2 mal Cerclage, 1 Heirat im Krankenhaus 
von Nicole 


Den Artikel von Daniela habe ich als allererstes gelesen als ich die neueste Eltern-Zeitschrift bekommen habe. Vieles erinnerte mich am meine "Liegeschwangerschaft"!. 2005 war ich mit meiner ersten Tochter schwanger. Schon zu Beginn hatte ich Blutungen, mußte von einem Tag auf den anderen aufhören zu arbeiten. Zuerst sollte ich zu Hause "liegen", als sich aber mein Gebärmutterhals schon in der 15/16 Woche verkürzte hat mich meine Frauenärztin zur "Beobachtung" in die Klinik eingewiesen. Da stellte sich noch eine Trichterbildung raus. Um eine Frühgeburt zu vermeiden wurde ich gleich an einen Magnesiumtropf rund um die Uhr angeschlossen. Aufstehen war nur vom Bett zur Toilette/Duschen erlaubt. Nachdem in einer so frühen SSW nicht von einer Frühgeburt sondern einer "späten Fehlgeburt" gesprochen wird, wurde uns eine Cerclage empfohlen. Allerdings besteht während der OP der Cerclage die Möglichkeit daß die Gebärmutter "aktiv" wird und das Kind abstößt. Also haben wir uns dagegen entschieden. Das hieß Liegen, Liegen, Liegen. In der 24. SSW wurde ich in eine Spezialklinik für Frühgeburten überwiesen. In der 29. SSW wieder zurückverlegt. Dann haben der Vater des Babys und ich auch noch geheiratet in der Klinik (ist mal was anderes). 6 Wochen vor Entbind.termin aus Klinik entlassen. Durchgehalten bis 4 Tage vor Termin. 15 Monate später kam dann unsere 2. gesunde Tochter mit Cerclage legen in der Schwangerschaft zur Welt. Und vor 9 Monaten kam dann noch unsere 3. Tochter gesund und wieder mit Cerclage legen zur Welt. Mit Abstand betrachtet kamen mir die 4 Monate liegend im Krankenhaus doch nicht so lange vor. Der Klinikalltag gibt einem auch einen gewissen Halt in der Zeit. Ich habe jeden Tag den ich im Krankenhaus durchgehalten habe auf einem Wandkalender mit roter Farbe abgehakt. Alle Daten vom Baby wurden eingetragen. Wenn ich mir das heute anschaue kommen auch schöne Erinnerungen hoch. Viele Freundschaften wurden geschlossen die sich bis heute noch halten. Wir würden alles wieder genauso machen. Ich kann nur sagen, es lohnt sich wirklich!!!

Liegen hat unsere Tochter gerettet! 
von Andrea


Bei 25+2SSW stellte meine Ärztin fest, dass der Gebärmutterhals auf 2,7 cm verkürzt war und sich ein Trichter gebildet hat.
Ich kam sofort ins Krankenhaus, bekam Wehenhämmer und Antibiotika. Und es hat sich hinterher bestätigt, dass eine Infektion die Ursache war. Einen Monat habe ich im Krankenhaus verbracht. Es war nicht immer leicht. Ich durfte nach einigen Tage aufstehen, aber nur um zur Toilette zu gehen und später um mit dem Aufzug zum CTG zu fahren. Nach der Entlassung habe ich dann noch fünf Wochen zu Hause gelegen. Gott sei dank ist alles gut gegangen und unsere Tochter kam dann gesund neun Tage vor ET auf die Welt.
Aber ich weiß auch, dass es anders ausgehen kann und kann daher einfach nicht verstehen, wenn jemand solche Anweisungen ignoriert...
Als Mutter, die ihr erstes Kind in der 21. SSW verloren hat ist es für mich völlig unverständlich so ein Risiko einzugehen. Damals hatte sich bei mir schon der Muttermund geöffnet und die Fruchtblase war zu sehen. Nach einem Tag liegen ist diese dann geplatzt und unsere erste Tochter kam tot zur Welt...
Gerne hätte ich das Wochen lange liegen in Kauf genommen, um das zu ändern.
Diese Erfahrung hat auch dafür gesorgt, dass ich in der zweiten Schwangerschaft das Liegen gut ertragen habe. Lesen, Rätseln, Fernsehen... Auch wenn das alles schnell langweilig war, so ist die Zeit doch umgegangen. Und zu Hause hat dann der Laptop und das Internet sehr geholfen, das Liegen durchzustehen! Und Babysachen einkaufen ging auf diese Weise auch!
In jedem Fall lohnt es sich, besser einmal zu Vorsichtig zu sein!
Klar, Schwangerschaft ist keine Krankheit, aber trotzdem kann leicht etwas passieren!

3 Monate die sich gelohnt haben 
von Katrin 


Als ich die Geschichte von Daniela las, wurde ich sofort an meine eigene Liegezeit vor einem Jahr erinnert. Ich kam am 04.12.2008 in der 24. SSW mit einem stark verkürztem Gebärmutterhals und Trichterbildung ins Krankenhaus. 
Durch vorhergehende Untersuchungen bei einem Spezialisten und durch meine Frauenärztin wusste ich bereits, dass ich mit dem Arbeiten aufhören und mich und meine ungeborenen Zwillinge schonen musste. Ich hatte mich also schon darauf eingerichtet, zu Hause zu liegen, als ich zum Frauenarzttermin an diesem Dezembertag ging und freute mich auf die Ultraschalluntersuchung, bei der ich meine 2 kleinen Jungs sehen konnte. Und dann der Hammer! Der Gebärmutterhals hatte sich innerhalb kurzer Zeit schon wieder verkürzt und meine Ärztin konnte es nicht mehr verantworten und wies mich noch am selben Tag in die Klinik ein! Für mich brach die Welt zusammen - ich hatte noch nichts für die Zwillinge gekauft - geschweige denn ein Kinderzimmer eingerichtet - war ja auch noch Zeit! Ich habe Rotz und Wasser geheult, meinen Freund angerufen und wir haben dann noch 3 Stunden Zweisamkeit zusammen genossen, bevor ich abends im KH einrückte.
Die erste Nacht und die ersten Tage waren schlimm, aber irgendwie findet man sich dann zurecht - es bleibt einen ja nichts anderes übrig. Ich durfte zumindest für die Toilette und zum Duschen aufstehen, und da es ein altes Gemäuer war, musste ich dafür mein Zimmer verlassen. Was sonst vielleicht nicht so wünschenswert wäre, war in meinem Fall einfach toll - man sah andere Leute auf dem Gang und konnte auch mal ein Schwätzchen halten. Nach einer Woche hatte ich vorzeitige leichte Wehen und bekam Wehenhemmer (incl. Herzrasen und Kopfschmerzen) und war jetzt an der "langen Leine" angeschlossen. Natürlich bekam auch ich nun den obligatorischen Krankenhauskoller, vor allen Dingen, als man mir sagte, dass es wohl nichts mehr werden würde mit Weihnachten in den eigenen 4 Wänden! Die Feiertage und der Jahreswechsel waren dann auch die schlimmste Zeit für mich, aber dann wurde es besser. Man entwickelt so eine "Leck-mich-am-A...- Mentalität, die einen über die vielen Tage im Liegen hinweghilft. Duschen, CTG, Ultraschall, Massagen, und natürlich der tägliche abendliche Besuch meines Freundes waren die Highlights. Ich verbrachte die meiste Zeit mit Lesen, Rätseln, Gameboy-Spielen, Radiohören, viel Schlafen und Gesprächen mit den Bettnachbarn - der Fernseher wurde erst gegen 17:00 Uhr angemacht (sonst verblödet man vollends). Dann fing ich mir auch noch eine schwere Bronchitis ein und so standen noch regelmäßige Besuche beim HNO-Arzt auf dem Programm (Abwechslung!!) Ich lies es mir auch nicht nehmen, einmal in der Woche in den KH-Kiosk und ab und zu in die KH-Bücherei zu gehen. Während meines Aufenthaltes wurden die Zimmer auf der Station umgebaut, so dass ich noch einen Umzug in ein anderes Zimmer und täglichen Baulärm als Abwechslung hatte. So schaffte ich es irgendwie bis zur 34. SSW und endlich konnte der Infussionsschlauch weg. Es war einfach ein herrliches Gefühl! Und das war wohl auch das Startsignal für meine 2 Kleinen. Am selben Abend platzte mir die Fruchtblase und nach 5 Stunden waren die beiden Mäuse auf natürlichem Wege da! Ich hatte ein wundervolles Team,was mich unter der Geburt begleitete (der Vorteil der langen Liegezeit war auch, dass ich jeden Arzt und jede Hebamme kannte, so dass nur vertraute Gesichter um mich herum waren!)
Die 2 Mäuse (1.980 g und 2.150 g)kamen gleich auf die Kinderintensiv, wo sie noch 2 Wochen lang aufgepäppelt wurden. Am 5. März 2009 konnte ich dann endlich das Krankenhaus zusammen mit meinen 2 Jungs verlassen, aber es hat eine lange Zeit gedauert, bis ich mich an die "Freiheit" wieder gewöhnt hatte.
Ich habe in den 3 Monaten tolle Bekanntschaften mit anderen werdenden Müttern gemacht - wir sehen uns heute noch regelmäßig. Dadurch, dass ich keinen Geburtsvorbereitungskurs mitmachen konnte, habe ich wenigstens diese Kontakte zu Müttern, die ähnliches wie ich durchmachen mussten.
Eine Krankenschwester sagte mir einmal, dass ich mich irgendwann nach der Zeit im Krankenhaus zurücksehnen werde. Damals habe ich gelacht - heute weiß ich, dass Sie Recht hatte. Es gab vor allen Dingen in den ersten anstrengenden Wochen zu Hause Momente, in denen ich mich in die Klinik zurück wünschte! 
Also, ich kann nur allen Mut machen, die zum Liegen verdonnert werden. Man schafft mehr, als man glaubt! Und jeder Tag länger, den die Mäuse im Bauch verbringen ist ein gewonnener Tag.
In 3 Wochen werden meine beiden schon 1 Jahr alt und sie sind trotz 6 Wochen "Frühstart" mopsfidel. Man kann nicht dankbar genug sein, denn es hätte auch anders ausgehen können (wie auch die anderen Geschichten hier in dem Forum erzählen).
Also Viel Glück - Ihr schafft das!

Nicht in die Horizontale gewechselt... 
von Irena 


und trotzdem einen Tag nach ET entbunden.
In der 21. Woche war mein Gebärmutterhals auf 2 cm verkürzt und hatte einen Trichter gebildet - ab ins Krankenhaus versorgt mit Wehenhemmern für die nächsten Wochen, das war die Meinung des Frauenarztes. 
Da ich mitten in der Doktorarbeit steckte, habe ich statt dessen weitergearbeitet, 10 Wochen später eine 11tägige Radtour im Ausland mit Zelt gemacht, bin in der Nacht vor der Entbindung noch mit dem Rad unterwegs gewesen - und unser Nachwuchs kam einen Tag nach dem errechneten ET zur Welt.

Wirklich ein Wunder! 
von Anja 


Nach 4 Fehlgeburten in der Frühschwangerschaft wurde ich 2006 wieder schwanger. Die Schwangerschaft war von Anfang an schwierig. Ich musste mich schonen und hatte mehrmals starke Blutungen. Doch unser Baby wuchs weiter! In der 20. SSW kam ich mit Gebärmutterhalsverkürzung und Trichterbildung ins Krankenhaus. Dort wurde nach ein paar Tagen eine Cerclage gelegt. Bis 29+0 SSW lag ich anfangs mehr und später weniger streng im Krankenhausbett und war trotz der schweren nicht enden wollenden Tage dankbar über jeden einzelnen, den unser Baby in meinem Bauch verbringen durfte. Bei 29+0 SSW musste unsere Tochter aufgrund von starken Blutungen (Verdacht auf Plazentaablösung) auf die Welt geholt werden. Sie hatte einen schweren Start und wir bangten um ihr Leben. Doch gegen Ende ihrer ersten Lebenswoche ging es ihr von Tag zu Tag besser und heute ist sie unser absoluter Sonnenschein. Wir sind unendlich dankbar! Ich bereue keinen einzigen "Liegetag". Allen Schwangeren, die liegen müssen, wünsche ich viel Kraft und Durchhaltevermögen! Es lohnt sich wirklich!

8 Wochen und halb gewonnen/halb verloren 
von Tini


Auch meine Schwangerschaft war nicht einfach. Ich hielt am 1. April 2009 nach einer IUI einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Zwei Wochen später erfuhren mein Mann und ich, dass wir Zwillinge erwarten.
Die erste Zeit war nicht einfach (Hämatom mit heftigen Blutungen und teilweise Bettruhe für 6 Wochen), aber die wirkliche Herausforderung sollte noch kommen.
In der 21. SSW (20+6) sprang die Fruchtblase unserer Tochter. Wir fuhren sofort ins Krankenhaus, wo man uns wenig Hoffnungen machte und uns meinte, wir sollten uns seelisch schon mal auf eine Fehlgeburt vorbereiten.
Das trat zum Glück nicht ein. Nach zwei Wochen wurde ich in eine Klinik mit Neonatologie verlegt, wo ich noch einmal 6 Wochen im Bett lag (über die teilweise wirklich anstrengenden Zimmernachbarinnen könnte ich ein Buch schreiben). Wir hofften, dass unsere Tochter dennoch eine Chance bekäme, sie wuchs ja gut weiter und unser Sohn machte uns große Freude.
In der 29. SSW (28+6) mussten unsere beiden Wunder dann aber leider geholt werden, weil ich Wehen bekam, die sich nicht mehr aufhalten ließen.
Unsere Tochter verstarb leider nach 50 Minuten auf dieser Welt und großem Kampf noch im OP. Unser Sohn kämpfte 12 Wochen auf der Intensivstation (auch bei ihm sah es anfangs sehr schlecht aus). Seit Mitte Dezember haben wir ihn daheim (anfangs noch mit Sauerstoff, jetzt nur noch mit Monitor und Magensonde) und er bereitet uns große Freude. Er macht täglich große Fortschritte und jeder Tag im KH hat sich gelohnt. Aber unsere Tochter vermissen wir sehr und sind sehr traurig, dass sie nicht bei uns sein kann. 

Lebende Brutkästen 
von Janine 


Ich musste in beiden Schwangerschaften liegen. Und wie bei Daniela fiel es mir nicht gerade leicht.
Vor allem in der 1.Schwangerschaft hatte ich immer das Gefühl, was "Wichtiges" verpasst zu haben. Bei einem Besuch beim Frauenarzt sagte dieser mir, dass der Gebärmutterhals schon verstrichen sei und sich ein trichter gebildet hat. Ich wurde sofort ins Krankenhaus eingewiesen - in der 27.SSW. "Nur übers Wochenende". Ich hab total geweint, weil wir für das WE Karten hatten für ein Musical auf das ich mich so wanhnsinnig gefreut habe (mein 150€ teures Weihnachtsgeschenk ist damit verfallen...).
Ich hatte das Kinderzimmer nicht annähernd fertig, keine Kleidung gekauft,...weil "das macht man nicht vor der 30.SSW" hatten alle in der Familie gesagt.
Also habe ich die letzten gemeinsamen Tage als Ehepaar verpasst, das letzte Mal ausgehen ohne Kind und babysitter, das Klamotten kaufen fürs baby, das Kinderzimmer einrichten,...
Meine Mutter und Schwiegermutter haben alls nach ihrem geschmack eingerichtet und gekauft. Mein Mann, der sich gerade selbstständig gemacht hat, kam nur abends kurz vorbei. Wenn er Feierabend machen konnte, war die besuchszeit eigentlich schon vorbei.
Mut gemacht hat mir damals meine Zimmernachbarin. Sie lag mit der 5.SS, hat aber nur eine Tochter lebend zur welt bringen können und lag schon seit der 13.SSW (war bereits über 3 Monate dort). Wir 2 haben uns als Brutkästen gesehen :D Brav alles gemacht, was die Ärzte gesagt haben und gebrütet.
Nach Abstellen der Wehenhemmer platze meine Fruchtblase und unsere Tochter kam in der 34.SSW zur Welt.
Diesmal, in der 2.SS, hatte ich Kinderzimmer, Kleidung und einen gemeinsamen Urlaub in der 24.SSW fertig!
In der 28.SSW, einen Tag vor meinem Geburtstag, kam ich mit vorzeitigen Wehen und verkürztem Gebärmutterhals ins Krankenhaus. Ich musste "nur" 4 Wochen liegen. Es fiel mir dieses Mal, trotz aller Vorbereitungen, wesentlich schwerer als in der 1.SS! Die Große heulte, weil ich nicht nach Hause kam, mein Mann arbeitete die Nächte durch und war fix und fertig, weil er sich um die Große (gerade 2 Jahre alt) kümmern musste, meine Mutter war am schmpfen, das zu Hause McDonald und Chaos in allen Räumen herrscht,...
Dieses mal kamen nach Abstellen des Wehenhemmers keine Wehen und ich "durfte" bis zur 36.SSW zu Hause liegen. Ich war noch 4mal im KH wegen Wehen. Aber unser Sohn hat durchgehalten : er kam einen Tag vorm errechneten Termin! Obwohl der Muttermund schon seit der 34.SSW 2cm geöffnet war. Damit hat kein Arzt und keine Hebamme gerechnet.
Manchmal muss man eben liegen lernen. Und brüten! 

2 Schwangerschaften liegen. 1x kurz, 1x lang mit Kleinkind 
von Gudrun 


In meiner ersten Schwangerschaft lief alles bestens - bis zu dem Freitag, als ich nachts leichte Blutungen und leichte Wehen bekam. Ich war in der 24. SSW. Meine Ärztin schickte mich sofort ins Krankenhaus, wo ich zunächst weitgehend liegen sollte und wehenhemmende Mittel bekam. Am Samstag bekam ich eine Spritze zur Lungenreife. Abends hatte ich einen Blasensprung und wurde in ein Perinatalzentrum verlegt. Jetzt war strikte Bettruhe angesagt. Ich wurde über alles mögliche informiert, u.a. auch die Chancen einer Frühgeburt. Ich sollte mindestens die 30. SSW erreichen, in der 36. SSW würde ich entlassen, dann könne das Kind kommen. Bekäme ich jetzt eine Infektion, müsse das Kind geholt werden, da es anders nicht behandelt werden könne. Ich bekam sie, war Montag stundenlang am CTG. Dienstagmorgen war es soweit. Mir ging es miserabel mit Schüttelfrost und Fieber. Ich war jetzt in der 25. SSW. Meine Tochter wurde per Kaiserschnitt geholt.
Ich hätte gerne länger gelegen, auch wenn ich mir das damals schwer vorstellen konnte, so lange ans Bett gefesselt zu sein. Wir haben mit einem Frühchen einiges durchgemacht. Heute ist unsere Tochter 5 Jahre alt und hat das meiste aufgeholt, vor allem ohne Schäden.
Nachdem die zweite Schwangerschaft in der 12. SSW in einer Fehlgeburt endete, kam in der dritten Schwangerschaft die erste Panik auf, als ich in der 14. SSW heftige Blutungen hatte. Ich wurde ein paar Tage krank geschrieben. Kaum arbeitete ich einen Tag, ging es wieder los. So lag ich ab der 15. Woche. Zum Glück durfte ich zu Hause liegen. Meine Tochter hätte eine längere Trennung von mir kaum verkraftet. Aufstehen zum Duschen und zur Toilette war erlaubt. Nur was macht man mit einer 2,5-jährigen, die aufgrund der Frühgeburt vieles noch nicht kann? Die private Krankenkasse bot leider keine Familienpflegerin an, trotz Nachfrage. Familie ist zwar in der Nähe, arbeitet aber oder erholte sich gerade von einem komplizierten Beinbruch. Zum Glück ließ es sich einrichten, dass unsere Kinderfrau 4 Tage kommen konnte, statt bisher 2 Tage pro Woche. Mein Mann arbeitete seine 40 Stunden an 4 Tagen und durfte so den Mittwoch zu Hause bleiben. Für ihn war es Stress pur, da er neben seinem vollen Job noch einiges im Haushalt zu erledigen hatte. Ich hatte sehr viel Zeit, die ich mit Lesen verbracht habe. So lag ich bis zur 18. SSW. Die Blutung hörte auf. Ich durfte nun mehr und mehr aufstehen, aber natürlich nichts heben oder arbeiten (auch nicht leichte Gartenarbeit wie Rasenmäher schieben). Ich ließ mir also alles tragen: Einkauf, Wäschekörbe,... Meine Tochter war immerhin schon so weit, dass sie selbst in ihren Autositz oder über einen Stuhl auf den Wickeltisch klettern konnte. Treppen (wir wohnen im Reihenhaus) konnte sie auch gerade selbst gehen.
Der weitere Verlauf der Schwangerschaft war dann unter den genannten Einschränkungen relativ normal. Unser Sohn kam 4 Tage nach Termin gesund zur Welt. Es war aber eine aufreibende Schwangerschaft. Nachdem der Haushalt mit Kind organisiert war, ließ sich das Liegen -abgesehen von den Sorgen um eine Fehl- oder Frühgeburt- aushalten. Natürlich war ich froh, als ich nicht mehr ständig liegen musste. 

7 (8) Wochen Klinik - die hormonelle Naivität hat es mich sehr gut aushalten lassen 
von acardo 


Hallo,
wie sehr habe ich mich schon auf diesen Artikel in der aktuellen ELTERN-Ausgabe gefreut, da ich selbst betroffene bin.
Hier nun zu meiner persönlichen Geschichte:
Aus der Vorsorgeuntersuchung in der 24. Woche bin ich mit einer Klinikeinweisung nach Hause gefahren. Ich hatte nur noch eine Cervix von 2,3 cm und die Ärztin wollte mich noch am selben Tag in der Uniklinik mit angeschlossenem Perinatalzentrum wissen. Gesagt getan. Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, was das überhaupt alles für mich zu bedeuten hatten. Ich, die sonst immer einen Schritt im Voraus sich über alles und jenes im Netz informiert, war nun völlig ahnungslos - wie sich herausstellte, war das mein Glück. Nun ja, ein paar Stunden später wurde ich vom Kreiss-Saal der Klinik aufgenommen. Die Ärztin sagte gleich, dass eine solche Diagnose in der Regel einen stationären Aufenthalt bis zur vollendeten 34. SSW erfordert. Ich sah nur noch eine 10 vor Augen! Ich bekam die Lungenreife und parallel einen Wehenhemmer und wurde zwei Stunden später auf die Station gebracht. Wie sich herausstellte, war es die - von mir liebevoll genannte - "Schwangeren-Problem-Station". Sprich, es war nicht die Wöchnerinnenstation sondern alles so schöne (unterschiedliche) Spezialfälle wie meines. Die erste Woche durfte ich lediglich zur Toilette und zum Duschen aufstehen, sonst nur liegen. Ca. 2 Wochen durfte ich auch drei mal am Tag aufstehen, um zum Buffet zu gehen. Von der Stationsärztin wurde ich anfangs noch von Woche zu Woche mit einer Entlassung vertröstet bis mir eine Oberärztin klipp und klar sagte, dass ich vor der 34. SSW (später wurde es generell auf die abgeschlossene 33. SSW vorverlegt) nicht entlassen werde. Ab dem Zeitpunkt - wo klare Verhältnisse geschaffen waren - war es für mich besser.
Über das Medizinische werde ich mich nun nicht im Detail auslassen, eher über die Zeit an sich und meine Gefühle schreiben.
Die Zeit in der Klinik habe ich - bis auf so ca. 2 Tage mit einer schrecklichen Zimmernachbarin - als eine lustige Zeit in Erinnerung, die ich irgendwie auch nicht missen möchte. Sicherlich gab es auch langweilige Momente und einmal wöchentlich eine halbstündige Depriphase. Es war schon schwer, vom Alltag und Ehemann so von jetzt auf gleich heraus- bzw. weggerissen zu werden. Doch alles in Allem habe ich mich neben sehr lieben und netten Leidensgenossinnen (zu denen ich heute noch Kontakt habe), dort gut aufgehoben und vor allem SICHER gefühlt. Daher habe ich keine Sekunde über eine mögliche Frühgeburt nachgedacht - trotz des allgemein bestehenden Risikos. Auch war mir nicht klar, was es bedeutet, ein Frühchen auf die Welt zu bringen, bis zum Zeitpunkt nach der Geburt, als mich die Hebamme anpflaumte, dass es doch wichtigeres gäbe, als Größe und Gewicht :-(.
Diese (hormonell bedingte!?) Naivität hat es mich leichter ertragen und mich nicht in eine Angst verfallen lassen. Meine Zimmernachbarin hatte immer Angst vor einem vorzeitigen Blasensprung und ich habe sie für verrückt erklärt (sorry Claudia, falls du dies hier liest ;-)). Und wen hat es in der 31. SSW getroffen: MICH. Selbst da war ich - bis auf einen kurzen Moment als ich in den Kreiss-Saal gefahren wurde - noch die Ruhe selbst. 
Ich war in der Klinikzeit das erste Mal im Leben ein ruhiger und geduldiger Zeitgenosse - im wahren Leben bin ich das absolute Gegenteil: ein Nervenbündel, ungeduldig und eher pessimistisch veranlagt.
Erst einen Tag nach der Geburt wurde mir klar, was da passiert ist. Ich bekam es psychisch in aller Heftigkeit zu spüren. Die Entlassung und die Heimfahrt nach Hause waren für mich - neben einem Kind auf der Intensivstation - so die schlimmsten Momente, die ich mit dieser Zeit in Verbindung bringe. Ich wurde nicht mehr schwanger und ohne Kind in die "Freiheit" entlassen, mit der ich völlig überfordert war. Ja, ich habe mich riesig auf zu Hause gefreut, doch die Fahrt im Auto allein war schon eine absolute Reizüberflutung für mich. Auch unsere Wohnung war mir so fremd und zu bunt. Ich wollte zurück in mein kleines Zimmer mit 4 weißen Wänden und der lieben Nachbarin, mit der ich so viel Spaß hatte!!! Ich hatte aber nicht lange Zeit darüber nachzudenken, denn ein kleines Wesen in der Klinik brauchte mich....
Soviel zu meiner Geschichte.
LG acardo
PS: auch für mich waren CTG, Ultraschall und selbst die wöchentliche Cervixmessung ein Highlight, auf das ich gespannt warten und meine Woche nach strukturieren konnte.

Liegen in Zwilli-Schwangerschaft und kleine Tochter zu Hause... 
von Karolin Ziegler 


Im Rahmen einer freiwilligen Untersuchung wurde in der Woche 24+0 festgestellt, dass ich wirksame Wehen hatte, der Gebärmutterhals statt 4cm nur bei 0,5 cm lag, sich schon ein Trichter gebildet hatte und der Muttermund 3cm geöffnet war. Was für ein Schock! Ich sollte natürlich sofort ins KH. Ich bin noch nach Hause, um meine Sachen zu packen und mich von meiner Tochter (damals 1,5Jahre alt) zu verabschieden. Im KH Bekam ich die Lungenreufespritze für meine Zwilli-Jungs, und ich Wehenhemmer, die den Kreislauf extrem belasteten...aber sie halfen.
IM KH blieb ich dann gute 4 Wochen, die ich liegend verbrachte. Allerdings durfte ich 3mal am Tag zur Toilette, was das Highlight eines jeden Tages war. Ich wurde dann nach Hause entlassen unter strengsten Auflagen (liegen, liegen, liegen). Aber ich war immerhin in der Nähe meiner Tochter und das gab mir viiel Kraft. (als ich im KH war, war meine Süße bei meiner Mama, wenn mein Mann arbeiten war). Zu Hause lag ich (weiterhin mit Wehenhemmern) weitere 5 Wochen lang. Ich bekam Wehen und mein Mann fuhr mich ins KH. Dort wurden meine Zwerge per Kaiserschnitt geholt. Niklas war 48cm und wog 2480g, Valentin 49cm un 2550g.Niklas ging es super, Valentin musste in die Kinderklinik, da er nicht selbstständig atmen konnte, nicht trinken (wurde über Sonde ernährt), er hielt seine Temperatur nicht und seine Herztöne fielen immer wieder ab. Nach weiteren 2 sehr, sehr schwierigen und tränenreichen Wochen durfte er endlich zu uns nach Hause!! Heute sind unsere Jungs 1,5 Jahre alt, topfit und man merkt ihnen nicht mehr an, dass sie gute 5 Wochen zu bald zur Welt kamen!
Ich bin sehr stolz auf meine Tochter, die das alles so gut gemacht hat und so lange auf ihre Mama verzichten musste! Ohne meine ganze Familie hätte ich das nie durchgehalten.
Ich möchte jeder Schwangeren, die liegen muss, Mut machen: Du schaffst das! und es lohnt sich! Jede einzelne Träne, die man dabei weint kann ich soo gut verstehen. Ich wünsche ganz viel Kraft. 
 

10 Wochen im Krankenhaus und 4 Wochen zuhause gelegen... 
von Celeria 


In diesen Tagen denke ich oft daran, denn es ist jetzt ein Jahr her, dass ich in der 23.SSW durch eine vaginale Infektion vorzeitige Wehen bekam. Durch einen glücklichen Zufall wurde dies bei einer Untersuchung durch meine Frauenärztin erkannt, die mich sofort ins Krankenhaus schickte - in "letzter Minute". Dort stellte man fest, das der Gebärmutterhals sich mittlerweile sogar schon geöffnet hatte. Ich bekam sofort wehenhemmende Mittel per Infusion und strenge Bettruhe verordnet. Aufgrund der frühen Schwangerschaftswoche machte mir der diensthabende Arzt (es war der Jahreswechsel 08/09)wenig Hoffnung, dass das Kind überleben würde. Nach einer weiteren Untersuchung ordnete er sogar an, dass die Infusion der wehenhemmenden Mittel abgestellt werden sollte, da "sich die Schwangerschaft eh nicht halten wird". Sofort bekam ich wieder Wehen. Glücklicherweise war bin ich Privatpatientin, also musste der Chefarzt entscheiden, wie es weitergehen sollte. Der wollte mein Kind noch nicht verloren geben und legte mir eine Cerclage. Nun hieß es hoffen und bangen, ob sich die Infektion nicht verschlimmern würde. Ich bekam Antibiotika, und die schlugen an und die Cerclage hielt. Die erste Zeit durfte ich gar nicht aufstehen, dann wenigstens ein bisschen laufen. Allerdings drückte das Kind mit seinem Köpfchen während der gesamten restlichen Schwangerschaft auf die Naht der Cerclage, dass es bei jeder Untersuchung so aussah, als würde die Naht aufgehen. Es war ein Fiebern von Woche zu Woche und eine Geduldsübung. Ich bekam Spritzen zur Lungenreifung, hatte Gespräche mit Kinderärzten weil eine Frühgeburt immer noch im Raum stand. So vergingen 10 Wochen. Dann wurde ich "wegen guter Führung" :-) entlassen und durfte noch einmal vier Wochen zuhause liegen. 
In der 38.SSW wurde die Cerclage geöffnet - das mustte sogar operativ geschehen, da sie ganz eingewachsen war. Erstaunlicherweise und gegen alle Vermutungen tat sich dann erst einmal nichts - keine Wehen. Jetzt war die Frage, ob ich sogar noch einmal wieder nach Haus könnte. Mein behandelnder Arzt entschied jedoch dann mit unserem Einverständnis, die Geburt einzuleiten, weil die Möglichkeit bestand, dass es bei spontan einsetzenden Wehen recht schnell gehen könne und das wollten wir alle nicht riskieren. So ging alles doch noch gut aus. Unser Sohn ist jetzt 9 Monate alt und macht uns viel Freude. Wir sind Schwestern und Ärzten der Klinik dankbar, die uns immer wieder Mut gemacht haben und die schwere Zeit dadurch erleichtert haben. Sie haben dazu beigetragen, dass unser Sohn gesund auf die Welt kommen durfte. 

Zwei Monate Dauerliegen 
von Melanie 


Letztes Jahr im März ging es los: ich war in der 25. Woche mit meinem Sohn schwanger und hatte mal wieder einen sehr stressigen Tag im Büro. Man nahm wenig Rücksicht auf meinen Zustand und ich fuhr an dem Tag weinend und mit Bauchschmerzen nach Hause. Am nächsten Tag ging ich direkt zu meiner Frauenärztin: Diagnose: Zervixverkürzung auf 3 cm und beginnende Trichterbildung. Sie zog mich direkt aus den Verkehr und ermahnte mich zur Ruhe und ich solle so oft wie möglich die Beine hochlegen.Ich ruhte mich nach meinem Ermessen auch zu Hause aus. Allerdings begann ich trotzdem nach dem wohltuenden Mittagschläfchen ein paar Schränke auszuwaschen, hier mal hinzufahren, dort etwas zu besorgen. Die Quittung kam promt eine Woche später. Der Gebärmutterhals verkürzte sich weiter auf 2,7 cm.Meine Ärztin sagte, dass sie mich ins Krankenhaus einweisen wird, wenn der Wert sich weiter auf 2,5 cm verschlechtern würde. Ich war geschockt und mir war davor nicht klar, wie hoch das Risiko ist.Ab sofort legte ich tatsächlich den ganzen Tag brav die Beine hoch. Tag für Tag verging, mein Mann musste den Pfleger spielen, einkaufen gehen, mich bekochen und mir Büchernachschub besorgen. Wöchentlich hatte ich einen Kontrolltermin. Mal ging der Gebärmutterhals wieder etwas zu auf 3,2 cm, mal stagnierte der Wert bis dann leider Ende März - ich hatte derweil die 29. Woche erreicht der Wert trotz Dauerliegen die 2,5-er Marke ereicht hat.Es war Freitag und ich wurde direkt ins Krankenhaus eingeliefert. Ich bekam die Spritze zur Lungenreifung.Glück im Unglück war, dass ich ein topsaniertes und mit DVD-Player und Internetzugang ausgestattetes Einzelzimmer bekam, dass eher an ein luxuriöses Hotelzimmer als an ein Krankenhauszimmer erinnerte. Die ersten Tage vergingen und ich richtete mich ein: mit Hörbüchern, Filmpaketen, Online-Shoppen und mailen vertrieb ich mir die Zeit. Zwischendurch gab's Besuch, Vorsorgeuntersuchungen und Massagen gegen die Verspannungen. Ich durfte nicht aufstehen und auch nicht im Bett sitzen-lediglich zum Duschen und für die Toilette waren ein paar Schritte erlaubt. Die ersten beiden Wochen vergingen so ziemlich schnell. Danach kam der erste Lagerkoller: das Wetter war sonnig, die Welt da draussen feierte die ersten Grillfeste und ich lag in meinem Zimmer. Der Besucherstrom lies auch langsam nach... in solchen depressiven Momenten googelte ich und sog alles zum Thema Frühchen auf.Und kämpfte um jeden Tag, den der Kleine in mir blieb. Ziel war, es bis zur 34. Woche zu schaffen. In der 33. Woche - der Gebärmutterhals war übrigens schon auf 9 mm geschrumpft- durfte ich dann endlich wieder die ersten Schritte unternehmen. Einmal täglich zum Frühstücksbuffet. Was für ein Highlight. Dann folgte ein Freigang am Wochenende.Ich war seelig, als ich immer noch schwanger für ein paar Stunden nach Hause durfte. Dann wurde ich zum Ende der 34.Woche ganz entlassen...und eine Woche später kam unser Kleiner gesund und mit kräftigen 2870 Gramm auf die Welt.Im Nachgang bin ich wahnsinnig stolz, so lange durchgehalten zu haben und möchte allen Mut machen, die gerade in einer ähnlichen Lage sind. Jeder Tag zählt!

10 Wochen Krankenhaus 
von Jessica 


Hallo!
Ich habe den Artikel in der aktuellen Eltern auch gelesen und schon drauf gewartet, weil ich in der Schwangerschaft selber 10 Wochen liegen musst. Zum Glück durfte ich aufs WC und mich auch duschen.
Allerdings finde ich den Artikel zu 'aufgehübscht'. Die Welt sieht nämlich ganz anders aus, wenn man zu Hause noch ein 2-jähriges Kind hat, einen Mann der 'eigentlich' arbeiten müsste aber dies nicht geht weil ich nicht da war und die Ärzte in jeder Visite etwas anderes erzählen.
Als Selbstfindungstrip kann ich das nicht bezeichnen.

Niemals hätte ich das gedacht... 
von Melanie Arndt 


Liebe Eltern-Redaktion,
in Ihrer Ausgabe 02/2010 habe ich mit großem Interesse den Bericht „7m² Leben“ gelesen.
Ich war in nahezu der gleichen Situation wie Daniela Wolf.
Ende März 2009 stellte nicht nur ein Schwangerschaftstest sondern auch die Untersuchung der Frauenärztin fest: Hurra, ich bin schwanger! Mein Mann und ich freuten uns so sehr, dass wir ein Baby bekommen sollten und es begann eine aufregende Zeit.
Ca. 4 Wochen nach dem ärztlichen Feststellen der Schwangerschaft war der 2. Termin. Ich hatte bis dahin natürlich auch die Sorge, dass noch irgendetwas mit dem kleinen schwarzen Punkt in mir passieren könnte, schließlich gibt es nicht umsonst die ersten 12 Wochen zu überstehen.
Ich lag also auf dem Untersuchungsstuhl zum vaginalen Ultraschall als meine Ärztin mit plötzlich weit aufgerissenen Augen auf den Bildschirm starrte. Ich dachte schon, es ist aus. Kein Baby wird unsere Familie komplettieren. Doch dann sah ich, wie die Ärztin wortlos ihren Zeige- und Mittelfinger zur Zahl 2 formte. „Nein“, entfuhr es mir. „Doch, sie bekommen Zwillinge!“ Die Ärztin war ganz außer sich vor Freude. Ich war geschockt.
Nachdem mein Mann und auch meine Familie den Schock überwunden hatten, freuten wir uns sehr auf unsere Kinder. Wir wollten schon immer zwei. Nun hatten wir sie eben auf einmal.
Die Untersuchungen bei meiner Frauenärztin waren immer besonders aufregend für mich, die, die ständig in Angst lebte, den Ungeborenen könnte etwas zustoßen. Aber, alles war immer in bester Ordnung.
Die erste größere Untersuchung war die zur Messung der Nackentransparenz in der 13. SSW. Doch alles war in bester Ordnung und wir hatten die ersten tollen Ultraschallbilder, auf denen deutlich die Köpfe, die Körper sowie die Gliedmaßen zu erkennen waren. Man konnte sehen, da entstehen zwei Menschlein.
Sogar über das Geschlecht wurde schon spekuliert: Zwei Mädchen könnten es werden. Aber es sei noch zu wage, um es 100%ig zu bestätigen.
Am 16.07.2009 stand die Feindiagnostik an und somit auch noch einmal die Kontrolle, ob es bei zwei Mädchen bliebe. Bis dahin machte ich mir immer nur Gedanken um die Kinder. Ob alles dran ist und die Organe gut funktionieren.
Doch nach der Untersuchung begann der behandelnde Arzt ganz ernst zu werden und teilte mir mit, dass sich meine Cervix auf 1,0 cm verkürzt hatte und sich zudem auch noch ein Trichter gebildet hatte. Normalerweise hätte man noch 4,0 cm Cervix und keinen Trichter. Man konnte auf dem Ultraschall deutlich das Köpfchen der ersten - es blieb bei zwei Mädchen – erkennen, dass bei voranschreitender Schwangerschaft gegen die Cervix drückte.
Es müsse sofort gehandelt werden und ich sollte ins Krankenhaus. Ich war zu dem Zeitpunkt in der 23. SSW. Nach einer Odyssee durch die Berliner Krankenhäuser landete ich nachts um halb 11 in der Charité. Die dort behandelnde Ärztin führte ein CTG an mir durch, was ich bis dahin noch nicht hatte und stellte leichte Wehen fest. Sie erklärte mir, dass sie jetzt erstmal nix machen und man abwarte, wie der weitere Verlauf sei. Außerdem sind die Kinder ja spontan entstanden und mit 27 Jahren sei ich noch jung genug für weitere Kinder, falls diese abgehen sollten. Diese Ärztin hatte also das Taktgefühl eines Elefanten im Porzellanladen. 
Ich wurde auf ein Zimmer mit zwei weiteren Patientinnen geschoben, musste mich heulender Weise vor dem Zimmer von meinem Mann und meinen Eltern verabschieden und lag weinend, ängstlich und vollkommen verloren im Dunkeln mit den Händen auf meinem Bauch.
Am nächsten Tag erklärte mir dann der Professor, dass es die Möglichkeit einer Cerclage gebe, die um den Gebärmutterhals gelegt wird. Sofern diese 5 Tage nach der OP gut verheilte, gäbe es beste Chancen für einen normalen weiteren Schwangerschaftsverlauf.
Die nächste Woche im Krankenhaus war die Hölle. Ich konnte keinen außer meinem Mann, meinen Eltern und meinen Schwiegereltern empfangen. Selbst Freunde wollte und konnte ich nicht sehen, zu groß war meine Angst.
Dazu trug auch bei, dass ich genau neben dem Raum lag, in dem die neugeborenen Kinder gebadet, gewogen und angezogen wurden. Tag für Tag und Nacht für Nacht hörte ich Babygeschrei. Das zerriss mir schier das Herz.
Nach insgesamt 10 Tagen durfte ich wieder nach Hause, durfte mich aber nicht bewegen, sondern sollte nur liegen.
Auch an mir zog so eine ganze Jahreszeit vorbei. 
Im August 2009 in der 26. SSW bekam ich während eines zweitägigen stationären Aufenthaltes im Krankenhaus die vorsorglichen Lungenspritzen. Dieses Procedere fand noch mal in der 32. SSW statt.
Bis dahin durfte ich nicht rausgehen und musste die meiste Zeit liegen. Natürlich hatte ich das „Glück“ zu Hause zu bleiben und nicht im Krankenhaus, aber die Zeit war schwer und ich konnte kaum noch laufen.
In der 35. SSW platzte mir dann die Fruchtblase von einem Zwilling. Ich fuhr ins Krankenhaus und brachte am nächsten Tag spontan zwei gesunde Mädchen zur Welt. Durch die Frühgeburtlichkeit mussten sie nach der Geburt noch 3 Wochen im Krankenhaus bleiben. 
Inzwischen sind Lilly und Pauline 3 Monate alt und gedeihen prächtig. Es ist wahnsinnig stressig mit zweien gleichzeitig den Alltag zu meistern, zumal mein Mann nach 6 wöchiger Anwesenheit wieder arbeiten geht. Aber wenn die Mädchen einen anlächeln vergisst man den Stress der letzten Nacht.
Vielleicht kann meine Geschichte, Daniela Wolf Mut machen durchzuhalten. Auch wenn ich nicht im Krankenhaus bleiben musste, kann ich gut ihre Ängste nachvollziehen und die Isoliertheit macht einen irgendwann ganz kirre im Kopf.
Viele liebe Grüße
Melanie Arndt 

6 1/2 Wochen zu zweit auf 10m2. Aber es hat sich gelohnt! 
von Marion G. 


Meine Geschichte ähnelt der von Daniela. Ich war auch mit Zwillingen schwanger.
In der 21. Woche kam ich für knapp 2 Wochen wegen vorzeitigen Wehen ins Krankenhaus. Dann wurde ich wieder entlassen.
Beim Kontrolltermin in der 28. Woche stellte der Arzt einen verkürzten Gebärmutterhals von 2 cm fest. Sofort ins Krankenhaus! Wir sind dann ins Klinikum nach Kassel gefahren, dort ist die Frühchenversorgung einfach besser als zu Hause.
Dort kam ich sofort an den Wehentropf. Heftigste Nebenwirkungen prallten auf mich ein. Der Emfpang im Kreißsaal war: Ohne ihre Kinder werden sie nicht mehr nach Hause fahren! Schock! Nein, so schlimm wird es schon nicht werden. Der Wehentropf blieb. In meiner Hand eine Kanüle, daran 1,5 m "Laufleine" und ein Perfusomat mit permanenter Dosierung. Bettruhe. Toilette sah so aus, dass der Urin kontrolliert gesammelt und gemessen werden musste, wegen dem Tropf. Normal zur Toilette gehen würde ich die nächsten 6 Wochen nicht mehr! Aber das wusste ich da noch nicht. Ich hatte die Hoffnung, bald wieder heim zu dürfen. Die Ärzte hatten aber ein anderes Ziel gefasst: Die 34. Woche. Dann kommt der Wehentropf ab, weil die Kinder ab sofort lebensfähig sind, ohne große Komplikationen mit sich zubringen.
Ich bastelte mir einen Kalender. Jeden Morgen riss ich einen weitern Tag ab. Das Ziel war der 22. September 2008. Dieses Abreißen morgens wurde zu meinem täglichen Highlight! Neben den vielen Postkarten von Freunden, die auf mein Zimmer geschickt wurden. Mein Mann sorgte für diese wunderbare Überraschung! Mein Spint glich einer Pinnwand. Motivierende Worte der Freunde für eine sehr deprimierte werdende Mama... Ab und zu ging es auf eingene Verantwortung mit dem Rollstuhl in die letzten Sonnenstrahlen des Sommers. Das war bitter nötig, um durchzuhalten!
Ich hatte die Hoffnung, nochmal nach Hause zu kommen. Wenn nicht, würde ich mich für ein paar Stunden heimlich davonschleichen. Was ich für Phantasien freisetzte in dieser Zeit! Unfassbar! Das machten meine Lieben (Gott sei Dank) aber nicht mit! Also kam der 22.9. Der Tropf kam ab! Ich hatte meine Freiheit wieder! Normal zur Toilette, keine Bettruhe mehr. 2 weitere Tage später kamen die Jungs per Not-OP zur Welt. Ich hatte die schwerste Form der Schwangerschafts-Gestose, alle Werte sanken in den Keller. 2 Tage Wehen und dann das! Ich hatte Vollnarkose, als nachts die zwei zur Welt kamen. Beide waren wohlauf, ca. 2400 g schwer und 45 cm lang. Ein stolzes Gewicht für 6 Wochen zu früh geborene Zwillinge! Die Nacht wieder im Kreißsaal, am nächsten Morgen musste ich auf die Intensivstation. Die Jungs sah ich dort das erste Mal, als mein Mann mir ein Video der beiden gezeigt hat! Am nächsten Morgen ging es wieder in den Kreißsaal zurück, zur weiteren Beobachtung. Jonas durfte mich dort besuchen. Ich hielt ihn dort das erste Mal nach fast 2 Tagen in meinen Händen! Abends sind wir mit Rollstuhl auf die Kinderstation gefahren. Dort konnte ich Finn dann auch endlich in die Arme schließen. Bis dahin war ich vom Gefühl her noch keine Mama.
Die Geschichte liegt im Sommer nun schon 2 Jahre zurück. Die zwei Jungs sind das Beste, was mir je passiert ist! Sie sind einfach wunderbar. Und das macht die schwierige Schwangerschaft auch irgendwie wieder wett. Aber ganz vergessen ist sie nicht. Oft muss ich an die Zeit im Krankenhaus denken. Auch wieder durch den Artikel.
Ich bewundere Daniela für ihre Stärke. Sie hat ihre zwei Kinder als Motivation durchzuhalten. So stark war ich damals leider nicht! Ich sorgte mich sicherlich auch sehr um ihr Wohl. Aber mein persönliches Befinden ging so in den Keller, es war kaum auszuhalten. Ich denke, diese Geschichte wird mich auch ein Leben lang begleiten. Die letzten Sätze im Artikel sprachen mir aus der Seele! Nicht mehr nach Hause zu kommen, Zweisamkeit zu genießen, Vorbereitungen treffen zu können... Das war fast noch mit am Schlimmsten von allem. Aber ein Lächeln von Finn und Jonas und ich weiß, dass es sich gelohnt hat!

 

Hilfe von der Krankenkasse 
von luckyleni 


Hallo, ihr lieben werdenden Mütter!
Ich bin momentan in der 34. SSW mit unserem 2. Baby. Wir haben eine sehr lebhafte 24 Monate alte Tochter. Sie ist ein Sonnenschein mit viel Energie und vielen Interessen. Da mein Mann viel arbeitet (um die 60 Std. pro Woche), bin ich Wochentags quasi alleinerziehend.
Kind und Haushalt scheinen allerdings zu viel für mich gewesen zu sein, denn ich hatte bereits in der 27. SSW eine Verkürzung der Zervix. Mein Gyn riet mir zur Schonung - was mit Kind unmöglich ist! Treppen steigen, meine Tochter in Ihren Autositz heben (oder in die Badewanne/auf die Toilette/ins Bettchen...), einkaufen, waschen oder putzen. Alles muss erledigt werden.
Als ich am 28.12.2009 zur Kontrolluntersuchung ging, kam der Schock! Der Gyn sagte mir, wir müßten nicht gleich einen Rettungswagen rufen, aber mein Mann solle mich sofort ins Krankenhaus bringen. Er gab mir einen Einweisungsschein und bat mich, Ihn auf dem Laufenden zu halten. Auf der Einweisung stand "Drohende Frühgeburt, Zervixverkürzung, vorzeitige Wehen"
Daheim hatten wir glücklicherweise noch die Schwiegereltern, die ihren Weihnachtsbesuch ausgedehnt hatten. So war die Betreuung unserer Tochter gesichert.
Im Krankenhaus bekam ich Bettruhe verordnet, Lungenreifungsmittel für das Baby und das Medikament ADALAT (Wehenhemmer). Die Höhstdosis (10mg alle 3Std. Tag und Nacht) für zwei Tage, danach Reduktion auf 4 stündlich und letztendlich 6 stündlich. Als bei den CTG-Kontrollen (2X täglich) alles ruhig geblieben war, würde die Bettruhe gelockert und ich konnte das ADALAT absetzen. Gott sei Dank - das wehenhemmende Mittel habe ich überhauptnicht gut vertragen. Herzrasen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit. Das war schlimm! Zusätzlich noch jeden Abend Trombosespritzen - autsch!
Nach 10 Tagen im KH durfte ich nachhause. Die Auflage war, dass ich mich schone. Viel Ruhe, keine Hausarbeit, wenig laufen, garnicht heben, Treppen meiden.
Da mein Mann unmöglich 9 Wochen Urlaub nehmen kann, brauchten wir eine Betreuung für unsere Tochter! Wir riefen noch aus dem KH unsere Krankenkasse an und schilderten das Problem. Wir leben in Hamburg und unsere Eltern über 260km entfernt. Also konnte keine Hilfe von Seiten der Familie erwartet werden. Eltern und Geschwister arbeiten alle selber und keiner kann es sich in dieser Wirtschaftslage leisten, seinem Chef zu sagen: "Aber ich will jetzt Urlaub haben!".
Die Krankenkasse faxte ein Formular ins KH, welches die Stationsärztin ausfüllte. Mit der Diagnose "Drohende Frühgeburt, vorzeitige muttermundswirksame Wehen" faxten wir es zurück. Die Mitarbeiterin der KK leitete das Formular, auf welchem wir um 8 Stunden Betreuung pro Tag gebeten hatten, an den medizinischen Dienst weiter. Dort wurde "nach Aktenlage" geprüft und Zusage erteilt. SUPER!
Wir hatten parallel einen Pflegedienst in der Nähe ausfindig gemacht, der auch Familienbetreuung anbietet.
Am So., 03.01.2010 (ich war noch im KH) stellte sich die Familienpflegerin ( Nichtraucherin, sehr nett, 60J., selber mehrfache Mutter und Oma )bei meinem Mann und unserer Tochter vor. Die drei spielten und mein Mann erklärte den Tagesablauf des Kindes und zeigte ihr, wo sie alles findet.
Ja, es war anfangs doof, eine Fremde mit unserem Kind und in unserer Wohnung allein zu lassen, aber mangels guter Alternativen war es die Beste Lösung.
Am Mo., 04.01.2010 ging dann die Betreuung los. Mein Mann arbeitete an diesem Tag nur einen halben Tag. Es lief prima und so spielte sich ein 8 stündiger Rhythmus ein.
Als ich am darauffolgenden Mi. aus dem KH entlassen wurde, konnte ich mich tatsächlich zuhause ausruhen und mich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass es meiner Tochter gut geht. Die zwei waren schon richtige Freunde geworden! Toll! Nebenbei übernimmt sie auch fast alle Haushaltsaufgaben!
Ich bin zuversichtlich, noch einige Tage durchhalten zu können - denn jeder Tag ist für unseren ungeborenen Sohn Gold wert.
Das verdanke ich vor allem meiner Krankenkasse (BKK exklusiv) und dem Glück, dass wir so eine tolle "Ersatzoma" zur Pflege hier haben!
Ich kann nur jeder Mutter raten, sich in einer solchen Kriesensituation an die KK zu wenden und sich Hilfe zu holen!
A L L E S G U T E E U C H A L L E N ! ! ! 
Eure luckyleni ;-)

unbezahlbare Blume zum Muttertag 
von Elisabeth 


Unser zweites Wunschkind kam vor bald sieben Jahren genau am Muttertag zur Welt ...
in der 30. SSW zuvor musste ich mit sehr starken Blutungen von der 13. - 21.SSW liegen, davon sechs Wochen im Krankenhaus.
wir hatten daheim schon ein dreijähriges Kind - welches geistig behindert ist.
es war damals sehr schwer für mich; erst als mein Mann für ein halbes Jahr in Bildungskarenz gehen konnte (Österreich), und er somit ganz bei unserem ersten Kind daheim sein konnte, 
konnte auch ich ich entspannen, und dem Zwergerl in mir 
die Ruhe schicken, dass "ES SELBER ENTSCHEIDEN DARF, ob es bleiben möchte oder wieder gehen will" ... - das war "der Zauber" der uns half, dass unser Sohn sich dann entschieden hat zu bleiben!!! entgegen aller Meinungen der Ärzte, die schon ab der 13. Woche meinten, dass wird nicht gut gehen, so starke Blutungen, und wenn es bleibt, dann behindert ...
oft wurde ich früh morgens für eine Ausschabung (OP) vorbereitet, bekam kein Frühstück ect. und dann blieb das Baby doch immer wieder da.
ich sollte auch nicht auf´s WC gehen, sondern im Bett in die Schüssel machen - ich tat es lange aber, irgendwann konnte und wollte ich es nicht mehr, und ging auf´s Clo; prompt bekam ich auch Wehen, die Schwester meinte nur, ja das haben sie jetzt davon;
ich lag in einem vier Bett Zimmer mit vielen Besuchern, mit Wehen und dem Gefühl, bekomm ich jetzt hier unter all den Leuten das Zwergi?
unter 500g Geburtsgewicht, wäre es bei einer Fehlgeburt "medizinsisch ein Etwas, und würde entsorgt werden", ich lies mir die Krankenhaus Psychlogin holen, sagte ihr, ich beschäftige mich psychisch mit mir selbst, stärke mich durch Bücher ect. aber sie müsse mir helfen, dass ich in ein Einzelzimmer käme, falls es passiert, dass ich Ruhe habe, UND ich will mein Kind haben zum Beerdigen in unserem Familiengrab.
Die Psychologin sagte mir das alles zu.
und dann passierte das Wunder! die massenweise Blutungen hörten auf, ich durfte heim für 9 Wochen.
dann kam in der 29.Woche der Blasensprung (aber zwei Wochen davor bekam ich noch Schwangerschaftsdiabetes - was unserem Sohn kräftige 1895 g an Körpergewicht mit gab auf die Welt!).
Er ist pumperlgsund, spielt zwei Musikinstrumente, ist einer der besten in der Schule, lernt eine eher gefährliche Sportart ...
nur die Augen sind nich so stark - dafür sieht er mit dem Herzen mehr!!!
ich möchte Euch mitgeben, lasst Euch nie etwas von anderen Menschen einreden,
ich hatte in mir immer gespürt, dass mein Kind sich durchkämpft, egal was die anderen mir sagten;
diesen Lebenswillen hat er heute als Markenzeichen mit, und
er ist anhänglicher, etwas ängstlicher im Alltag,
da fehlt ihm sicher noch etwas von der Wärme im Mutterleib, was wir heute mit viel massieren, und oft bei uns im Bett schlafen ausgleichen.
Alles im Leben hat seinen Plan, daran glaube ich ganz fest, und wenn das Baby kommen will, dann kommt es, und wenn nicht, dann geht es wieder ...

Ein kleines Wunder ... 
von Tango 


Meine Schwangerschaft war mit so vielen Hindernissen verbunden, daß es für mich wirklich ein Wunder ist, daß der kleine Zwerg noch bei uns ist. Das fing mit einer Fehldiagnose in unserer Kinderwunsch-Klinik an, die die Schwangerschaft "übersehen" hat. Zum Glück hat mich mein innerer Instinkt davor bewahrt, einen neuen Spritzen-Zyklus zu starten, der dem Embryo wohl geschadet hätte. Ich fing gerade an, aufzuatmen und mich über die Schwangerschaft zu freuen als Blutungen einsetzten. Das war etwa in SSW 6. Wir fuhren also ins Krankenhaus - dort die Diagnose "Abgang". Mit Schmerzen saß ich im Wartezimmer und wartete darauf, was jetzt mit mir passieren sollte, als ein zweiter Arzt kam und nochmals Ultraschall durchführte. Sein Ergebnis - der Embryo ist noch da. Ich bekam Bettruhe verordnet und sollte zur Vermeidung einer Fehlgeburt eine Woche im Krankenhaus bleiben. Bei der Abschlussuntersuchung wieder eine Schock-Nachricht: Der Embryo zeigt keine Herztöne, ist vermutlich tot, ich soll in einer Woche zur endgültigen Klärung zu meiner Frauenärztin. Die Frauenärztin hat dann 4 Tage später doch Herztöne entdeckt - Aufatmen! Genau 4 Tage lang durfte ich mich über eine problemlose Schwangerschaft freuen. Dann Schmerzen, Blutungen, wieder ins Krankenhaus. Dieses Mal in eine andere Klinik, die wirklich sehr verantwortungsvoll und gewissenhaft arbeitet. Dort wurde ein Hämatom in der Gebärmutter festgestellt ... ich lag zwei Wochen in der Klinik und weitere 4 Monate zu Hause. Ich weiß selbst nicht mehr wie ich die Zeit überstanden habe. Mein Mann ist beruflich bedingt wochentags 800km entfernt, ich war nicht transportfähig. Ich lag also allein in unserer Wohnung. Was mir geholfen hat, war dem Tag trotzdem halbwegs eine Struktur zu geben. Heißt mein Mann hat mich telefonisch geweckt, ich habe gefrühstückt, gelesen, zu Mittag gegessen, dann eine Freundin angerufen(die sich glücklicherweise die Zeit nahmen, abwechselnd ca. 1h am Tag mit mir zu telefonieren) und erst abends habe ich den Fernseher angeschaltet. Außerdem durfte ich meine Frauenärztin immer anrufen, wenn es mir nicht gut ging - allein diese Möglichkeit war schon eine Hilfe. So habe ich mich von Tag zu Tag gehangelt.
Ich bin kein sehr schicksalsgläubiger Mensch, aber in diesem Fall bin ich überzeugt, daß da ein kleines Menschchen einfach bei uns bleiben will und ich bin sehr dankbar für dieses Wunder!

Die Laune total im Keller 
von Rebecca Schmidt 


Ich war SSW 31+0, als mir abends auf einmal die Nieren weh taten. Als es Stunden später noch besser wurde, sind wir ins Krankenhaus gefahren. An vorzeitige Wehen habe ich dabei überhaupt nicht gedacht, denn von meiner ersten Entbindung wusste ich ja, wie sich Wehen anfühlen. Im Krankenhaus war aber ziemlich schnell ziemlich klar, dass es heftige Wehen sind und ich musste 1 Woche dort bleiben, habe Wehenhemmer bekommen. Immerhin durfte ich zum Duschen und zum Toilettegehen aufstehen. Zu Hause hieß es weiterhin: Liegen, liegen, liegen. Mein Mann musste geschäftlich für einige Zeit weg, unsere Tochter war bei den Schwiegereltern, denn ich konnte mich ja nicht um sie kümmern. Ich habe wochenlang auf dem Sofa gelegen, bin fast die Wände hoch gegangen, denn wo ich mir so manches Mal in den Monaten zuvor ein wenig Ruhe herbeigesehnt hatte, so fiel mir nun die Decke auf den Kopf. Wie ich mir die Zeit vertrieben habe? Ich habe viel gelesen, für meine Verhältnisse auch viel fern gesehen und festgestellt, was es doch für sinnlose TV-Sendungen gibt. Ach ja, und ich war wohl für meine Umwelt nicht wirklich gut zu ertragen, meine Laune wurde von Tag zu Tag schlechter. Ich habe mich oft gefragt, wie es wohl Frauen ergehen mag, die monatelang liegen müssen? Als ich dann zur 36. SSW das OK von meiner Ärztin hatte, wieder "normal" weitermachen zu dürfen, weil es nun in Ordnung wäre, wenns los gehen würde, habe ich - soweit das mit dem dicken Bauch denn noch möglich war - dann auch wieder normal weiter gemacht. Unser Sohn ließ sich dann auch noch ein kleines bisschen Zeit und kam in der SSW 37+0.

Meine Schwangerschaft 
von silas2008 


Ich war während der Schwangerschaft gerade einmal 18 Jahre alt und wohnte bei den Eltern meines Freundes,200 km von zu Hause entfernt.Als ich in der 26 Ssw starke Schmerzen verspührte fuhr ich ins Krankenhaus, dort wurde mir dann aufgrund von vorzeitigen Wehen und verkürztem Muttermund strikte Bettruhe erteilt,was für mich bedeutete ; ich werde meine Familie in nächster Zeit nicht besuchen können.Das war keine erfreuliche Nachricht.Ich lag also von da an in einem sehr kleinen Zimmer und da ich in der neuen Heimat noch keine Freunde gefunden hatte war ich auch ziemlich allein.In dieser Zeit habe ich viel gelesen,fern geschaut, mit meiner Familie telefoniert und versucht einen Schal zu stricken.
Ich war sehr froh als mein kleiner Schatz dann endlich in der 35. ssw kerngesund und fit auf die Welt gekommen ist:)


Mehr zum Thema