VG-Wort Pixel

Marzipan in der Schwangerschaft Ist die süße Nascherei aus Mandeln unbedenklich für Schwangere?

Marzipan in der Schwangerschaft: Mandeln, Marzipanbrot und Marzipankartoffeln
© Printemps / Adobe Stock
Marzipan schmeckt auch in der Schwangerschaft vorzüglich – sofern man Mandeln mag. Aber oft enthält das süße Naschwerk geringe Alkoholmengen. Wir klären, ob du als Schwangere trotzdem zugreifen kannst.

Artikelinhalt

Ob speziell in der Weihnachtszeit oder das ganze Jahr über: Marzipan ist für viele eine echte Lieblings-Nascherei. Doch was viele nicht wissen: oft versteckt sich Alkohol in der Rezeptur. Ob Marzipan in der Schwangerschaft trotzdem erlaubt ist, erfährst du hier.

Marzipan in der Schwangerschaft: ist das erlaubt?

Marzipanrohmasse wird aus gemahlenen Mandeln und Zucker hergestellt. In den fertigen Naschereien finden sich aber häufig noch weitere Zusätze wie Rosenwasser oder andere Aromen, die Alkohol enthalten. Der in verzehrfertigem Marzipan enthaltene Alkoholgehalt ist jedoch so gering, dass bei einem normalen Konsumverhalten keine Schädigungen deines Babys zu erwarten sind. Du kannst also bedenkenlos auch in der Schwangerschaft hin und wieder Marzipan naschen.

Es finden sich sogar einige wertvolle Inhaltsstoffe in Marzipan: Mandeln enthalten, wie die meisten Nüsse, viel Vitamin B sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Aufgrund des hohen Zuckeranteils isst du als Schwangere die Süßigkeit dennoch besser nur in Maßen. Denn zu viel Zucker wird in der Schwangerschaft – und auch generell – nicht empfohlen. Tipp: Hochwertiges Marzipan enthält weniger Zucker, am besten schaust du vorher also auf die Zutatenliste.

Sind Bittermandeln nicht giftig?

Marzipanrohmasse setzt sich aus Süß- und Bittermandeln zusammen, wobei letztere für den kräftigen Geschmack sorgen. Doch sind bittere Mandeln nicht eigentlich giftig? Schon – allerdings nur, wenn sie unbehandelt sind. Nur rohe Bittermandeln enthalten Amygdalin, das während der Verdauung im Körper giftige Blausäure freisetzt. Im Marzipan werden keine unbehandelten Bittermandeln verwendet – daher musst du dir keine Sorgen über mögliche Vergiftungen machen. Aber bitte keine rohen Bittermandeln verzehren; Blausäure kann schon in kleineren Mengen tödlich sein!

Rezept: Marzipan selbst herstellen

Wenn du komplett auf Alkohol verzichten und die Zuckermenge selbst kontrollieren möchtest, kannst du Marzipan auch selbst herstellen. Hier findest du ein einfaches und leckeres Rezept für selbstgemachte Marzipankartoffeln ohne Alkohol:

Fazit

Wie alle Süßigkeiten, isst du auch Marzipan in der Schwangerschaft am besten nur in Maßen – dann aber bitte ohne schlechtes Gewissen. Denn der niedrige Alkoholgehalt ist für dich als Schwangere oder für dein Kind nicht gefährlich. Und es droht auch keine Vergiftung durch Bittermandeln. Wenn du Alkohol auch in geringsten Mengen vermeiden möchtest, schau vor dem Kauf auf die Zutatenliste oder stell das Marzipan direkt selbst her – vielleicht als kleine Nachmittagsbeschäftigung in der Weihnachtszeit? Mit Marzipan lässt sich übrigens auch ganz vorzüglich Kuchen backen: Wie wäre es zum Beispiel mit unserem weihnachtlichen Zimtkranz mit Marzipan und Beeren? Auch für Schwangere geeignet!

Hier erfährst du alles über 10 Lebensmittel, die deinem Baby schaden können.

Wenn du Themen rund um die Ernährung in der Schwangerschaft interessant findest, schau doch auch mal in folgende Artikel rein:

ELTERN

Mehr zum Thema