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Nagellack in der Schwangerschaft Darauf solltest du beim Nägellackieren in der Schwangerschaft achten

Nagellack in der Schwangerschaft
© MarcoMonticone / Adobe Stock
Klar, auch wenn du schwanger bist, möchtest du wahrscheinlich schön gepflegt aussehen. Bei der Anwendung von Nagellack in der Schwangerschaft gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Wir verraten dir, welche das sind.

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Du bist schwanger und damit wahrscheinlich voller Vorfreude. Allerdings bringt eine Schwangerschaft auch stets Ängste mit sich. Was darf man und was nicht? Durchs Beauty-Universum schwirren viele Weisheiten und Ratschläge um dieses Thema. So wie das Haarefärben während der Schwangerschaft ein großes No-Go ist, so soll auch Nagellack in der Schwangerschaft schädlich sein. Stimmt das eigentlich oder ist das ein Mythos?

Ist Nagellack in der Schwangerschaft schädlich für das Baby?

Mit Sicherheit kann man nicht sagen, ob und wie schädlich Nagellack in der Schwangerschaft ist. Denn bisher gibt es keine Studien, die wirklich belegen, dass die giftigen Inhaltsstoffe in Nagellacken Auswirkungen auf das Ungeborene haben. Nachweisbar ist jedoch, dass die giftigen Stoffe der Lacke durch den Nagel in den Körper gelangen können. Um welche Menge es sich dabei genau handelt und ob sie eventuell ausreicht, um sich negativ auf die Gesundheit von Mutter und Ungeborenem auszuwirken, ist völlig unklar.

Auf jeden Fall schädlich ist es, die beim Lackieren der Nägel entstehenden Dämpfe für längere Zeit einzuatmen. Daher solltest du während der Schwangerschaft darauf verzichten, deine Nägel in geschlossenen Räumen zu lackieren. Möchtest du Nagellack in der Schwangerschaft benutzen, tu dies am besten im Freien oder zumindest in gut durchlüfteten Räumen, beispielsweise bei geöffnetem Fenster.

Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, verwende am besten Nagellacke, die keine oder kaum Inhaltsstoffe und Chemikalien beinhalten, die als gesundheitsschädlich eingestuft sind. Zu den umstrittenen bzw. gefährdenden Stoffen in Nagellacken gehören unter anderem:

  • Phthalate: Hierbei handelt es sich um einen Weichmacher, der dafür sorgt, dass der Nagellack nicht so schnell absplittert. Für Kinderspielzeug sind Phthalate bereits lange verboten. Sie stehen unter anderem unter Verdacht, sich (in hohen Dosen) negativ auf den IQ und das Gedächtnis des ungeborenen Kindes auszuwirken. 
  • Formaldehyd: Auch dieser Konservierungsstoff soll den Nagellack widerstandsfähiger und haltbarer machen. Allerdings wird er von vielen verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen als krebserregend eingestuft. Er kann Allergien und Hautirritationen hervorrufen. Regelmäßig eingeatmet, soll er sogar das Risiko für Fehl- oder Frühgeburten erhöhen. 
  • Toluol: Hierbei handelt es sich um ein farbloses, aromatisch duftendes Lösungsmittel, das im Lack die Farbe bindet. Bei längerem Einatmen kann es zu Kopfschmerzen oder Schläfrigkeit kommen. 
  • Campher: Das ist ein weiterer Inhaltsstoff, genau genommen ein Öl, das den Nagellack elastisch hält und unter Verdacht steht, das Ungeborene schädigen zu können – insbesondere dessen Nerven- und Gehirnentwicklung. Daher wird angeraten, diesen Stoff in der Schwangerschaft besser zu meiden.
  • Kolofonium: Das Bogenharz kann Asthma auslösen und auf der Haut zu Ekzemen führen.
  • Xylol: Hierbei handelt es sich um eine aromatische Flüssigkeit, die leicht blumig riecht und verhindert, dass der Nagellack klumpt. Die Dämpfe von Xylol können Kopfschmerzen, Schwindel und Atemnot hervorrufen und stehen auch unter Verdacht, das Risiko für zentrale Nervenschädigungen und Wachstumsverzögerungen beim Ungeborenen zu erhöhen.

Nagellack in der Schwangerschaft: Muss ich jetzt verzichten?

Der Weiterentwicklung in der Beauty-Industrie haben wir es zu verdanken, dass du auf Nagellack in der Schwangerschaft nicht verzichten musst. Wenn du schwanger bist und dir weiterhin die Nägel lackieren möchtest, kannst du mittlerweile auf eine Reihe von Produkten zurückgreifen, die viele der oben genannten Zusatzstoffe nicht beinhalten.

Die sogenannten FREE-Lacke sind beispielsweise Nagellacke, die ohne schädliche Inhaltsstoffe auskommen. Produkte, die lediglich keine Phthalate, Formaldehyd und Toluol beinhalten, werden als „3-Free“-Lacke gekennzeichnet. Wird in den Lacken auch auf Acrylate und Campher verzichtet, kannst du das an der Auszeichnung „5-Free“ erkennen.

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Auch „7-Free“- und „10-Free“-Nagellacke sind mittlerweile erhältlich. Bei diesen Nagellacken wird auf noch mehr beziehungsweise einen noch größeren Anteil der schädlichen Stoffe verzichtet.

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Diese Lacke sind also allesamt eine gute Alternative für das Nägellackieren in der Schwangerschaft.

Nagellackentferner in der Schwangerschaft: Auch schädlich?

Auch Nagellackentferner beinhalten in der Regel Stoffe, die gesundheitsschädlich sein können. Verzichte in der Schwangerschaft möglichst auf Nagellackentferner, die Aceton beinhalten, denn dieses kann die Schleimhäute reizen. Es gibt gute Nagellackentferner ohne Aceton als Alternativen.

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Was sollte ich beim Nägellackieren in der Schwangerschaft beachten?

Wie bereits erwähnt, gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg darüber, ob sich die Inhaltsstoffe des Nagellacks auf das ungeborene Kind übertragen. Trotzdem solltest du vorsichtig sein, wenn du in der Schwangerschaft Nagellack benutzt. Insbesondere solltest du die Dämpfe beim Lackieren nicht zu oft einatmen. Bedenke also Folgendes:

  • Achte beim Kauf von Nagellack möglichst darauf, einen der FREE-Lacke zu verwenden, der wenige oder kaum schädliche Inhaltsstoffe beinhaltet. 
  • Lackiere deine Nägel möglichst im Freien. Wenn dies nicht möglich ist, benutze die Lacke nur in gut durchlüfteten Räumen, also bei geöffneten Fenstern. Versuche dabei, die Dämpfe so wenig wie möglich einzuatmen.
  • Nach der Verwendung von Nagellackentferner, wasche die Rückstände an den Fingern möglichst gründlich mit Wasser und Seife ab. Achte darauf, nur Nagellackentferner ohne Aceton zu verwenden.
  • Wenn deine Nägel durch die Schwangerschaft brüchig und dünn werden, kannst du anstelle von Nagellack einen Nagelhärter, einen pflegenden Lack oder ein Nagelöl verwenden. Diese beinhalten meist weniger schädliche Zusatzstoffe als die Farblacke.
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Darf ich bei der Geburt lackierte Fingernägel haben?

Wie du siehst, ist es kein Problem während der Schwangerschaft Nagellack zu verwenden. Wenn der Geburtstermin näher rückt, solltest du jedoch lieber auf Nagellack verzichten. Unter der Geburt testen Hebamme und Arzt/Ärztin gern per Nagelprobe deine Durchblutungssituation. Dabei drückt man auf das Nagelbett, bis sich die Haut darunter weiß färbt. Wenn die rosa Farbe in weniger als zwei Sekunden zurückkommt, spricht dies für eine gute Durchblutung. Mit lackierten Fingernägeln ist dieser Test nicht möglich. 

Hier kannst du auch lesen: "Was gehört in den Klinikkoffer?" oder "Schwanger: Wann soll ich meinen Arbeitgeber informieren?"

Verwendete Quellen:

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