Untersuchungen in der Schwangerschaft
 
Alle Informationen zur Pränataldiagnostik

Amniozentese, Chorionzottenbiopsie, Nackenfaltentransparenzmessung - bitte was? Das alles sind Untersuchungen, die in der Pränataldiagnostik zur Anwendung kommen und Aufschluss über die Gesundheit eines ungeborenen Kindes geben können. Wir erklären Ihnen, was es damit auf sich hat.

Pränataldiagnostik
Thinkstock, shironosov

In keinem Land der Welt werden Schwangere so intensiv betreut wie in Deutschland. Zahlreiche Untersuchungen liefern Klarheit über den Das kann ein beruhigendes Gefühl sein - es kann aber auch verunsichern. Ganz besonders dann, wenn der behandelnde Arzt mit Fachbegriffen um sich wirft und von Untersuchungen spricht, die weitreichende Konsequenzen haben können. Aber keine Sorge, wir helfen Ihnen und erklären, was genau bei welcher Untersuchung gemacht wird. Unser Argumente-Check hilft Ihnen später dabei zu entscheiden, ob und wenn ja, welche Untersuchung Sie durchführen lassen möchten.

Ultraschall

Der Ultraschall ist in der Schwangerschaft für werdende Mütter und ihre Ärzte nicht mehr wegzudenken. Während Ihrer 40 Schwangerschaftswochen können Sie, treten keine besonderen Komplikationen auf, in der Regel an drei Terminen einen Blick auf Ihr kleines Baby werfen. Wann ein Ultraschall gemacht wird und wie er genau funktioniert, können Sie hier nachlesen. Das erste Ultraschallbild Ihres Babys ist eine ganz besondere Erinnerung. Sie möchten die Welt kostenlos an Ihrem Glück teilhaben lassen? Dann schicken Sie uns doch Ihr Bild und zeigen Sie Freunden und Verwandten unsere Bildergalerie.

Chorionzottenbiopsie

Untersuchungen in der Schwangerschaft: Alle Informationen zur Pränataldiagnostik

Eine Chorionzottenbiopsie wird in der Regel empfohlen, wenn die Ultraschalluntersuchung bereits einen auffälligen Befund ergeben hat oder der Verdacht auf eine vererbbare Krankheit besteht, der so schnell wie möglich abgeklärt werden soll. Hier gibt es weitere Informationen dazu, wie der Eingriff durchgeführt wird und was es dabei zu beachten gibt.

Bluttest

Genetische Auffälligkeiten wie die Trisomien 21, 18 und 13 können seit ein paar Jahren mit einer Untersuchung des mütterlichen Blutes festgestellt werden. Dies ist ab der 9. Woche möglich. Eltern, die sich für diese Untersuchung entscheiden müssen die Kosten hierfür aus eigener Tasche bezahlen. Hier erfahren Sie, wo Sie den Test durchführen lassen können, wann die Ergebnisse vorliegen und was Sie sonst noch alles beachten müssen.

Ersttrimestersecreening und Nackenfaltentransparenzmessung

Im Rahmen des Ersttrimesterscreenings können werdende Eltern eine Nackenfaltentransparenzmessung durchführen lassen. Hierbei misst der Arzt mit Ultraschall die Dicke des Flüssigkeitspolsters unter der Haut im Nacken des Ungeborenen. Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche sammelt sich im Nacken zwischen der Haut des Kindes und den Geweben, die die Wirbelsäule umgeben, Flüssigkeit an. Dieses Flüssigkeitspolster ist normalerweise sehr dünn (unter zwei Millimeter) und verschwindet im weiteren Verlauf der Schwangerschaft wieder, wenn die Nieren des Kindes ihre Funktion aufnehmen und die Flüssigkeit ableiten. Bei Kindern mit Chromosomen-Defekten, aber auch bei Kindern mit Herzfehlern ist das Flüssigkeitspolster häufig auffällig dick. Wir beantworten Ihnen hier die wichtigsten Fragen zur Nackenfaltentransparenzmessung.

Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)

Eine Fruchtwasseruntersuchung ist ein invasiver Eingriff, der zwischen der 14. und 19. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann. Die Methode ist nicht ganz ohne Risiken. Deswegen finden Sie hier alles, was Sie über die Fruchtwasseruntersuchung wissen müssen.

Triple-Test

Der Triple-Test ist eine Blutuntersuchung, die zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden kann. Im Blut der Schwangeren wird nach den Werten von drei bestimmten Hormonen gesucht. Liegen sie nicht in der Norm, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Ungeborene ein dreifach besetztes Chromosom 21 hat – die Ursache für das Downsyndrom. Der Triple-Test liefert keine Diagnose, sondern nur eine Risikoberechnung.

Nabelschnurpunktion

Die Punktion der Nabelschnur ist ein bislang eher selten angewandtes Verfahren. Es kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn Mutter und Kind möglicherweise eine Blutunverträglichkeit haben oder der Verdacht einer Infektion beim Kind besteht. Wie genau bei der Methode vorgegangen wird und welche Risiken es gibt, können Sie hier nachlesen.

Tender Loving Care

Hinter dem Begriff Tender Loving Care verbirgt sich die Überlegung, dass Schwangere weniger Technik und stattdessen mehr liebevolle Zuwendung brauchen. Erfahren Sie mehr über das Konzept.

Sind die fit in Sachen Pränataldiagnostik?

Was wissen Sie über Amniozentese, Chorionzottenbiopsie und Nackenfaltentransparenzmessung? Machen Sie unser Quiz. Wissen Sie auch, welche Untersuchungen Ihre Krankenkasse übernimmt und was Sie selbst bezahlen müssen? In unserem Test klären wir auf!

Pränatale Untersuchungen - ja oder nein?

Sie brauchen Hilfe bei der Entscheidung ob, und wenn ja, welche pränatale Untersuchung Sie durchführen lassen möchten? Hier finden Sie ein paar Denkanstöße und Fragen, die Sie sich stellen können, um für sich Klarheit zu gewinnen. In unserem Forum können Sie sich mit anderen werdenden Mamis austauschen und über die persönliche Entscheidung diskutieren. Auch unser Argumente-Check kann Ihnen helfen, eine Entscheidung zu treffen. Wird unser Baby gesund sein? Der ELTERN-Guide "Pränataldiagnostik" gibt Entscheidungshilfe: Wie finde ich heraus, welche Untersuchungen ich für mein Baby in der Schwangerschaft wirklich will? Welche Risiken gibt es? Diese und viele anderen Fragen beantwortet der neue ELTERN-Ratgeber für Kindle, PC, Mac und Smartphone.

Was, wenn mit meinem Baby etwas nicht stimmt?

Wenn der Arzt feststellt, dass das Baby nicht gesund ist, stehen Eltern vor einer unheimlich schweren Entscheidung. Nach der 20. Schwangerschaftswoche sind Ärzte nach einer Diagnose zur Aufklärung Ihrer Patienten verpflichtet. Die haben dann drei Tage Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Betroffene finden hier mehr Informationen oder können sich mit anderen Eltern in unserem Forum austauschen. Ein krankes Kind abtreiben oder es behalten? Das ist eine sehr schwere Frage, die jeder für sich selber klären muss. Wie würden Sie sich entscheiden? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil.

Lassen Sie Ihr Baby untersuchen?