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Welches Magnesium in der Schwangerschaft Magnesium-Präparate für Schwangere – von Kapseln bis zu Kautabletten

Welches Magnesium in der Schwangerschaft: Schwangere hält Wasserglas und Tablette in den Händen
© Parilov / Adobe Stock
Deine Ärztin oder dein Arzt hat dir empfohlen, ein Magnesium-Präparat zu nehmen? Die Auswahl ist groß, den Mineralstoff gibt es in unterschiedlichsten Darreichungsformen – von Kapseln über Sprudelgetränke bis zu Kautabletten. Wir erklären, worin sie sich unterscheiden, worauf es jetzt ankommt und geben Beispiele für jeden Geschmack.

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Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen, wie zum Beispiel Magnesium. Der Körper kann diesen wichtigen Mineralstoff nicht selbst herstellen, Magnesium muss also über die Nahrung in den Organismus gelangen – oder über ein Nahrungsergänzungsmittel, solltest du es über deine Ernährung nicht schaffen.

Weil es so viele verschiedene Präparate in Apotheken und Drogerien zu kaufen gibt, stehen viele Frauen ratlos vor der großen Auslage und fragen sich, welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen und welches Magnesium in der Schwangerschaft wohl am besten geeignet ist. 

Wofür braucht der Körper Magnesium?

Magnesium regelt zahlreiche Stoffwechselprozesse im Organismus, vor allem bei der Funktion von Muskeln und Nerven und im Energiestoffwechsel spielt das Elektrolyt eine wichtige Rolle. In der Schwangerschaft scheidet die werdende Mutter durch verstärkte Nierentätigkeit mehr davon aus, zudem muss zusätzlich das Baby im Bauch versorgt werden. Beides führt dazu, dass ein höheres Risiko besteht, den erhöhten Bedarf nicht zu decken und in eine Unterversorgung zu rutschen.

Magnesium ist in der Schwangerschaft ist von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft für Magnesium-Forschung e.V. erklärt auf ihrer Jahrestagung: "Ein intakter Magnesiumhaushalt ist bei Schwangerschaft und Stillzeit essentiell, um Mutter und Kind nicht zu gefährden." Besonders zur Behandlung einer gefährlichen Präeklamsie (der veraltete Begriff lautet Schwangerschaftsvergiftung) setzen Mediziner:innen in der Schwangerschaft Magnesiuminfusionen ein. Auch gegen Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft kann eine ausreichende Versorgung mit Magnesium helfen. Die Expert:innen der Gesellschaft für Magnesium-Forschung empfehlen Schwangeren eine tägliche Supplementierung mit 240–480 mg Magnesium, laut DGE liegt der Tagesbedarf, auch bei Schwangeren, bei 300 mg.

In welchen Lebensmitteln steckt besonders viel Magnesium?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) nennt diese Nahrungsmittelgruppen als gute Magnesiumquellen:

  • Kerne, Nüsse und Samen (zum Beispiel Manden, Leinsamen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sesam)
  • Getreideprodukte aus Vollkorn
  • Fisch und Meeresfrüchte Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Kidneybohnen)
  • Grünes Blattgemüse (Spinat, Mangold, Kohl)
  • Schwarzer Johannisbeersaft
  • Magnesiumreiches Mineralwasser (mehr als 50 mg je Liter)

Wer bestimmte Lebensmittel aus dieser Liste gar nicht oder nur ganz selten isst, nicht mag oder nicht gut verträgt, der kann Gefahr laufen, zu wenig Magnesium aufzunehmen.

Ist es egal, welches Magnesium ich in der Schwangerschaft nehme?

Was die orale Aufnahme angeht, scheiden sich die (wissenchaftlichen) Geister. Manche Meta-Analysen zeigen keine nennenswerte Verbesserung von schwangerschaftsbedingten Beschwerden dann der Einnahme von Magnesium-Nahrungsergänzungsmitteln. Eine große Studie aus Russland legt nun nahe, dass die Einnahme von Magnesium-Präparaten durchaus positive Effekte auf die Gesundheit von Schwangeren hat. So normalisierten sich bei 92 Prozent der Schwangeren, die vier Wochen lang Magnesium- und Vitamin-B6-Supplemente erhielten, die Magnesium-Blutspiegel wieder. Dadurch gingen auch die damit assoziierten Beschwerden wie Ödeme, Blutungen, Krämpfe, Bänderschmerzen zurück, es kamen seltener Präeklampsie und potenziell lebensbedrohliche Fehlgeburten vor.

Generell wird zwischen organischen und anorganischen Magnesiumverbindungen unterschieden. Organischen Magnesiumsalze wird eine bessere Bioverfügbarkeit nachgesagt, das heißt, der Körper kann diese Verbindungen besser aufnehmen als die schwerer löslichen, anorganischen. Anders gesagt: Es kommt mehr davon auch wirklich im Organismus an, daher genügen häufig auch niedrigere Dosierungen.

Organische Magnesiumverbindungen

Anorganische Magnesiumverbindungen

Magnesiumcitrat

Magnesiumoxid

Magnesiumorotat

Magnesiumcarbonat

Magnesiumaspartat

Magnesiumphosphat

Magnesiumhydrogenglutamat

Magnesiumsulfat

Magnesiumglycinat

Solltest du gleichzeitig andere Mineralstoffe einnehmen, kann das die Magnesium-Aufnahme behindern. Das betrifft beispielsweise Kalzium, Eisen, Kupfer und Zink.

Manche Menschen reagieren mit Verdauungsproblemen auf eine Magnesium-Einnahme, zum Beispiel mit Bauchweh, weicherem Stuhl oder Durchfall. Wurde sie dir von deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen empfohlen, kannst du ein anderes Präparat versuchen, das du vielleicht besser verträgst. Oder geringere Mengen über den Tag verteilt einnehmen. Aber immer in Absprache mit der Ärztin und dem Arzt. Und auch nicht die Dosierung nach dem Motto "Viel hilft viel" einfach eigenständig erhöhen! Das kann nach hinten losgehen.

Welche Darreichungsformen stehen zur Verfügung?

Hast du auch manchmal Probleme damit, bestimmte Arznei- oder Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken? Das kann zum Beispiel passieren, wenn die Kapseln besonders groß sind oder die Tabletten irgendwie bitter schmecken. Und dann? Für den Fall ist es gut, wenn du die Wahl hast und im Zweifel zu einer anderen Alternative greifen kannst. Viele Formulierungen sind vegetarisch, vegan, laktose-, gluten- oder zuckerfrei, manchmal sind Aromastoffe enthalten, manchmal nicht. Die Informationen stehen auf der Verpackung. Die Packungsbeilage verrät dir, um welches Magnesiumsalz es sich handelt, um eines der organischen, der anorganischen Verbindung, oder um eine Mischung.

Tabletten

Unbeschichtet haben sie häufig eine Bruchrille, mit der sie sich teilen lassen. Dafür schmeckt man das gepresste Pulver, was nicht immer angenehm ist. Eine unbeschichtete Tablette zerfällt innerhalb von 15 Minuten. Beschichtete Filmtabletten brauchen etwas länger (etwa 30 Minuten), sind dafür aber geschmacksneutral und "flutschen" besser. Tabletten mit einem Zuckerüberzug heißen Dragees. 

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Kapseln

Sie haben eine längliche Form, den Wirkstoff umgibt eine entweder harte oder weiche Hülle. Manche Umhüllungen lösen sich erst im Dünndarm auf (magenresistent). Mitunter lässt sich die Kapsel auch öffnen. Dann kannst du das enthaltene Granulat in Wasser, Tee oder in Joghurt einrühren, wenn dir das lieber ist.

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Depotkapseln oder -tabletten

Bei Depotkapseln wird der Wirkstoff in mehreren Etappen oder zeitverzögert freigesetzt (Retard). Das ist vor allem sinnvoll, wenn der Stoffwechsel nicht die Mengen auf einmal aufnehmen kann, oder wenn auch über die Nachtruhe frischer Wirkstoff in den Organismus gelangen soll.

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Brausetabletten

Diese nicht überzogenen Tabletten lösen sich in Wasser sprudelnd auf. Meist sind Aromastoffe zugesetzt und ergeben einen fruchtigen, erfrischenden Geschmack. Im aufgelösten Zustand wird der Wirkstoff schneller aufgenommen und die Wirkung setzt entsprechend schneller ein. Weiteres Plus: Du schaffst leichter deine tägliche Trinkmenge.

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Direktgranulat

Um diese Mittel einzunehmen, brauchst du kein Glas Wasser – ideal auch für unterwegs. Du schüttest das Granulat, das meist angenehm fruchtig schmeckt, direkt auf die Zunge. Die Wirkstoffe werden schon über die Mundschleimhaut aufgenommen. Es fällt allerdings recht viel Verpackungsmüll für die einzelnen Portionspackungen an.

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Trinkpulver, -granulat

Wer keine Tabletten schlucken mag, kann den Wirkstoff, der in grobkörnigem Granulat oder feinerem Trinkpulver steckt, in einem Glas Wasser auflösen. Anders als bei Brausetabletten fehlt allerdings das prickelnde Kohlenstoffdioxid, das Getränk bleibt still. Auch hier stehen meist verschiedene Geschmacksrichtungen zur Verfügung.

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Liquid

Bei dieser Einnahmeform trinkst du das Mittel, wie einen Shot – eine kleine, gesunde, meist fruchtig schmeckende Portion für die Gesundheit. Wie bei allen flüssigen Darreichungsformen, ist der Wirkstoff im Liquid bereits gelöst und kann vom Körper schneller resorbiert werden. Nachteil: Der Verpackungsmüll. 

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Lutschtablette

So fühlt sich die Nahrungsergänzung weniger nach Medizinschlucken und mehr nach Naschen an. Du lässt die Lutschtablette einfach auf oder unter der Zunge zergehen. So gelangen die Wirkstoffe bereits über die Mundschleimhaut in den Organismus.

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Kautablette

Du zerbeißt den Bonbon lieber als ihn zu lutschen? Dann sind Kautabletten das Richtige für dich. Wie bei Lutschtabetten oder Direktgranulat und den flüssigen Darreichungsformen beginnt die Aufnahme in den Körper bereits im Mund.

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Wichtig: All diese Magnesium-Präparate, die wir hier zeigen, kannst du ohne Rezept kaufen. Bevor du dir aber eines der Mittel besorgst, lies bitte unseren Artikel zu Magnesium in der Schwangerschaft und besprich dich mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.

Quellen:

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