Kinderland Bayern - ein Reisebericht

Wir haben Eltern.de-Leser in den Sommerferien nach Bayern geschickt, um zu testen: Ist das deutsche Urlaubsland Nr. 1 auch kinderfreundlich? Lesen Sie hier, was die Familie Eiden erlebt hat. Und was die achtjährige Elena dazu meint.

: Kinderland Bayern - ein Reisebericht

Wir, die Familie Eiden, Klaus (36), Doris (34), Elena (8) und Sebastienne (5) starten zu unserem ersten Sommerurlaub in Deutschland.

Als Ziel haben wir die Residenz Hofgut Kürnach ausgewählt und wollen auf der Fahrt dorthin noch einen Zwischenstop im Legoland Günzburg einlegen. Bisher haben wir unsere Sommerurlaube mit den Kindern immer im Ausland verbracht, Tunesien, Mallorca, Kanaren, Belgien, Niederlande, Kroatien... diesmal soll es Bayern sein.

Erster Tag

: Kinderland Bayern - ein Reisebericht

Unser Ziel ist das Legoland in Günzburg. Viel fürs Auge und ein toller Fahrspaß für Kinder und Eltern, supernettes Personal: ein kindgerechter, sauberer Freizeitpark. Uns vier macht der Besuch viel Spaß und wir amüsieren uns den ganzen Tag.

Nach dem Legoland geht es zu unserem Zwischenstop nach Burgau in die Pension An der Mindelschleuse. Hier übernachten wir und fahren am nächsten Tag nach Kempten.

Elena, acht Jahre alt:
Wir sind morgens ganz früh aufgestanden und losgefahren, draußen war es noch ganz dunkel. Um neun Uhr waren wir im Legoland, die Fahrt ging ganz schnell vorbei.

Es waren sehr schöne Sachen da, die Wasserrutsche die war toll, Mama war danach ganz nass. Der Wellenreiter hat mir ganz viel Spaß gemacht, da saust man so toll über das Wasser.

Die Hafenrundfahrt war auch sehr schön, da haben wir viel über Mama und Sebastienne gelacht. Im Legoland gab es auch ganz viele Tiere aus kleinen Legosteinen zu sehen, die könnte ich gar nicht nachbauen, so viele Steine braucht man dafür.

Abends sind wir dann in die Pension gefahren, da war es auch ganz schön, die hatten einen Hund der war süss und die Frau Schumacher hat gesagt man kann im Gasthof Sonne gut essen, da sind wir hingefahren und da hat es mir wirklich gut geschmeckt und der Mann war auch ganz lieb und er hat uns wie Mama und Papa nach dem Essen einen Schnaps gegeben, neiiin das war kein echter, das war Apfelsaft. Und Bonbons haben wir auch noch bekommen.

Auf unseren Nachttisch hat Frau Schumacher Maoam Stangen gelegt. Was sind wir abends todmüde ins Bett gefallen.

Zweiter Tag

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Ankunft in der Residenz Hofgut Kürnach, dort Bezug des Apartments (Zwei Doppelzimmer, Küchenzeile, Bad). Der Fürstabt Rupert von Bodman hat sich 1709 die Jagd- und Sommerresidenz errichtet. Jetzt ist diese im Privatbesitz der Familie Sauerhering und wird als Ausbildungshotel geführt. Das Hotel liegt in Alleinlage nach allen Seiten in ca. 4-5 km zur nächsten Ortschaft und ist wie geschaffen für einen ungezwungenen Familienurlaub in stilvollem Ambiente. Die Kinder haben dort immer andere Kinder zum Spielen und eine riesige Spielwiese mit allen möglichen Spielgeräten, Hasen, Ziegen, Esel, Ponys, Pferde.

Abends essen wir sehr gut, Lob an die Küche. Der Service ist nicht immer aufmerksam, warscheinlich weil es meist Auszubildende sind.

Elena:
Morgens sind wir nach dem Frühstück abgefahren, nach Kempten. Wie wir dort angekommen sind haben wir den Schlüssel bekommen, aber das war gar kein Schlüssel sondern eher eine Karte die musste man in der Tür reinstecken.

Wir sind uns alles anschauen gegangen. Dann sind wir ins Zimmer gegangen dort war es schön, aber wir hatten in unserem Zimmer kein Fernseher nur bei den Eltern im Zimmer aber es gab eh kein Kinderkanal.

Dritter Tag

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Morgens zieht es uns über die Grenze ins etwa 60km entfernte Kleinwalsertal. Hier sehen wir höhere Berge als im Allgäu. Aber es ziehen Wolken auf und der Regen treibt uns zurück nach Bayern, wo die Sonne scheint.

Bei Immenstadt gehen wir am großen Alpsee spazieren. Hier kann man mit Booten auf den See fahren, aber die dunklen Wolken, die aufziehen halten uns davon ab und so bleibt es bei einem Spaziergang den See entlang.

Elena:
Wir sind morgens aufgestanden und Frühstücken gegangen. Es gab Müsli, Cornflakes, Joghurt, Brötchen, Marmelade, Nutella, Käse, Wurst( aber die esse ich gar nicht), Eier und Obst.

Dann sind wir nach Österreich gefahren und sind dort spazieren gegangen und haben uns die Berge angeschaut. Aber dann hat es angefangen zu regnen, wir sind an einen See gefahren aber dort konnten wir kein Boot fahren weil es auch schon wieder anfing zu regnen. Im Hotel sind wir dann schwimmen gegangen, das Schwimmbad hat mir gut gefallen, ich musste immer die Taucherbrille anziehen sonst sind meine Augen immer ganz rot geworden.

Nach dem Schwimmen sind wir Essen gegangen das Essen hat lecker geschmeckt und es gab immer leckere Getränke, zum Nachtisch gab es Eisschokolade. Dann sind wir auf den Spielplatz gegangen dort waren viele Kinder und nach dem Spielen sind wir ins Bett gegangen.

Vierter Tag

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Heute Morgen lockt der Ponyrücken. Für 5 Euro können die Kinder eine halbe Stunde auf dem Hofgut von Papa oder Mama geführt auf den Ponys reiten. Unsere Beiden sind in Ponys und Pferde vernarrt. Sie freuen sich im Urlaub den Tieren so nah zu sein.

Spontan fahren wir mit unseren beiden Prinzessinnen zum Schloss Neuschwanstein, Bayerns Touristenattraktion Nummer eins. Die Fahrt ging schnell, aber das Warten auf einen Parkplatz dort dauerte eine Stunde. Und als wir Eintrittskarten für das Schloss kaufen wollten, hätten wir vier Stunden warten müssen bis wir mit einer Führung das Schloss bekommen hätten. Das war mit Kindern einfach zu lang und so fuhren wir wieder ins Hotel. Unser Tipp: Karten vorbestellen.

Auf dem Rückweg besuchten wir den Weißensee bei Füssen. Der See ist wunderschön gelegen. Kiesstrand, Liegewiese, Umkleidekabinen, Toiletten, Imbiss und einen Kinderspielplatz laden zum Verweilen ein.

Elena:
Wir sind morgens aufgestanden und haben viele Mückenstiche gehabt, die haben gejuckt.

Nach dem Frühstücken sind wir zu den Pferden gelaufen heute durften Sebastienne und ich reiten, aber erst mussten die Pferde und Ponys geputzt werden, wir haben uns noch gar nicht richtig getraut und außerdem waren viele Kinder da die die Pferde putzen wollten.

Dann durften wir reiten, aber Papa musste uns führen, die Ponys wollten das aber nicht immer die waren manchmal ganz schön bockig und wir hatten Angst das wir runterfallen, aber Papa hat gut aufgepasst.

Dann sind wir an den Weißensee gefahren dort war es schön, aber ich hatte so Bauchweh und dann sind wir wieder ins Hotel gefahren und haben uns ausgeruht und sind noch schwimmen gegangen. Nach dem Essen sind wir Kegeln gegangen, das war schön.

Fünfter Tag

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Heute ist Abenteuerspaß im Skyline Park in Bad Wörishofenangesagt. Gut, dass wir bereits die Karten haben, denn vor dem Park sind lange Warteschlangen.

Die großen Attraktionen können erst ab einer Mindestgröße von 1,30-1,40 Meter genutzt werden, so ist es für die Kleinen schade, wenn die größeren Geschwister mit den Eltern fahren und sie in der Schlange mit anstehen müssen und nichts davon haben.

Aber es gibt auch viele Attraktionen für ganze Familie, wie das Kettenkarussell. Der Park ist sehr schön angelegt, vor allem der Wasserbereich. Aber es gibt auch Teile des Parks, die man sich lieber nicht so genau anschaut.

Elena:
Morgens sind wir ganz früh aufgestanden und frühstücken gegangen und dann sind wir direkt in den Skyline Park gefahren, das war noch ganz schön weit. Da waren ganz viele Leute.

Aber da waren auch sehr schöne Sachen die man fahren konnte. Es gab eine Achterbahn die war ganz schnell und Sebastienne ist auch mitgefahren, aber Sebastienne fährt gerne Achterbahn sie hat auch nie Angst vor solchen Sachen. Dann sind wir noch alle zusammen Tretboot gefahren und Schiffschaukel aber mit einer ganz großen wo viele Leute drin saßen, die haben alle geschrieen, aber das war gar nicht schlimm.

Mit Papa und Sebastienne bin ich noch mit einem Motorreifen übers Wasser gefahren das ging auch ab. Mama, Sebastienne und ich sind ganz viel Kettenkarussell gefahren das machen wir ganz gerne und wir haben uns ganz viele Male angestellt, aber das hat nicht lange gedauert. Manche Sachen konnten wir nicht fahren, weil meine Schwester dafür noch zu klein war oder zu viele Leute anstanden und wir viel zu lange warten müssten.

Sechster Tag

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Kostenlose Schnupperstunde bei den Ponys und Pferden. Erst werden die Ponys geputzt und dann kann’s losgehen.

Mittags besuchen wir die Rohmilchkäserei Schönegger Käse-Alp. Der Arbeiter der Käserei führt uns durch den Betrieb und erklärt auch den Kindern sehr anschaulich die Verarbeitung von der Milch zum Käse, Butter.

Unsere Kinder staunen über die vielen Käseräder, so viel Käse sehen sie eben nur in einer Käserei.

Es riecht schon sehr streng nach Käse, einige Kinder verziehen sich nach draußen.

Elena:
Wir sind in die Käserei gefahren und der Mann hat uns alles erklärt wie Käse gemacht wird.

Da hat`s sehr nach Käse gerochen und der Mann wollte Bastie in die Butterschleuder setzen, aber das war nur Spaß und er hat es auch gar nicht getan, obwohl das bestimmt schön gewesen wäre.

Siebter Tag

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Heute relaxen wir. Ich habe nach dem leckeren Frühstückbuffet einen Termin im Wellnessbereich zur Gesichtsbehandlung und die Kinder vergnügen sich mit ihrem Papa im hoteleigenen Hallenbad, das wegen seines flach abfallenden Wassers für die Kinder gut geeignet ist.

Nachmittags bummeln wird durch Isny im Allgäu und spazieren entlang der alten Stadtmauer. Auf dem Rathausdach ist ein Storchennest. Wir beobachten es bei einem leckeren Eisbecher aus dem Eiscafe, aber der Storch fliegt einfach nicht ein und so müssen wir ohne ihn gesehen haben wieder fahren.

An der Eschach packen wir unsere Strandmatten und Handtücher aus und legen uns an das fast ausgetrocknete Bachbett. Klaus baut mit den Kindern im Wasser einen Damm aus den vielen dicken Bachsteinen und ich lasse mir die Sonne auf die Haut scheinen.

Zurück auf dem Hofgut lassen wir uns das Essen gut schmecken und genießen noch die letzten warmen Sommertage bei einem Radler auf der Terrasse, von der aus man den Kindern wunderbar beim Spielen zuschauen kann.

Den Spätabend kucken wir vier gemeinsam im Bett Dschugelbuch, Videos kann man sich an der Rezeption ausleihen.

Elena:
Wir sind morgens reiten gegangen, ich habe auf Peggy geritten das hat mir viel Spaß gemacht. Mama ist zur Kosmetikerin gegangen. Papa und ich haben sie dann abgeholt und Mama hat da auf der Liege gelegen und hatte Matsche im Gesicht. Wir sind dann mit Papa schwimmen gegangen und haben Mama dort allein gelassen.

Nachmittags sind wir nach Isny gefahren, dort haben wir Eis gegessen und haben das Storchennest auf dem Rathaus beobachtet, aber der Storch kam nicht.

Dann sind wir an den Bach der beim Hotel war gefahren und wir haben mit Papa einen Staudamm gebaut, das war ganz toll wir mussten ganz viele Steine sammeln und die ins Wasser legen und das Wasser stauen.

Achter Tag

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Wir besuchen das Freilichtbauernmuseum Illerbeuren und lassen wir uns in die gute alte Zeit zurückversetzen, bestaunen die Lebensweise im früheren Allgäu. Die Häuser sehen romantisch aus und die Kinder sind immer wieder überrascht was sich so alles hinter den Haustüren verbirgt.

In der Museumsgaststätte beim Eingang stärken wir uns mit leckerem Kuchen zu zivilen Preisen.

In der Töpferei schauen die Kinder der Töpferin bei der Arbeit zu und unter der alten Freilichtkegelbahn können sie sich gar nichts vorstellen.

Elena:
Nach dem Reiten, die Ponys waren heute gar nicht so lieb, sind wir ins Bauernhofmuseum gefahren.

Das war schön dort, wir konnten überall rum laufen. Mir hat am Besten das Woringer Häusle gefallen, da hat eine Frau Maria Unterweger Junkerin drin gewohnt. Der ihr Regenschirm hat sogar noch da gehangen. Die hatte nicht viele Möbel und das Schlafzimmer hat man gar nicht von ihr gesehen.

Im Museum war auch eine Frau die hat Krüge getöpfert und die bemalt, die konnte toll malen, der habe ich zugeschaut wie gut die malen konnte, das würde ich auch gern können.

Neunter Tag

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Vor der Heimreise geht's nochmal ins Schwimmbad und in Reitstall.

Wir vier sind begeistert von unserem ersten Urlaub in Deutschland, der mit Urlauben im Ausland mithalten kann. Vor allem wegen des super Sommers.

Fazit: Bayern ist mit seinem großen Freizeitangebot sehr kinderfreundlich. Wir wären gerne noch länger geblieben und hätten jeden Tag etwas Neues entdeckt und unseren Spaß gehabt.

Elena:
Wir sind aufgestanden und haben gepackt weil wir wieder nach Hause fahren müssen, dann sind wir Frühstücken und dann haben wir das Gepäck ins Auto gebracht und sind reiten gegangen, heute habe ich auf Sternchen geritten.

Papa hat mit mir Galopp gemacht und Sternchen war ganz lieb. Danach sind wir abgereist, die Fahrt hat sehr lang gedauert. Der Urlaub war sehr schön.

Texte und Bilder: Doris und Elena Eiden

Infos

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